Zitate & Philosophien
Bei den MindSnippets findest du meist kürzere Gedankenschnipsel zu vielen Themen von mir und anderen Urhebern1. Bekannte Zitate berühmter Persönlichkeiten, meine Überlegungen dazu und als Ergebnis erhältst du vielleicht ein paar ganz neue und bereichernde Impulse. Spirituell. Philosophisch. Ganzheitlich. Zeitlos. Ich wünsche dir viel Spaß dabei.|, $name.|, $name.|, $name.
Lies sie am besten wie ein interaktives Buch.
"Gelesene nicht wiederholen" und "Merkzettel aktivieren"
setzt je 1 *Session-Cookie bzw. 1 **Cookie • Datenschutz
setzt je 1 *Session-Cookie bzw. 1 **Cookie • Datenschutz

30 Ergebnisse für: Keywordsuche: Sucht
Wann ist Sehnsucht gestillt?
#151 • Johann Wolfgang von Goethe •
1:57 min
1:57 min
Ist es dumm, dass man als Mensch scheinbar so unzufrieden ist? Kann man nie einfach mal glücklich sein, da wo man steht, wie man ...
ist, mit dem was man hat - oder auch nicht ist oder hat?
Die Kunst besteht meines Erachtens darin, differenzieren zu können. Dankbarkeit hängt mit Zufriedenheit untrennbar zusammen. Nur wer dankbar und zufrieden ist, kann die Kraft und die Lust verspüren, eine Stufe weiterzugehen. Doch wenn Zufriedenheit dazu führt, ewig zu verharren, bis hin zu geistiger und körperlicher Trägheit - dann machen wir etwas falsch.
"Die Sehnsucht wird mein Steuermann", singen auch Rammstein. Sehnsucht kann uns lähmen, deprimieren, resignieren lassen und uns sogar zu Alkoholikern und (Selbst-)Mördern machen. Oder wir paaren sie mit Hoffnung und Zuversicht und machen Sehnsucht dadurch wahrhaftig zum Steuermann. Dann kann sie uns Richtung geben und Sehnsucht plus Hoffnung ist gleich Vision. Vision wiederum kann zu (Vor)Freude führen, ja sogar zu Enthusiasmus (das bedeutet "göttliche Freude" - mehr Freude und Glück ist nicht möglich). Enthusiasmus gibt dir schließlich schier übermenschliche Kraft.
Dankbarkeit für das, was ist - ausruhen - auftanken - neue Sehnsucht empfinden - Hoffnung spüren - Visionen erhalten - losmarschieren - manchmal tapfer kämpfen - ankommen - den "Lohn" in Empfang nehmen - Glück - Dankbarkeit für das Neue, was ist ... und so weiter. Das ist das Gegenteil eines Teufelskreis. Das ist die "Spirale nach oben".
Es gibt Menschen, die geben sich zu früh zu frieden. Manchen genügt es, wenn sie sich einfach nicht mehr so alleine fühlen. Dann verharren sie beispielsweise stets im selben Job oder auch ewig bei ein und demselben Menschen - auch wenn sie sich nichts mehr zu sagen haben, nichts mehr zu geben haben, einander nicht mehr inspirieren können. Sie "gehen" dann nicht mehr miteinander, sondern bleiben träge beieinander sitzen und verwechseln die Abwesenheit von Angst (z.B. vor dem Alleinsein) mit Liebe. Doch Trägheit und Feigheit werden nicht mit Glück belohnt.
Man muss es schon wollen. Das Weiterkommen. Das Sehnsuchtstillen. Das Hörenwollen auf die innere Stimme.
Es hat schon seinen Sinn, was Goethe sagt. Die Natur wollte es so. Denn ohne eine latente, ewige Sehnsucht, bleibst du stehen. Dann gäbe es keine Evolution. Und du würdest auch niemals den Weg nach Hause finden. Denn Sehnsucht ist nichts anderes, als der Ruf unseres Zuhauses. Sehnsucht ist der Steuermann - auf dem Weg nach Hause. Sehnsucht ist Heimweh. Denn ganz oben an der Spirale wartet nichts anderes als reine Liebe. Unser Zuhause. Gott. Doch Liebe - und somit Gott - sind nun mal eine Entscheidung.
Und du? Entscheidest du dich für den Ruf der Liebe, der auch in Form von Sehnsucht hörbar wird, oder für das Gegenteil? Für die Stimme der Angst? Jene, die dir Sicherheit verspricht? Der Preis dafür ist jedoch hoch. Du musst Liebe, Leben und Glücklichsein opfern. Das ist die einzige Sicherheit, welche dir die Angst "mit Sicherheit" erfüllen wird. Denn Liebe und Glück sind nichts für Angsthasen.
Es ist gar nicht so schwierig. Ich helfe dir gerne dabei. Du brauchst dich bloß bei mir zu melden. Denn vielleicht schreibe und mache auch ich das hier alles nur aus einer einzigen Sehnsucht heraus. Aus der Sehnsucht, mit dir gemeinsam näher nach Hause zu kommen ...
Urheber d. einleitenden Zitates:
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Dankbarkeit - Glück - Sehnsucht - Hoffnung - Angst - Loslassen
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Dankbarkeit - Glück - Sehnsucht - Hoffnung - Angst - Loslassen
gelesen markieren 

Sehnsucht oder Verlangen?
#239 • Marie von Ebner-Eschenbach •
0:56 min
0:56 min
Bevor du weiterliest: Was würdest du sagen, ist der Unterschied zwischen Sehnsucht und Verlangen?
Ich ...
würde sagen, Sehnsucht entsteht in dem Teil in dir, der erfüllt ist und der sich danach sehnt, jene Fülle, die Liebe, die in dir ist, zu teilen. Beispielsweise wenn du einen schönen Sonnenuntergang siehst und an einen bestimmten Menschen denkst, mit dem du diesen Augenblick eigentlich gerne gemeinsam erleben würdest.
Verlangen entsteht hingegen in dem Teil in dir, der leer ist. Als gäbe es eine Leere zu füllen, ein Loch zu schließen, das jedoch von außen nicht dauerhaft geschlossen oder erfüllt werden kann.
Das erklärt auch, weshalb sehnsüchtige Menschen eher zum Künstlerischen tendieren, Weltschmerz für sie ein Begriff ist und sie oftmals eher von idealistischen Motiven angetrieben werden, während Menschen, die primär ein (dauerhaftes) Verlangen verspüren, eher Geschäftsleute werden. Von beidem ein Bisschen oder alles im rechten Maß zur richtigen Zeit wäre sicher eine angenehm lebbare Mischung. Wenn es doch nur so einfach wäre ...
Auch interessant: Wir sagen zwar durchaus "Ich habe Sehnsucht nach einem Partner" aber eher seltener "Ich habe ein Verlangen nach einem Partner". Ersteres klingt nach Liebe, während das zweite eher eine Note von Lust und Trieb hat, oder?
Passender klingt auch "Ich habe ein Verlangen nach Sex" als "Ich habe Sehnsucht nach Sex", meinst du nicht? Ich finde das bezeichnend. Könnte das womöglich sogar heißen, erfüllte Menschen "brauchen" weniger Sex, als wären sie von einem Verlangen befreit? Was meinst du?
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Marie von Ebner-Eschenbach   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sex - Sehnsucht - Abhängigkeit - Liebe
Marie von Ebner-Eschenbach   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sex - Sehnsucht - Abhängigkeit - Liebe
gelesen markieren 

Sehnsucht lehren
#219 • Antoine de Saint-Exupéry •
2:00 min
2:00 min
Saint-Exupéry)
Daran muss ich dringend arbeiten! Dieses MindSnippet schreibe ich mir vor allem selbst. Aber vielleicht interessiert dich ja, was ich damit meine, dringend daran arbeiten zu müssen.
Ich erlebe immer wieder, dass für manche Leser meiner Bücher und Besucher meiner Seite Vieles zu abstrakt wirkt. Die Frage, die sich einigen stellt, ist in etwa die: "Ja okay, alles schön und gut, aber was habe ich davon (oder die Menschheit)?"
Der Nutzen, der Mehrwert wird nicht erkannt. In jenen Lesern und Besuchern fehlt die Sehnsucht nach eben jenem großen, weiten Meer, dass ich erinnert habe und das mir die Energie für all das hier gibt - und noch darüber hinaus. Nicht falsch verstehen. Auch ich bin natürlich immer mal wieder deprimiert. Wegen der Weltlage, wegen eigener Sehnsüchte, Enttäuschungen und Anstrengungen. Doch die Basis ist stabil, wie nie zuvor in meinem Leben und Tiefs dauern nicht mehr lange an. Auch gehen sie nicht mehr an die Substanz.
Natürlich meine ich die Sehnsucht nach dem Meer im übertragenen Sinne. Es geht um Zusammenhänge. Wenn ich beispielsweise sage: "Die Welt hat in erster Linie kein politisches Problem, sondern zunächst ein massives, spirituell-philosophisches Defizit zu stillen", dann reagieren einige mit Unverständnis. Die Medien sind doch voll von politischen Katastrophen, Fehlentscheidungen, Lug und Trug, Korruption, Dummheit und Machtgier - wie kann ich da sagen, es gibt kein politisches Problem? Das stimmt. Es gibt viele politische Probleme. Doch der Punkt ist - es gibt keine politische Lösung!
Denn was geht Politik voraus und wird immer die Substanz sein, aus der Politik entsteht? Und wer sagt, dass das Leben ein derart großes Politikum ist, wie wir es heute erleben?
Politik ist im Gegensatz zu deiner Psyche, Mentalität, Lebensphilosophie und Spiritualität nichts Natürliches, sondern der menschgemachte Versuch, ebene jenes spirituelle Defizit mit dem Verstand zu kompensieren. Das gelingt aber nicht, da Leben mehr ist, als der Verstand erfassen kann. Dennoch (weil uns dieser Zusammenhang fehlt), scheinen wir umso mehr von Politik zu benötigen, je weniger wir "von alleine", also von unserem Inneren heraus einfach funktionieren. Wir haben vergessen, dass dies ohne Weiteres möglich wäre, die Natur hat uns mit allem ausgestattet, was dazu nötig ist.
Die Zusammenhänge zu erkennen, befreit dich umgehend von aller politischen Last und Sorge. Man muss das politische Chaos und Drama gar nicht mehr verstehen - denn darin liegt schlicht und ergreifend keine Lösung begraben (indirekt schon, direkt aber nicht). Diese Zusammenhänge zu erkennen, lässt eben jene Klarheit, Größe und Weite erkennen, jene Sehnsucht in dir erwachen - wie beim Blick aufs Meer.
Auf einmal wird klar, was zu tun ist - und was eigentlich völlig irrelevant ist! Die Sehnsucht nach der Weite des Meeres lässt dich voller Elan Bäume fällen, um ein Boot zu bauen. Die Sehnsucht nach der Klarheit, Größe und Weite der inneren Erkenntnis lässt dich voller Elan ganz andere Dinge tun. Entscheidend ist nur, ob du diese Weite erfahren möchtest, sie erkennen magst - ob du erinnert werden willst.
Es liegt an dir, was dein Wohl angeht. Und es liegt an den vielen Wirs in der Welt, was unser Wohl angeht. Doch anfangen muss man immer bei sich selbst. Lass uns Segeln gehen!
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Antoine de Saint-Exupéry   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sehnsucht - Berufung - Politik - Zukunft
Antoine de Saint-Exupéry   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sehnsucht - Berufung - Politik - Zukunft
gelesen markieren 

Der (sehnsuchtsvolle) Weg ist das Ziel
#152 • Friedrich Martin von Bodenstedt •
1:05 min
1:05 min
Man könnte auch sagen: Der Weg ist das Ziel. Und wenn der Weg, den man geht, um ein ...
bestimmtes Ziel zu erreichen, "beseligender" ist als das Ziel selbst, also mehr Freude macht, weshalb hat die Natur das dann so eingerichtet?
Ich denke, weil genau so Fortschritt und Evolution funktionieren. Sehnsucht zu empfinden und zu versuchen, diese zu stillen, erfüllt uns - zumindest solange wir noch Hoffnung haben - mit einem Gefühl von Lebendigkeit, "alles" richtig zu machen und auf dem bestmöglichen Weg zu sein.
Leben ist Veränderung. Ohne Veränderungen fühlen wir uns nicht lebendig genug, um dauerhaft glücklich zu sein. Stagnation und Frustration sind Geschwister.
Heißt das, man muss ständig auch elementare Dinge verändern, wie den Freundeskreis, den Beruf, den Wohnort oder den Partner? Natürlich nicht prinzipiell. Zumindest nicht, solange das "Alte" einen immer wieder neu inspirieren und man stets Liebenswertes entdecken kann. Und das muss jede(r) selbst entscheiden. Es lohnt sich jedenfalls - ebenso wie beim eigenen Mindset - auch immer mal wieder bei solchen Elementen im Leben eine Inventur zu machen und auf Aktualität zu prüfen.
Ich selbst weiß auch, wie hart es sein kann, Beziehungen und Freundschaften zu beenden, die keinen Sinn mehr hatten (oder keinen Sinn mehr erfüllten), die nur noch reine Gewohnheit waren oder von denen man sogar abhängig war. Im schlimmsten Fall sind einst vielleicht ganz passende Beziehungen heute ja sogar geradezu toxisch und machen uns krank.
Ich selbst musste bereits Verbindungen kappen oder wurde meinerseits schon "entsorgt". Doch das ist das Leben. Und auch wenn es immer mal wieder wehtut - Es ist besser so, wenn es einen anders ansonsten nur noch aufhält. Beispielsweise auf dem Weg nach Hause ...
Lass uns beim Walk & Talk weiter darüber reden!
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Friedrich Martin von Bodenstedt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Hoffnung - Freude - Veränderung - Sehnsucht
Friedrich Martin von Bodenstedt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Hoffnung - Freude - Veränderung - Sehnsucht
gelesen markieren 

Feiern wie von Sinnen?
#208 • Christopher E. Schmitt •
1:51 min
1:51 min
nicht erst auf die mühselige, ja beinahe "dumme" Idee käme, über den Sinn und Zweck von allem nachzugrübeln, wenn man einfach in vollen Zügen lebt und so viel Spaß und Genuss wie möglich in sein Leben holt. Aber wie sieht es denn aus, wenn man es von dieser Seite aus betrachtet:
Wer sich mit allzu viel Spaß und Vergnügen, Hedonismus, Konsum und Ablenkungen jeglicher Art "zumacht", wird ihn verpassen: Den Sinn des Lebens. Weil er nämlich niemals danach fragen wird.
Wir leben in einer Spaßgesellschaft. Obwohl so viele abends (heimlich) ins Kissen heulen und schlaflose Nächte durchleiden, obwohl gerade unter den Comedians und Nächtedurchfeiernden nicht wenige depressive Menschen zu finden sind, zeigt man sich nach außen gerne weiterhin gutgelaunt und "feiert" so oft es geht. Als wolle man sich und anderen beweisen, dass bei einem alles rund läuft - oder als wolle man dadurch Glücklichsein auf irgendeine Weise erzwingen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man sich dabei leicht (und auch sehr lange) nur selbst etwas vormachen kann.
Wir haben es damals wenigstens noch ganz ehrlich Saufen genannt. Heute nennt man es Feiern. Aber ich frage mich, was es denn so viel zu feiern gibt, wie gesoffen (und anderes konsumiert) wird? Sind wir doch ehrlich: Man sucht Ausgleich, ein Ventil, probiert sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen in einer immer kühleren, härteren, verrückteren und - ja - auch sinnbefreiteren Welt.
Ich bin gewiss keine Spaßbremse. Aber ich bin auch kein Verdränger. Die Dosis macht das Gift, auf die Mischung kommt es an. Und auf das Differenzieren. Ohne Spaß macht auch das sinnhafteste Leben keinen Sinn. Aber ohne Sinn macht auch das spaßigste Leben keinen wirklich tiefen, dauerhaften Spaß. Das Gute ist: Die Natur weiß das auch, weswegen sie ein wundervolles Naturgesetz gebastelt hat, welches in etwa sagt:
"Wenn du deinen persönlichen Lebenssinn im Rahmen des universalen Lebenssinns gefunden hast und manifestierst, wirst du den tiefsten, echtesten und gesündesten Spaß erfahren, den es gibt." Kreativität kommt von lat. "creare", kreieren, also erschaffen. Erschaffen ist unser Sinn. Man muss nur wissen was es zu erschaffen gilt und dazu muss man ihn kennen: Den Sinn, den Plan, die Vision, den Traum des Lebens höchstselbst.
Um diesen finden zu können, muss man ihn zunächst unbedingt finden wollen, also suchen wollen. Und suchen wird ihn nur jemand wollen, der den Sinn vermisst. Und vermissen kann man ihn nur, wenn man die Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit nicht betäubt und verdrängt, sondern ihr nachforscht.
Depressive Stimmungen sind nicht per se schlecht. Deine Seele zeigt damit womöglich nur einen gewissen Hunger. Betäube diesen Hunger nicht. Stille ihn. Was für dich in Bezug auf deinen Körper seit dem Babyalter selbstverständlich ist, das lasse allmählich auch für deine Seele ebenso selbstverständlich werden. Begib dich auf spirituelle Nahrungssuche und lerne zu essen.
Lies auch das verlinkte Snippet 114, sowie den Blog "Die Macht des Fastens". Der Blog "Sinn vs. Spaß" passt ebenfalls gut dazu.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber:
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sehnsucht - Abhängigkeit - Lebenssinn - Verdrängung
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sehnsucht - Abhängigkeit - Lebenssinn - Verdrängung
gelesen markieren 

Liebesschmerz in Erfüllung transformieren
#178 • Christopher E. Schmitt •
4:43 min
4:43 min
Chaos in der Welt dir zusätzlich schwer zu schaffen?
Empfindest du Trauer, Wut, Verzweiflung, Leere, Ratlosigkeit, Angst oder sogar Hass, ... irgendeine Form von Schmerz? Dann bist du hier genau richtig.
Ich möchte dir in möglichst kurzen Worten erklären, worum es sowohl in den (zum Großteil autobiografischen) Büchern geht, als auch in meinem Coaching, warum ich dich in deinem Leid nicht nur verstehen, sondern auch abholen kann und was all das mit deiner Rettung bzw. Verarbeitung des Schmerzes zu tun hat, und - als wäre das noch nicht genug - auch tatsächlich noch mit der "Rettung der Welt".
Vor vielen Jahren war ich unsterblich verliebt. Meine Traumfrau lebte genau gegenüber. Wir konnten uns vom Fenster aus zuwinken, sie war über 2 Jahre sehr oft bei mir, fast täglich. Wir kuschelten immer mal wieder, sie wunderte sich "warum sie bei mir viel lieber ist, als bei ihrem Freund" - doch wir kamen niemals zusammen.
Ich litt Todesqualen. Nichts was ich tat oder wie ich war genügte ihr. Je mehr ich versuchte, ihr zu gefallen, sie zu erobern, ihr meine Liebe zu zeigen und zu gestehen, desto größer wurde offenbar die Kluft zwischen uns. Liebesburnout könnte man es nennen. Das Lied "In The End" von Linkin Park (siehe YouTube Link) wurde meine Hymne, ebenso wie "Numb".
Ich trank zu viel Alkohol, rauchte eine nach der anderen, meine Firma ging den Bach runter, weil ich an nichts anderes mehr denken konnte, als an diese Ungerechtigkeit im Leben, an diesen "Fehler in der Matrix". Ich musste nach fast zwei Jahren der ewig wechselnden Hoffnungen und Enttäuschungen wegziehen, um mein Leben noch irgendwie zu retten. Ein Umzug! Möbel schleppen, renovieren - und das, obwohl ich kaum die Kraft hatte, morgens aufzustehen oder auch nur die Gabel beim (seltenen) Essen zu halten. Ich war am Ende. Ich konnte fast nicht mehr. Und wollte auch nicht mehr.
Ich hasste Gott und die Welt. Ich haderte mit Gott. Wie konnte es sein, dass sie mich so sehr mochte, dass sie sogar lieber bei mir war, als bei ihrem Freund! Wie passte das zusammen, dass sie zwar Rotz und Wasser heulte, als ich wegzog, dass sie zwar Arm in Arm und lächelnd mit mir daliegen konnte, wir lachen konnten und sie aber dennoch jeden Gedanken an mehr mit aller Gewalt versuchte in sich abzutöten.
Wie konnte es sein, dass Gott sieht, wie groß und ehrlich meine Liebe war und er mich immer wieder buchstäblich die Liebe meines Lebens in den Armen halten ließ - sie mir aus diesen jedoch immer und immer wieder brutal entriss. Das endete selbst mit meinem Wegzug nicht. Von meiner Sehnsucht, dem Schmerz, dem Leid, dem Alkoholkonsum, der Firmenpleite, der drohenden völligen Selbstaufgabe ganz zu schweigen.
So sollte es für viele, viele Jahre weitergehen! Keine neue Liebe half, kein Restart in der Firma. Nichts, das ich unternahm, konnte etwas an der Situation und an dem Loch in meinem Herzen ändern.
Doch noch immer hatte mir das böse Leben offenbar nicht genug Tritte in den Magen gegeben. Jahre später sahen wir uns wieder. Ich war eigentlich weitgehend drüber weg, besser gesagt, ich hatte mich halbwegs damit arrangiert. "Sie wird eben jemanden gefunden haben, der besser ist, der besser zu ihr passt, den sie mehr liebt. So ist es nun einmal." Dachte ich, noch immer traurig und verzweifelt.
Wie gesagt: Jahre später sahen wir uns zufällig wieder. Und dann über zwei Monate fast regelmäßig. Eine Flamme flammte auf. Und dieses Mal nicht nur in mir. Sondern auch in ihr. Sie hatte zwar einen Partner, doch ich erfuhr, dass es keineswegs Liebe war, die sie von mir wegzog - es war viel eher Angst, die sie von mir abhielt und es noch immer tat. Angst, verlieren zu können, was man eigentlich "zu sehr" liebt (siehe MindSnippet 107 "Kein Weg nach Hause").
Meine Ohnmacht war auf ihrem Höhepunkt! Wenn selbst Liebe nicht dazu führen kann, dass man zueinander findet, was denn bitteschön dann? Gott oder das Leben hatte die Mission vollendet: Es zeigte mir den ewigen Kampf zwischen Liebe und Angst! Die wahren "Gegenpole", die wahren Antagonisten. Wo Angst ist kann keine Liebe sein. Und Liebe ist nun einmal eine Entscheidung. Wer sich für die Angst entscheidet, wird Liebe niemals erfahren, sondern immer nur in ihrem kalten, finsteren Schatten ein Leben emotionaler Verkümmerung fristen.
Als ich 12 war fühlte ich mich bereits reif für die Liebe. Ich war wirklich extrem frühreif. Das sagte meine Mutter immer. Und ich dachte, das Leben würde mir nun auch bald Liebe geben. Das war ein Irrtum. Das Leben gab mir keine Liebe. Aber es gab mir eine Ausbildung in Sachen Liebe.
Gerade durch das Fehlen, durch die ewige Sehnsucht, durch das lebenslange Idealisieren von Liebe lernte ich sie in ihrer viel umfassenderen Bedeutung kennen. Ich konnte mich niemals ausruhen. Stets war ich weiter auf der Suche nach der Vollkommenheit bezüglich Liebe.
Dann begriff ich irgendwann, dass dieser enorme Schmerz, dieses Nichtfindendürfen einer glücklichen Liebe genau genommen mein größtes Glück war. Denn anstatt "einfach nur" einer Beziehung fand ich so viel mehr.
Und von genau diesem "Mehr" handeln die Bücher. Darum geht es in meinem Coaching. Und dieses Mehr ist die Kraft, die sogar das ganz reale Projekt kreiert. Wandelt man auf diesen Pfaden, wird man ein Profi im "mentalen Aikido". So nenne ich in Teil 3 die Technik, wie man die Kraft des Angreifers (Angst, Sehnsucht, Hass, Wut, Trauer, ...) 1:1 in etwas Gutes umwandeln kann. Tatsächlich gibt es nichts "Böses", das dir widerfahren könnte. Es gibt nur eine falsche, eine wenig effiziente oder sogar selbstzerstörerische Art, wie du damit umgehst - so wie ich jahrelang.
Ich zeige dir gerne, wie echte Transformation gelingt. Wie du mentales Aikido erlernst. Wie du von Schmerz zu Glück und Erfüllung findest. Wer weiß, vielleicht sogar zu Erleuchtung. In Sachen Liebe wirst du Quantensprünge erfahren, denn sie ist so viel mehr, als die meisten von uns auch nur erahnen können.
Dies ist meine Kurzform meiner Biografie. Das war mein "Transformator". Lass mich dir zeigen, dass dein Schmerz genau dafür gut ist, endlich einen viel glücklicheren, angekommeneren Menschen aus dir zu machen. Krankheit (wovon ich auch ein Lied singen kann), Verlust, ... Schmerzen jeglicher Art beinhalten stets eine ganz große Macht, Kraft und Chance: Transformation.
Nutzt du diese Kraft, macht sie dich zu einem gesunden, freien, selbstbewussten, angekommenen und liebesfähigen Menschen. Nutzt du sie nicht - geschieht das Gegenteil ... Es liegt an dir: Machst du den Schmerz zu deinem Lehrmeister oder zu deinem Henker? Du alleine entscheidest!
Und last but not least - wenn du das Wesen der Liebe dann wesentlich besser erkennen kannst, wirst du auch verstehen, weshalb all dies unausweichlich zur Rettung der Welt, zur Reparatur der Zukunft führt. Vertraue mir!
Ob meine damalige Liebe heute noch oder wieder in meinem Leben ist? Ob ich ihr jemals sagen konnte, wie dankbar ich ihr bin? Ob ich sie noch immer liebe, auf eine noch größere Art und Weise? Ob sie verstanden hat, dass die Bücher, in denen sie eine große und wichtige Rolle spielt, der größte Liebesbeweis und das größte Dankeschön sind, den ein Mensch einem anderen Menschen überhaupt nur machen kann?
Oder gibt es keinen Kontakt mehr, weil sie wieder einmal Angst hat, die Bücher als Unverschämtheit empfindet und am liebsten so tun würde, als wären wir uns niemals begegnet? Und wenn dem so wäre, wie viel mentales Aikido bräuchte ich dann heute, um auch das wieder nicht nur verkraften zu können, sondern das Gute darin zu sehen und Kraft daraus zu gewinnen, selbst wenn es mir anders lieber wäre?
All diese Fragen klärt Teil 3 der Trilogie ... Und für deine Fragen und Schmerzen, machen wir auch dich zum mentalen Aikido Fighter! Melde dich bei mir! Oder hast du Angst?
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber:
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Liebeskummer - Sehnsucht - Verlust - Depression - Vermissen - Transformation - NeuesDenken
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Liebeskummer - Sehnsucht - Verlust - Depression - Vermissen - Transformation - NeuesDenken
gelesen markieren 

Co-Abhängigkeit: Leiden unter den Kompensationshandlungen anderer
#273 • Hans Arndt •
6:51 min
6:51 min "Wir sind die Sklaven von dem, was uns nicht glücklich macht." (Hans Arndt)
Co-Abhängigkeit ist inzwischen vielen ein Begriff. Oft denken wir dabei an einen Lebenspartner, der beispielsweise Alkoholiker ist und von dem wir uns einfach ...
mehr
nicht trennen können. Oft leisten die Co-Abhängigen dem Süchtigen dann noch eine zwar gut gemeinte aber völlig kontraproduktive "Hilfe" dadurch, dass sie ihrem Partner direkt Schnaps vom Einkauf mitbringen, ihn vor Freunden und Chef decken, indem sie für ihn lügen und ganz allgemein: Indem sie bei ihm bleiben! Denn die beste Hilfe für einen unbelehrbaren Kompensationspraktizierenden bzw. erkenntnisresistenten Jammerlappen ist es, ihn oder sie fallenzulassen.
Ich darf Jammerlappen sagen. Und zwar, weil ich selbst einer war. Selbstmitleid war für eine Weile mein zweiter Vorname und meine Rechtfertigung für eine Zeitlang zu viel Alkohol, für Zigaretten oder auch "nur" für eine Phase der Prokrastination: Stieres Herumsitzen und wie gelähmt sein, den Job wie ein Zombie erledigen. Ansonsten nichts tun. Und eben auch nichts anpacken. Vor allen Dingen: Nichts verändern! Und das geht ganz hervorragend, solange man gar nichts verändern MUSS.
"Es klappt doch alles bestens: Noch bin ich gesund genug, meine Olle besorgt mir den Stoff, wenn ich entweder unerträglich bin oder ganz schlimm leide, sie lässt mich nicht alleine und wenn ich sage, dass ich Sex will, macht sie sogar das noch! Entweder aus Mitleid oder weil sie Angst hat. Angst mich zu verlieren oder dass ich böse werde." So oder so ähnlich läuft es häufig ab. Das klappt ganz hervorragend, wenn man eine ebenfalls schwache Person zum Partner hat. Eben eine Co-abhängige.
Als wäre das nicht tragisch genug, glauben viele Co-Abhängige auch recht bald, dass sie gebraucht werden, wichtig sind, einen wahren Märtyrerdienst leisten - beinahe wie Mutter Teresa. Das müssen sie sich auch sagen: Denn nur so befreien sie sich von jeglichem schlechten Gewissen, weil sie nicht mutig das wirklich Richtige tun. So wird aus Schwäche auf einmal Stärke.
Zwei Menschen, die sich selbst was in die Tasche lügen. So gesehen, passen sie bestens zueinander. Das Gesetz der Resonanz hat sie zusammengeführt. Nicht weil sie fertige Liebesfähige gewesen waren. Sondern damit sie es miteinander (besser: aneinander) werden können. Entweder damit beide was daraus lernen oder zumindest der Klügere, Stärkere und Mutigere von beiden. Angepackt wird aber meist erst, wenn der Leidensdruck groß genug ist oder man selbst schwer krank wird - oder eben niemals. Es liegt einzig an einem selbst. Siehe dazu Instant Inspiration Nr.65, Link unten.
Ich bin hart, ich weiß. Aber in diesen Momenten erkenne ich ziemlich klar immer mal wieder den Grund, warum ich selbst durch so manche Hölle musste: Credibility. Glaubwürdigkeit. Was ich geschafft habe, schaffen andere auch. Definitiv! Sie brauchen vielleicht einfach nur die richtige Hilfe (siehe Coaching-Link unten). Und dann erkennen auch sie: "Irgendwie war es im Nachhinein ganz okay, dass ich diese Phase hatte, denn heute gehe ich stärker und reifer daraus hervor." - Vielleicht kannst du vom Opfer sogar zum Helfer werden! Man muss es nur wollen, die Eier dazu haben oder sie entwickeln. Anpacken. Etwas tun! Den Arsch hochkriegen!
Der Co-Abhängige leidet unter den Kompensationshandlungen eines anderen. Das Muster ist immer das gleiche: Person A hat ein Problem. Ängste, Sehnsüchte, Komplexe, posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), unverarbeitete Kindheitserlebnisse, ... Was auch immer es ist: Es ist unerträglich auf der Gefühlsebene. Doch anstatt sich diesen Problemen mutig zu stellen und die vielleicht größte Herausforderung seines Lebens anzunehmen, wird lieber ein einfacherer Weg gewählt (siehe
Snippet #176). Beispielsweise Saufen. Eine feige Entscheidung. Eine Weichei-Entscheidung.
Daher sage ich "Jammerlappen". Diesen Ausdruck benutzte übrigens mein psychologischer MPU Berater für mich, als wir über meine Jugend sprachen. Autsch! Das tat weh. Gut so! Heute habe ich meinen Führerschein wieder und bin seit vielen Jahren total vom Alkohol weg. Ohne ihn eine Sekunde zu vermissen (das liegt aber mehr an den Drei Erinnerungen als an der MPU Vorbereitung. Sie ermöglichten mir auch, problemlos meine Nikotinsucht gleich mit zu beenden. Von jetzt auf gleich).
Person B (der/die Co-Abhängige) wiederum hat ihrerseits so ihre Vermeidungsstrategien. Sie möchte ebenfalls Schmerzen und Ängste vermeiden. Beispielsweise Trennungsschmerz, die Angst vor dem Wieder-Alleinsein. Daher kann sie ihren Partner erstens ziemlich gut verstehen und zweitens auch den gleichen Fehler machen wie er. Nur weil Person B nicht auch zum selben Kompensations-Mittelchen greift wie ihr Partner, heißt das nicht, dass sie ein weniger großes Problem hätte oder weniger abhängig sei.
Es gibt nämlich viele andere Formen von Abhängigkeit und vor allen Dingen von Kompensationshandlungen (oder Ersatzhandlungen, Fluchtmechanismen, Vermeidungstaktiken, Vermeidungsstrategien, ... wir brauchen offenbar viele Namen dafür).
Die ganze Welt ist voll von diesen "Strategen" und es dürfte kaum einen Menschen geben, der keine Ausweichhandlungen anwendet. Auch ich selbst! Die entscheidenden Fragen sind aber: Wie sehr dominieren sie dein Leben und blockieren dein weiteres Vorankommen? Wie ehrlich erkennst du sie? Wie mutig schaust du in deinen Seelenspiegel? Und wie engagiert bist du, diese so gut es geht aufzulösen? Oder machst du einfach weiterhin Tag für Tag den gleichen Fehler? (Was Einstein wohl dazu sagt?
Snippet #71)
Ich will wirklich nicht, dass es wie Jammern oder pubertäres "meine Jugend war härter als deine Jugend" Gebattle klingt. Aber das Leben hat mir diesbezüglich nichts geschenkt. Ich wurde buchstäblich gezwungen, eine Kompensationshandlung nach der anderen zunächst zu erkennen und dann aufzulösen. Das war sehr oft ziemlich hart. MPU und Abstinenz waren nur eine von vielen Stationen der Transformation gewesen. Und nicht einmal die härteste.
Denn auch jetzt aktuell (2024), habe ich eine neue Baustelle dieser Art angepackt. Diese dominiert oder beeinflusst mein Leben zwar bei Weitem nicht so stark wie Alkohol oder ein falscher Partner, doch mich stört es! Jetzt, da ich verstanden habe, dass man Kompensationshandlungen a) grundsätzlich auflösen kann (mit der helfenden Philosophie) und b) ebenso grundsätzlich auflösen muss, wenn man weiter kommen und glücklich werden bzw. bleiben will.
Das ist ein spirituelles Gesetz. So geschieht Reifung, spirituelle Evolution. Man muss es nicht tun. Wir haben einen freien Willen bekommen. Erwarte dann aber auch nicht zwingend Verbesserungen in deinem Leben. Was dich nicht herausfordert, verändert dich (und dein Leben) auch nicht: siehe
Snippet #255
Wichtig: Ich bin nicht etwa herzlos! Ich verstehe schon, dass man eine geliebte Person nicht so einfach fallen lassen kann oder will. Das ist auch absolut gut so und nichts ist ekelhafter als unsere Wegwerfgesellschaft, die womöglich auch einen Menschen viel zu schnell "wegwerfen und austauschen" würde. Doch es ist wichtig, den Zeitpunkt nicht zu verpassen, an dem es schlicht und ergreifend genug ist. Es gibt diesen Moment, an dem es für euch BEIDE das Beste ist und auch die beste Chance auf Heilung bedeutet, wenn man loslässt. Ich weiß wovon ich spreche! Ich kann dir im Coaching mehr darüber erzählen bei Bedarf.
Wenn du dich aus der Co-Abhängigkeit befreit hast, hast du Enormes geleistet. Nicht nur, dass du freier geworden bist. Du bist auch stärker, klüger, weiser, reifer und mutiger geworden. Und was dann passiert, setzt sogar noch einen drauf. Denn du wirst dir möglicherweise in etwa das Folgende sagen:
"Jetzt, da ich MEINE Kompensationshandlung besiegt habe, nämlich Abhängigkeit oder Co-Abhängigkeit, möchte ich mich auch lieber mit Menschen umgeben, die ihrerseits nicht mit ihrem Verdrängen nerven. Mit Menschen, die ebenso ehrlich zu sich selbst sind." Denn jeder, der sich selbst was in die Tasche lügt, lügt (unabsichtlich) auch dich an. Das ist anstrengend, wenn du die Vermeidungstaktik des anderen eigentlich durchschaut hast, er aber nichts davon wissen will. Ich komme mit solchen Menschen nicht mehr klar. Derartige Kontakte sind eine Farce, ein Theaterstück.
An deinem Partner hast du erkannt, dass eine Beziehung mit Kompensationshandlungen extrem belastend und blockierend sein kann. Diese Tatsache macht aber vor Freunden, Kollegen und Chefs nicht auf einmal Halt. Daher schraubst du deine Ansprüche an dein gesamtes Umfeld hoch. Warum? Weil du dir sagst, was hilft es, wenn du dich von Süchten und (Co-)Abhängigkeiten befreit hast, wenn du aufgehört hast mit Kompensationshandlungen und damit, dir selbst etwas vorzumachen und du dann aber noch immer unter den Verdrängungsmechanismen bzw. Kompensationshandlungen der anderen leidest?
Ich nenne kurz ein paar Beispiele hierfür:
Vor ein paar Jahren traf ich eine alte Freundin wieder, in die ich damals extrem verliebt war. Ich fand sie noch / wieder super. Und auch in ihr keimten endlich Gefühle auf. Doch sie befand sich zu der Zeit bereits in eben jener Co-Abhängigkeit, die sie letztlich bei ihrem abhängigen Partner bleiben ließ. Geht es ihr heute gut? Naja ... Da sie auch nach mehrmaligem guten Zureden stur in ihrer Co-Abhängigkeit verharren "wollte", ließ ich sie los. Sie hätte mich sonst nur aufgehalten.
Dieses Jahr beendete ich eine 11-jährige Freundschaft mit einer Frau. Wir empfanden viel füreinander. Sie fühlte sich bei mir wohl. "Mir fehlt nichts bei dir". Und auch: "Bei dir kann ich so sein wie ich bin, aber das sind für mich eben nur Freunde." Für sie musste ein Partner jemand sein, vor dem sie Angst hat! Das muss man sich mal vorstellen!
Prägung. So hatte sie es mal auf traumatische Weise durchlebt und erfahren. Männlichkeit und "Liebe" hatten sich von da an genau so anzufühlen. Doch statt diese Prägung, dieses Mindset aufzulösen, suchte sie sich lieber einen Proleten nach dem anderen zum Freund. Richtig schöne Typen zum Angsthaben.
Geklappt hat das natürlich nie. Glücklich wurde sie mit keinem. Machte sie das irgendwann klüger? Nein. Anstatt die Prägung aufzulösen, blieb sie wie ein Alkoholiker stets weiter ihrem "Stoff" treu - in ihrem Fall Partnerschaften, die sie ablenken konnten, die aber ebenso "tödlich" sein können wie Suchtmittel. Schließlich fand sie einen, der alle bisherigen Assis sogar noch toppte. Diesmal ging es schon (fast) in Richtung Psychopath.
Ich war viele Jahre für sie da. "Coachte" sie so gut ich konnte. Gratis natürlich. Ich hatte Geduld, hörte ihr viel zu. Egal wie oft sich alles wiederholte. Mein "Coaching" (oder Freundsein) konnte jedoch nicht fruchten. Denn obwohl sie so viel in mir fand, triggerte ich sie nicht als Mann, da sie mir gegenüber keine Angst empfand. Keine Angst = kein Mann = keine romantischen Gefühle = keine Wertschätzung = keine Offenheit = "Was du sagst klingt nett, ich werte es aber gering".
Nur der, der dich liebt und / oder sehr respektiert ist für dich erreichbar. Ein Satz dieses narzisstischen, egomanen Holzfällers wiegte mehr als ein ganzes Buch von mir. Für sie.
Ich ließ sie nach elf Jahren gehen. Denn mit mir hatte sie einen Mülleimer (
Snippet #268), der sie regelmäßig entlastete. Ohne Last kein Leid. Ohne Leid kein Leidensdruck. Ohne Leidensdruck kein Handlungsbedarf. Ohne Handlung keine Veränderung. Ohne Veränderung keine Heilung. Wenn sie jemals frei und gesund werden will - dann am ehesten jetzt, wo sie einen guten Freund weniger hat, der ihren Müll entsorgt. Der kompensierte. Bisher.
Der Punkt war erreicht, an dem Loslassen und Aufgeben die letzte und beste Chance auf Heilung ist. Für mich. Und für sie. Wenn sie je aufwachen wird, dann jetzt. Oder eben nie.
Wenn du deine Selbstlügen, deine Fluchtmechanismen mutig beseitigt hast, erwartest du das auch zunehmend von deinem Umfeld. In der Folge hast du mehr und mehr seelisch gesündere, reifere, erwachsenere und vor allem: liebesfähigere Menschen um dich herum.
Ich werde das weiter so machen. Wer sich selbst stets etwas vormachen will, soll es tun. Mir jedoch etwas vorzumachen und zu verlangen, dass ich bei dem Theaterstück mitspiele: Nein. Egal ob es Freunde, Partnerin oder der Job/Chef ist. Ein Umfeld voller Verdränger ist toxisch. Denn die negative Energie, die der Verdränger verdrängen möchte, drängt sich unweigerlich seinem Umfeld auf. Das mache ich nicht mehr mit.
Wenn du es auch nicht weiter mitmachen möchtest - lass uns reden!
Co-Abhängigkeit ist inzwischen vielen ein Begriff. Oft denken wir dabei an einen Lebenspartner, der beispielsweise Alkoholiker ist und von dem wir uns einfach ...
nicht trennen können. Oft leisten die Co-Abhängigen dem Süchtigen dann noch eine zwar gut gemeinte aber völlig kontraproduktive "Hilfe" dadurch, dass sie ihrem Partner direkt Schnaps vom Einkauf mitbringen, ihn vor Freunden und Chef decken, indem sie für ihn lügen und ganz allgemein: Indem sie bei ihm bleiben! Denn die beste Hilfe für einen unbelehrbaren Kompensationspraktizierenden bzw. erkenntnisresistenten Jammerlappen ist es, ihn oder sie fallenzulassen.
Ich darf Jammerlappen sagen. Und zwar, weil ich selbst einer war. Selbstmitleid war für eine Weile mein zweiter Vorname und meine Rechtfertigung für eine Zeitlang zu viel Alkohol, für Zigaretten oder auch "nur" für eine Phase der Prokrastination: Stieres Herumsitzen und wie gelähmt sein, den Job wie ein Zombie erledigen. Ansonsten nichts tun. Und eben auch nichts anpacken. Vor allen Dingen: Nichts verändern! Und das geht ganz hervorragend, solange man gar nichts verändern MUSS.
"Es klappt doch alles bestens: Noch bin ich gesund genug, meine Olle besorgt mir den Stoff, wenn ich entweder unerträglich bin oder ganz schlimm leide, sie lässt mich nicht alleine und wenn ich sage, dass ich Sex will, macht sie sogar das noch! Entweder aus Mitleid oder weil sie Angst hat. Angst mich zu verlieren oder dass ich böse werde." So oder so ähnlich läuft es häufig ab. Das klappt ganz hervorragend, wenn man eine ebenfalls schwache Person zum Partner hat. Eben eine Co-abhängige.
Als wäre das nicht tragisch genug, glauben viele Co-Abhängige auch recht bald, dass sie gebraucht werden, wichtig sind, einen wahren Märtyrerdienst leisten - beinahe wie Mutter Teresa. Das müssen sie sich auch sagen: Denn nur so befreien sie sich von jeglichem schlechten Gewissen, weil sie nicht mutig das wirklich Richtige tun. So wird aus Schwäche auf einmal Stärke.
Zwei Menschen, die sich selbst was in die Tasche lügen. So gesehen, passen sie bestens zueinander. Das Gesetz der Resonanz hat sie zusammengeführt. Nicht weil sie fertige Liebesfähige gewesen waren. Sondern damit sie es miteinander (besser: aneinander) werden können. Entweder damit beide was daraus lernen oder zumindest der Klügere, Stärkere und Mutigere von beiden. Angepackt wird aber meist erst, wenn der Leidensdruck groß genug ist oder man selbst schwer krank wird - oder eben niemals. Es liegt einzig an einem selbst. Siehe dazu Instant Inspiration Nr.65, Link unten.
Ich bin hart, ich weiß. Aber in diesen Momenten erkenne ich ziemlich klar immer mal wieder den Grund, warum ich selbst durch so manche Hölle musste: Credibility. Glaubwürdigkeit. Was ich geschafft habe, schaffen andere auch. Definitiv! Sie brauchen vielleicht einfach nur die richtige Hilfe (siehe Coaching-Link unten). Und dann erkennen auch sie: "Irgendwie war es im Nachhinein ganz okay, dass ich diese Phase hatte, denn heute gehe ich stärker und reifer daraus hervor." - Vielleicht kannst du vom Opfer sogar zum Helfer werden! Man muss es nur wollen, die Eier dazu haben oder sie entwickeln. Anpacken. Etwas tun! Den Arsch hochkriegen!
Der Co-Abhängige leidet unter den Kompensationshandlungen eines anderen. Das Muster ist immer das gleiche: Person A hat ein Problem. Ängste, Sehnsüchte, Komplexe, posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), unverarbeitete Kindheitserlebnisse, ... Was auch immer es ist: Es ist unerträglich auf der Gefühlsebene. Doch anstatt sich diesen Problemen mutig zu stellen und die vielleicht größte Herausforderung seines Lebens anzunehmen, wird lieber ein einfacherer Weg gewählt (siehe
Snippet #176). Beispielsweise Saufen. Eine feige Entscheidung. Eine Weichei-Entscheidung.Daher sage ich "Jammerlappen". Diesen Ausdruck benutzte übrigens mein psychologischer MPU Berater für mich, als wir über meine Jugend sprachen. Autsch! Das tat weh. Gut so! Heute habe ich meinen Führerschein wieder und bin seit vielen Jahren total vom Alkohol weg. Ohne ihn eine Sekunde zu vermissen (das liegt aber mehr an den Drei Erinnerungen als an der MPU Vorbereitung. Sie ermöglichten mir auch, problemlos meine Nikotinsucht gleich mit zu beenden. Von jetzt auf gleich).
Person B (der/die Co-Abhängige) wiederum hat ihrerseits so ihre Vermeidungsstrategien. Sie möchte ebenfalls Schmerzen und Ängste vermeiden. Beispielsweise Trennungsschmerz, die Angst vor dem Wieder-Alleinsein. Daher kann sie ihren Partner erstens ziemlich gut verstehen und zweitens auch den gleichen Fehler machen wie er. Nur weil Person B nicht auch zum selben Kompensations-Mittelchen greift wie ihr Partner, heißt das nicht, dass sie ein weniger großes Problem hätte oder weniger abhängig sei.
Es gibt nämlich viele andere Formen von Abhängigkeit und vor allen Dingen von Kompensationshandlungen (oder Ersatzhandlungen, Fluchtmechanismen, Vermeidungstaktiken, Vermeidungsstrategien, ... wir brauchen offenbar viele Namen dafür).
Die ganze Welt ist voll von diesen "Strategen" und es dürfte kaum einen Menschen geben, der keine Ausweichhandlungen anwendet. Auch ich selbst! Die entscheidenden Fragen sind aber: Wie sehr dominieren sie dein Leben und blockieren dein weiteres Vorankommen? Wie ehrlich erkennst du sie? Wie mutig schaust du in deinen Seelenspiegel? Und wie engagiert bist du, diese so gut es geht aufzulösen? Oder machst du einfach weiterhin Tag für Tag den gleichen Fehler? (Was Einstein wohl dazu sagt?
Snippet #71)Ich will wirklich nicht, dass es wie Jammern oder pubertäres "meine Jugend war härter als deine Jugend" Gebattle klingt. Aber das Leben hat mir diesbezüglich nichts geschenkt. Ich wurde buchstäblich gezwungen, eine Kompensationshandlung nach der anderen zunächst zu erkennen und dann aufzulösen. Das war sehr oft ziemlich hart. MPU und Abstinenz waren nur eine von vielen Stationen der Transformation gewesen. Und nicht einmal die härteste.
Denn auch jetzt aktuell (2024), habe ich eine neue Baustelle dieser Art angepackt. Diese dominiert oder beeinflusst mein Leben zwar bei Weitem nicht so stark wie Alkohol oder ein falscher Partner, doch mich stört es! Jetzt, da ich verstanden habe, dass man Kompensationshandlungen a) grundsätzlich auflösen kann (mit der helfenden Philosophie) und b) ebenso grundsätzlich auflösen muss, wenn man weiter kommen und glücklich werden bzw. bleiben will.
Das ist ein spirituelles Gesetz. So geschieht Reifung, spirituelle Evolution. Man muss es nicht tun. Wir haben einen freien Willen bekommen. Erwarte dann aber auch nicht zwingend Verbesserungen in deinem Leben. Was dich nicht herausfordert, verändert dich (und dein Leben) auch nicht: siehe
Snippet #255Wichtig: Ich bin nicht etwa herzlos! Ich verstehe schon, dass man eine geliebte Person nicht so einfach fallen lassen kann oder will. Das ist auch absolut gut so und nichts ist ekelhafter als unsere Wegwerfgesellschaft, die womöglich auch einen Menschen viel zu schnell "wegwerfen und austauschen" würde. Doch es ist wichtig, den Zeitpunkt nicht zu verpassen, an dem es schlicht und ergreifend genug ist. Es gibt diesen Moment, an dem es für euch BEIDE das Beste ist und auch die beste Chance auf Heilung bedeutet, wenn man loslässt. Ich weiß wovon ich spreche! Ich kann dir im Coaching mehr darüber erzählen bei Bedarf.
Wenn du dich aus der Co-Abhängigkeit befreit hast, hast du Enormes geleistet. Nicht nur, dass du freier geworden bist. Du bist auch stärker, klüger, weiser, reifer und mutiger geworden. Und was dann passiert, setzt sogar noch einen drauf. Denn du wirst dir möglicherweise in etwa das Folgende sagen:
"Jetzt, da ich MEINE Kompensationshandlung besiegt habe, nämlich Abhängigkeit oder Co-Abhängigkeit, möchte ich mich auch lieber mit Menschen umgeben, die ihrerseits nicht mit ihrem Verdrängen nerven. Mit Menschen, die ebenso ehrlich zu sich selbst sind." Denn jeder, der sich selbst was in die Tasche lügt, lügt (unabsichtlich) auch dich an. Das ist anstrengend, wenn du die Vermeidungstaktik des anderen eigentlich durchschaut hast, er aber nichts davon wissen will. Ich komme mit solchen Menschen nicht mehr klar. Derartige Kontakte sind eine Farce, ein Theaterstück.
An deinem Partner hast du erkannt, dass eine Beziehung mit Kompensationshandlungen extrem belastend und blockierend sein kann. Diese Tatsache macht aber vor Freunden, Kollegen und Chefs nicht auf einmal Halt. Daher schraubst du deine Ansprüche an dein gesamtes Umfeld hoch. Warum? Weil du dir sagst, was hilft es, wenn du dich von Süchten und (Co-)Abhängigkeiten befreit hast, wenn du aufgehört hast mit Kompensationshandlungen und damit, dir selbst etwas vorzumachen und du dann aber noch immer unter den Verdrängungsmechanismen bzw. Kompensationshandlungen der anderen leidest?
Ich nenne kurz ein paar Beispiele hierfür:
Vor ein paar Jahren traf ich eine alte Freundin wieder, in die ich damals extrem verliebt war. Ich fand sie noch / wieder super. Und auch in ihr keimten endlich Gefühle auf. Doch sie befand sich zu der Zeit bereits in eben jener Co-Abhängigkeit, die sie letztlich bei ihrem abhängigen Partner bleiben ließ. Geht es ihr heute gut? Naja ... Da sie auch nach mehrmaligem guten Zureden stur in ihrer Co-Abhängigkeit verharren "wollte", ließ ich sie los. Sie hätte mich sonst nur aufgehalten.
Dieses Jahr beendete ich eine 11-jährige Freundschaft mit einer Frau. Wir empfanden viel füreinander. Sie fühlte sich bei mir wohl. "Mir fehlt nichts bei dir". Und auch: "Bei dir kann ich so sein wie ich bin, aber das sind für mich eben nur Freunde." Für sie musste ein Partner jemand sein, vor dem sie Angst hat! Das muss man sich mal vorstellen!
Prägung. So hatte sie es mal auf traumatische Weise durchlebt und erfahren. Männlichkeit und "Liebe" hatten sich von da an genau so anzufühlen. Doch statt diese Prägung, dieses Mindset aufzulösen, suchte sie sich lieber einen Proleten nach dem anderen zum Freund. Richtig schöne Typen zum Angsthaben.
Geklappt hat das natürlich nie. Glücklich wurde sie mit keinem. Machte sie das irgendwann klüger? Nein. Anstatt die Prägung aufzulösen, blieb sie wie ein Alkoholiker stets weiter ihrem "Stoff" treu - in ihrem Fall Partnerschaften, die sie ablenken konnten, die aber ebenso "tödlich" sein können wie Suchtmittel. Schließlich fand sie einen, der alle bisherigen Assis sogar noch toppte. Diesmal ging es schon (fast) in Richtung Psychopath.
Ich war viele Jahre für sie da. "Coachte" sie so gut ich konnte. Gratis natürlich. Ich hatte Geduld, hörte ihr viel zu. Egal wie oft sich alles wiederholte. Mein "Coaching" (oder Freundsein) konnte jedoch nicht fruchten. Denn obwohl sie so viel in mir fand, triggerte ich sie nicht als Mann, da sie mir gegenüber keine Angst empfand. Keine Angst = kein Mann = keine romantischen Gefühle = keine Wertschätzung = keine Offenheit = "Was du sagst klingt nett, ich werte es aber gering".
Nur der, der dich liebt und / oder sehr respektiert ist für dich erreichbar. Ein Satz dieses narzisstischen, egomanen Holzfällers wiegte mehr als ein ganzes Buch von mir. Für sie.
Ich ließ sie nach elf Jahren gehen. Denn mit mir hatte sie einen Mülleimer (
Snippet #268), der sie regelmäßig entlastete. Ohne Last kein Leid. Ohne Leid kein Leidensdruck. Ohne Leidensdruck kein Handlungsbedarf. Ohne Handlung keine Veränderung. Ohne Veränderung keine Heilung. Wenn sie jemals frei und gesund werden will - dann am ehesten jetzt, wo sie einen guten Freund weniger hat, der ihren Müll entsorgt. Der kompensierte. Bisher.Der Punkt war erreicht, an dem Loslassen und Aufgeben die letzte und beste Chance auf Heilung ist. Für mich. Und für sie. Wenn sie je aufwachen wird, dann jetzt. Oder eben nie.
Wenn du deine Selbstlügen, deine Fluchtmechanismen mutig beseitigt hast, erwartest du das auch zunehmend von deinem Umfeld. In der Folge hast du mehr und mehr seelisch gesündere, reifere, erwachsenere und vor allem: liebesfähigere Menschen um dich herum.
Ich werde das weiter so machen. Wer sich selbst stets etwas vormachen will, soll es tun. Mir jedoch etwas vorzumachen und zu verlangen, dass ich bei dem Theaterstück mitspiele: Nein. Egal ob es Freunde, Partnerin oder der Job/Chef ist. Ein Umfeld voller Verdränger ist toxisch. Denn die negative Energie, die der Verdränger verdrängen möchte, drängt sich unweigerlich seinem Umfeld auf. Das mache ich nicht mehr mit.
Wenn du es auch nicht weiter mitmachen möchtest - lass uns reden!
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Hans Arndt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Abhängigkeit - Sucht - Co-Abhängigkeit - Selbstbetrug - Transformation - Entwicklung - Glück - Prägung
Hans Arndt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Abhängigkeit - Sucht - Co-Abhängigkeit - Selbstbetrug - Transformation - Entwicklung - Glück - Prägung
gelesen markieren 

Distanz und Nähe
#225 • Annette Andersen •
2:58 min
2:58 min
Du kennst es sicher auch, dass man erst dann so richtig weiß, was man am anderen hatte, wenn er oder sie weg ist. Das Vermissen macht ...
einen oft überdeutlich, welches Wesen der andere hat. Was vorher eine Selbstverständlichkeit war und irgendwie so übergangslos in den Alltag integriert war, fehlt auf einmal und an der Kontur dieses Loches im Herzen wird einem bewusst, was man am anderen eigentlich hatte.
Von Knorkator gibt es ein sehr schönes Lied, in dem dieses Motiv kurz vorkommt "Dieses Loch in meinem Herzen, sieht genauso aus wie du ...", singt Stumpen - Siehe YouTube Link unten. Das hörte ich mal sehr oft, als ich eben so eine ganz bestimmte Menschin ziemlich übel vermisste ...
Doch ich möchte auf etwas anderes hinaus. Als ich 12 war, war ich eigentlich total bereit für die Liebe. Natürlich wäre es eine gewisse kindliche Liebe gewesen und Viele sind in dem Alter das erste Mal so richtig verliebt. Doch heute, einige Jahrzehnte später, erkenne ich: In den Grundzügen habe ich die Liebe damals tatsächlich schon auf eine sehr, sehr reife Weise verstanden gehabt. Es gab nur ein Problem: Anstatt einer glücklichen Liebe schenkte mir das Leben etwas anderes: Eine Angststörung!
Nicht Hass ist das Gegenteil von Liebe, sondern Angst (Snippets #169 und #101). Angst hält uns vom Lieben zurück. Angst und Liebe sind angeborene "Fähigkeiten" während wir das Hassen erst erlernen "müssen". Wir beginnen erst dann zu hassen, wenn uns etwas dauerhaft von dem abhält, was wir lieben, mögen oder lieber tun würden. Was auch immer uns vom Glücklichsein, also einem Prozess des Liebens abhält, beginnen wir relativ leicht zu hassen.
Ich wünschte mir Liebe und fand ihr Gegenteil. Wenn es sehr dunkel um dich herum ist, wirst du sehr sensibel für das kleinste Licht. Erst wenn es kalt ist, sehnst du dich wirklich nach Wärme. Erst wenn du kurz vor dem Verdursten bist, weißt du so etwas "Langweiliges" wie ein stilles Wasser wirklich zu schätzen.
Später spielten die Panikattacken nicht mehr diese entscheidende Rolle. Dafür trat etwas anderes in mein Leben. Ein Mädchen, das nur wenige Meter entfernt wohnte. Wir kamen uns auch näher und obwohl sie so viel für mich empfand, dass sie verzweifelte, weinte und mir für eine kurze Zeit sogar hinterherkam, als ich nur wegen ihr wegzog, um mein Leben und mein Herz zu retten, weigerte sie sich stets stur, es auch nur einen Moment miteinander zu probieren. Warum? Das wird ihr Geheimnis bleiben. Ich verstand allerdings eines Tages, weshalb es so geschehen musste.
Das Leben hatte sich etwas vorgenommen und das zog es auch eisern durch: Es bescherte mir eine Sehnsucht nach Liebe, die Viele zwar sicher nachvollziehen können, selbst ganz Ähnliches erleben mussten, doch mit Sicherheit in der Regel nicht in dieser Intensität, Dauer und Häufigkeit.
Während andere allmählich Familien gründeten und ihre Verliebtheit erst zu Liebe, dann zu Gewohnheit, in manchen Fällen zu tiefer Vertrautheit und Verbundenheit aber manchmal auch zu Trennungen führte, betrat ich nie diesen endgültigen Hafen. Erst viel später verstand ich, weshalb all das so geschah.
In meinen Büchern der Erinnerungs-Trilogie (siehe Link unten) erzähle ich (nebenbei) diese Geschichte. Unter anderem auch davon, dass ich mit 12 Jahren bereits wusste, dass ich ein Buch über die Liebe schreiben würde. "Was soll da drin stehen", fragte mein bester Freund. "Ich habe keine Ahnung", antwortete ich.
Ahnung habe ich jetzt. Genau darum ging es. Ich sollte mehr als eine Ahnung davon bekommen. Es sollte mehr als einfach nur ein "Liebesschinken" werden. Zu diesem Zweck entzog sich mir die Liebe ganz persönlich, machte sich rar und mich unvorstellbar sehnsüchtig.
Ich musste sie zunächst schmerzlich vermissen um sie schließlich umso intensiver zu suchen. Und was ich fand, ist weit mehr als die romantische Liebe. Ich fand ihr allumfassendes Wesen, welches die Macht in sich trägt, dein Leben auf ein ganz anderes Fundament zu stellen und sogar die Macht, diesen Planeten zu retten, durch ein deutlich erweitertes Verständnis und Bewusstsein ihres Wesens. Denn noch sind wir als Spezies sehr weit davon entfernt. Zum großen Teil, weil kaum jemand darin die Antworten vermutet, die wir so dringend bräuchten. Das liegt am viel zu einseitigen und schwachen Bild, das wir von ihr haben ...
Es stimmt schon, was Annette Andersen sagte. Auch hier. Die Distanz zur Liebe brachte mich ihr am Ende viel näher, als es ohne diesen harten Weg je geschehen wäre. Im Coaching kann ich dir zeigen, was ich meine und dir zwar nicht jeden Schmerz ersparen, aber doch dabei helfen, ihn so zu kanalisieren, dass er nicht länger dein Henker, sondern dein Lehrmeister werden kann und somit nur so kurz anhalten wird, wie notwendig.
Ich kann dich in deinem Schmerz abholen, ihn erklärbar machen und von einer ganz anderen Seite beleuchten. Du wirst staunen, welche Liebe du womöglich findest und was dabei alles "ans Licht" kommt ...
Eventuell ist auch ein Podcast zu diesem sehr persönlichen Thema geplant. Bleib informiert mit den E-Mail Notifications, siehe Link.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Annette Andersen   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Nähe - Distanz - Hass - Liebe - Angst - Leid - Sehnsucht
Annette Andersen   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Nähe - Distanz - Hass - Liebe - Angst - Leid - Sehnsucht
gelesen markieren 

Einsames Herzensfeuer
#284 • Vincent van Gogh •
3:23 min
3:23 min
Kennst du diese Form von Liebe, Sehnsucht und Einsamkeit, die van Gogh hier beschreibt? Es ist ...
eine gebende Liebe. Eine aus Überfluss. Keine primär nehmende, etwa aus Mangel. Ihm ist warm genug, er braucht nichts - außer jemanden, der mit ihm das Feuer genießt.
Ein Feuer in der Seele spricht für eine schier unerträglich starke Energie und Kraft, fast schon verzehrend viel. Ich glaube, die nehmende Form von Sehnsucht ist vielen Menschen heute vertrauter als die gebende. Überfließende, teilen wollende Herzen sind selten geworden. Verlangende (oder bedürftige?) werden dafür immer mehr - und die Gesellschaft somit immer kälter.
"Geben ist seliger denn nehmen", steht auch in der Apostelgeschichte 20, 35 und spricht dabei ebenso wie van Gogh von einer Seele. Was macht das Geben zu einem seligeren Prozess als das Nehmen?
Was aus dir heraus kommt, entspringt einem Vorgang, der in dir stattfindet. Wenn du jemanden liebst, durchflutet dich die Liebe zu dieser Person - zunächst völlig unabhängig davon, was der oder die Angebetete für dich empfindet. Deine Liebe für ihn oder sie ist unabhängig(!) davon in dir vorhanden. Da wahre Liebe vollkommen ist, ist sie auch niemals von etwas abhängig. Somit auch (zunächst) nicht von der Frage, ob deine Liebe erwidert wird.
Natürlich begehrst du diese Frau oder diesen Mann auch. Wünschst dir, dass du zurück geliebt wirst. Doch fühle genau in dich: Spürst du dabei vor allem den Wunsch, etwas zu geben oder eher das Verlangen, etwas zu erhalten? Das eine geschieht aus Überfluss, aus einem (überreichen) Schatz in dir, eben besagtem Feuer. Das andere aus Mangel und somit aus einer Form von Abhängigkeit.
Snippet #239Als großer Star können dir 100.000 Menschen aus dem Publikum zujubeln, die dich alle heiraten möchten, 1000 Liebesbekundungen von Fans und Followern mögen dich täglich erreichen - wenn die eine Person, die du liebst, nichts von dir will, können die 100.000 Liebenden dein Herz in diesem Moment nicht trösten.
"Nichts von dir wollen" oder "nichts von dir wissen wollen" - Da steckt schon alles drin: Jemand will nichts von dir. Etwa deine Hilfe. Deinen Rat. Deine Umarmungen. Deine tröstende Schulter. Deinen Körper. Deine Küsse. Deine Liebe. Deine Art zu lieben zieht ihn oder sie nicht an. Oder jemand möchte nichts von dir wissen. Nichts über deine Träume, deine Gedanken, deine Meinungen, deine Werte, deine Vergangenheit, ...
Es schmerzt, wenn du etwas zu geben hast, der/die Auserwählte sich dir gegenüber jedoch nicht öffnet. Das warme Feuer ist in dir, dir mangelt es an nichts. Ganz im Gegenteil: Du möchtest diese Freude, diese Kraft, dieses Licht und diese Wärme teilen - doch dein Herzblatt hat keinerlei Interesse daran, mit dir an diesem Feuer zu sitzen.
Eine traurige Szene ist es, die Vincent van Gogh da beschreibt. Ich kenne diese nur zu gut. Schon ein paarmal im Leben habe ich derart geliebt und gebrannt für eine Frau. Vor rund 20 Jahren und zuletzt in den vergangenen Monaten. Es ist schlimm, wenn man dieses Feuer in sich spürt, heiß genug für zwei, und der Mensch, den man damit gerne wärmen würde, wendet sich ab von einem.
Die Frau von vor 20 Jahren inspirierte mich zu meinem ersten Buch "... ist wie ein neues Leben". Und die Lady des letzten Jahres interessierte sich niemals genug für meine Gedanken, als dass sie je etwas gelesen hätte. Und niemals genug für mich, als dass sie sich mir gegenüber wirklich öffnen wollte. Sie wollte nichts von mir. Nichts bekommen. Nichts teilen. Nichts wissen.
Liebe möchte sich verschenken, teilen, weitergeben, vermehren. Sie muss fließen. Das kann sie nur, wenn sie in dir vorhanden ist. Denn nur dann hast du etwas zu geben und nur, wenn du die andere Person liebst, öffnest du dich für den Flow, der wiederum von ihr ausgeht.
Der Grund, warum wir uns wie neu geboren fühlen, wenn wir glücklich verliebt sind, ist der, weil wir mit dem Prozess des Wachstums in der Liebe dem Sinn des Lebens verdammt nah kommen. (Romantik alleine deckt jedoch noch lange nicht das gesamte, Lebenssinn spendende Spektrum der Liebe ab.)
In "... ist wie ein neues Leben" beschreibt Elias in einem Tagebucheintrag aus alten, depressiven Zeiten, dass er sich wie eine volle Batterie fühlt: Eigentlich voller Energie, voller Kraft, voller Überfluss. Bereit zu geben, es fließen zu lassen, etwas mit dieser Kraft anzutreiben und zu bewegen - dem Sinn einer Batterie entsprechend. Doch was geschieht mit einer Batterie, die niemals benutzt wird, die niemals gebraucht wird, die ihre Energie niemals fließen lassen kann, weil einfach niemand sie braucht oder haben will? Sie verätzt sich selbst von innen heraus, sie läuft aus - und ist kaputt.
Wenn du Probleme damit haben solltest, oft eher die nehmende Variante des Liebens erlebt zu haben und das gerne ändern würdest, dann lass uns reden. Dir fehlt womöglich der Zugang zu deiner inneren Quelle, dein inneres Feuer muss entfacht werden. Dann kannst du zum Gebenden werden. Das klingt für heutige Ohren wie ein Verlust. Wie eine Negativbilanz. Aber Geben ist seliger als Nehmen. Und nur so wirst du aufhören abhängig und bedürftig zu sein und anfangen, eine Quelle zu sein, etwa von Wärme und Licht. Wie das Feuer in van Goghs Gedanken.
Es ist dann zwar noch immer nicht garantiert, dass dein Lieblingsmensch sich daran wärmen möchte, aber du kannst nun mal nur dafür sorgen, dass du den Weg nach Hause findest - wenn andere dafür noch blind sind, kannst du daran nichts beschleunigen. Doch deine Abhängigkeit ist dann Gott sei Dank ein Relikt alter Tage. Und das Leben hat dann ziemlich wahrscheinlich etwas viel Besseres für dich in der Mache ...
Urheber d. einleitenden Zitates:
Vincent van Gogh   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Einsamkeit - Alleinsein - Seele - Sinn des Lebens - Sehnsucht
Vincent van Gogh   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Einsamkeit - Alleinsein - Seele - Sinn des Lebens - Sehnsucht
gelesen markieren 

Für eine andere Welt erschaffen
#247 • C. S. Lewis •
1:15 min
1:15 min
Es ist ...
das Bedürfnis nach Wasser, weshalb eine Pflanze ihre Wurzeln ausstreckt. Es ist das Bedürfnis nach Licht und Wärme, welches ihre Blätter Richtung Sonne wachsen lässt. Und es ist eben jene nur schwer zu begreifende Sehnsucht, die sich hier an diesem Ort offenbar nicht (so einfach) stillen lässt, welche dich herausfordert, zu wachsen.
Ich liebte einst eine Frau so abgöttisch, dass ich mich selbst wunderte und sie damit beinahe erdrückte. Sowohl ihr als auch mir war diese Art zu lieben total neu und fremd. Ich machte ihr keineswegs etwa Angst, aber dennoch war sie mit dieser Art Liebe überfordert und suchte lieber nach der einfacheren, der üblicheren Form zu lieben. Sie fand sie auch, denn jene ist hier herrschend.
Ich blieb alleine zurück und konnte nichts anderes tun, als zu erforschen, was es mit diesem unfassbaren Gefühl, ja eher Bewusstseinszustand auf sich hatte. Und auch ich fand.
Was Lewis mit "andere Welt" meint, kann durchaus so etwas wie einen anderen Planeten meinen (siehe
Snippet #201). Es kann aber auch genau dieser Planet gemeint sein, der einfach nur verändert werden müsste, um eine andere Welt, eine neue Erde zu kreieren. Es scheint unmöglich obwohl es nur eine einzige Entscheidung entfernt liegt. Beides stimmt. Es ist kinderleicht und unerreichbar schwierig. Es hängt alles davon ab, was wir priorisieren, wofür wir uns interessieren und letztlich entscheiden. Doch genau deswegen sind wir hier. Lewis schreibt in "Die große Scheidung" etwa: Am Ende wird es nur zwei Arten von Menschen geben: Diejenigen, die zu Gott sagen "Dein Wille geschehe" und diejenigen, zu denen Gott sagt "Dein Wille geschehe!" - Wenn Letzteres für dich attraktiver erscheint, solltest du unbedingt das Buch lesen, sowie mehr über Ego vs. Bewusstsein herausfinden wollen. Zum Beispiel auf dieser Seite.
Und ich zitiere Paul van Dyk / Peter Heppner: "Jetzt können wir haben was wir wollen, aber wollten wir nicht eigentlich viel mehr?"
Mensch, erinnere dich!
Urheber d. einleitenden Zitates:
C. S. Lewis   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sehnsucht - Transformation - Sinn des Lebens - Wachstum
C. S. Lewis   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sehnsucht - Transformation - Sinn des Lebens - Wachstum
gelesen markieren 

Abstraktes Hoffen
#249 • Johann Wolfgang von Goethe •
4:00 min
4:00 min
Hoffnung ist ein großes Wort. Wenn man darüber recherchiert, findet man einige beinahe schon euphorische Optimisten bezüglich Hoffnung, aber auch recht pessimistische Ansichten, wie der Spruch aus Spanien: "Wer von ...
Hoffnung lebt, stirbt an Enttäuschung."
Selbst in der Bibel (1. Kor 13) wird alles im Wesentlichen auf drei Worte runtergebrochen: Glaube, Liebe, Hoffnung. "Aber die Liebe ist die größte unter ihnen", wird betont. Warum das so sein könnte, lies dazu auch gerne mal den Blog "Liebe als Rohstoff".
Mit Rang 2 oder 3 bleibt die Hoffnung aber auch hier ein elementares Thema - egal ob man sie nun optimistisch oder pessimistisch betrachtet. Mächtig ist sie jedenfalls, weswegen sie manche auch missbrauchen. Aber mit der dunklen Seite der Macht beschäftigt sich diese Seite ja nicht, da sie nicht (kollektiv) zielführend ist und auch für das Individuum nur scheinbar und für eine Weile, bis sich die Lüge offenbart.
"Die Hoffnung stirbt zuletzt", heißt es auch. Selbst wenn man alles verliert, kann noch immer Hoffnung vorhanden sein. Allerdings ist auch sie nicht unsterblich. Stirbt sie, sterben wir. Erst innerlich, dann folgt irgendwann der Rest.
Hoffnung ist also wichtig. Und wenn sie zuletzt stirbt, muss sie manchmal auch als erstes geboren werden, damit sie uns wieder zu leben hilft. Aber wie hofft man richtig? Wie hat Hoffnung die stärkste Kraft, die besten Chancen, dass aus ihr wieder Leben entsteht?
Nehmen wir einmal an, Herr E. ist seit Jahren mit Frau J. befreundet gewesen. Die letzten zwei davon sogar sehr intensiv, beinahe hätte man es als Beziehung sehen können. Die beiden teilten jeden Tag miteinander, wenn nicht real, dann virtuell. Sie ließen den anderen teilhaben an Freud und Leid, schickten sich Bilder von vielen Momenten ihres Lebens, stundenlange Sprachnachrichten. Doch eines Tages genügte das Frau J. nicht mehr und sie beschloss, sich jetzt "richtig" verlieben zu wollen. Sie suchte offensiv nach jemandem, der besser zu ihr passen sollte.
Derart offen und unbedingt finden-wollend, fand sie natürlich auch schnell jemanden. Ruckzuck war sie weg. Ihr ging es gut. Vergessen waren bald die letzten Jahre. Jemand Neues war ja da, mit dem man sofort alles austauschen konnte. Der Deal war perfekt, ein echtes Upgrade, denn mehr Geld für ein wundervoll von sich selbst ablenkendes Leben im Außen hatte der Neue auch.
Herr E. wurde der Boden unter den Füßen weggerissen. Sein Herz war leer. Wo zuvor Freude war, war nun nur noch Enttäuschung. Enttäuschung - das Gegenteil von Hoffnung. Enttäuschung vernichtet Hoffnung auf einen Schlag. Wenn Hoffnung aber das letzte ist, das stirbt, ist dann eine bittere Enttäuschung nicht sogar potenziell lebensgefährlich? Mitunter durchaus. Jetzt ist es für Herrn E. sehr wichtig, wieder hoffen zu können. Aber wie am besten? Und worauf?
Herr E. könnte nun darauf hoffen, dass ein Wunder geschieht. Dass Frau J. ihren "Fehler" erkennt, vor Sehnsucht vergeht, sich bald meldet und beide sich in die Arme fallen, heiraten und 100 Kinder bekommen. Natürlich friert jedoch eher die Hölle zu. Diese Art der Hoffnung ist sehr gewagt und verdammt nah am spanischen Sprichwort. Wenn Herr E. auf exakt diesen Ausgang hofft, wird er ziemlich sicher "an Enttäuschung sterben".
Wer so hofft, macht sich abhängig. Denn man schränkt das Leben, das Schicksal, das Universum oder Gott extrem ein. Man sagt quasi "Ich mache weiter, kämpfe mich wieder zurück, aber ich vertraue darauf (eher: ich stelle die Bedingung), dass Frau J. ihre Liebe für mich entdeckt!" - Solches Hoffen basiert nicht auf echtem Glaube (welcher ja ebenfalls unter den 3 biblischen Big Ones aufgelistet ist und viel passender mit "Vertrauen" übersetzt werden sollte). Solches Hoffen ist ein Klammern an den eigenen Wunsch, gerade WEIL man KEINE Kraft hat, diesen Wunsch VOLLER VERTRAUEN loszulassen. Dieses Hoffen basiert auf Nicht-Vertrauen.
Als Jesus am Abend vor seiner Verhaftung unfassbare Ängste durchlitt, betete er: "Mein Vater, wenn es möglich ist, dann lass den Kelch an mir vorübergehen und erspare mir dieses Leid!", weil er so dermaßen keinen Bock hatte, ans Kreuz genagelt zu werden. Wer kann es ihm verdenken? Er war ja auch nur ein Mensch zu dieser Zeit. Doch er fügte hinzu: "Aber nicht mein Wille geschehe, sondern deiner". Das ist Vertrauen (Glauben) in Perfektion! Man "stirbt" den eigenen, mitunter kurzsichtigen, temporären Traum im Vertrauen auf den all-time Traum und Plan des Lebens.
Sinngemäß sollte Herr E. also eher sagen: "Ich wünsche mir zwar J. von ganzem Herzen, aber ich überblicke das große Ganze nicht, daher vertraue ich Gott/dem Leben, dass es sogar noch etwas viel Besseres für mich bereithält." - Und wer weiß, ob Frau J. tatsächlich zu Herrn E. passen würde?
Vielleicht ist sie (zum jetzigen Zeitpunkt noch) deutlich materialistischer, mehr nach außen orientiert, wesentlich abhängiger von Geld, Besitz, gesellschaftlicher Konformität, Ansehen und Repräsentativität ihrer Person und der ihres Partners, als Herr E. und somit deutlich weniger idealistisch und spürbar unempfänglicher für wirkliche Liebe? Wer weiß das schon! Reibereien und Millionen kleinerer und größerer, gegenseitiger Alltagsenttäuschungen wären die Folge.
Herr E. muss "abstrakt hoffen". Ohne ein konkretes Bild muss Herr E. die Kraft aufbringen, zur Arbeit zu gehen, Projekte weiter zu betreiben, Sport zu machen, die Sonne alleine zu genießen, wieder gesunden Schlaf zu finden, ... doch wie macht man das, ohne ein konkretes Traumbild?
Stell dir eine Baumschule vor. Eine Plantage, auf der Weihnachtsbäume herangezogen werden. Alles, was der kleine Setzling weiß ist, dass wenn er es schafft, groß, dicht, in sattem, gesunden Grün heranzureifen, er die besten Chancen hat, an Weihnachten in eine prächtige Wohnung zu kommen, mit vielen Kindern, die um ihn herum tanzen (wir lassen mal außer Acht, dass selbst jene ihn dann, wenn sie ihn nicht mehr brauchen, wegwerfen und vergessen werden).
Der Baum muss allgemein, abstrakt hoffen. Er bekommt keine Garantie, dass er tatsächlich gekauft wird. Und schon gar nicht bekommt er klare Bilder von der Wohnung oder den Menschen, die sich für ihn interessieren werden. Er muss vertrauen (glauben). Er muss VertrauensVORSCHUSS leisten. Er muss hoffen. Abstrakt. Auf das Ungewisse und Unbestimmte. Und mit der Kraft dieser abstrakten Hoffnung muss er für eine Weile all die Dinge tun, die ihm die besten Möglichkeiten für die Zukunft geben können. Einfach ist es nicht, aber es ist manchmal der einzige Weg.
Helfen können einem auf diesem Weg nur Glaube, Liebe, Hoffnung. Vertrauen (glauben) daran, dass die Hoffnung auf ein Leben und auf Menschen, welche man (wieder) lieben kann, eines Tages nicht enttäuscht wird. Manchmal ist das alles was wir haben. Lass es wachsen. Aber bleibe abstrakt dabei, so öffnest du dich dem Leben maximal, beweist und trainierst maximalen Glauben, Vertrauen. Es ist eine hohe Kunst, aber niemand hat je behauptet, dass das Leben einfach ist.
J. - Ich danke dir für alles und wünsche dir von Herzen alles Liebe auf deinem weiteren Weg 😘
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Hoffnung - Liebeskummer - Sehnsucht - Vertrauen - Glauben - Kraft
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Hoffnung - Liebeskummer - Sehnsucht - Vertrauen - Glauben - Kraft
gelesen markieren 

Lang ist der Weg und beschwerlich ... Wirklich?
#277 • John Milton •
4:22 min
4:22 min
"Lang ist der Weg und beschwerlich, der hinaus ins Licht führt aus der Hölle." (Filmzitat bzw. von John Milton)Der Film "Sieben" greift diesen Vers aus "Das verlorene Paradies" (Paradise Lost) des Dichters John Milton aus ...
dem Jahre 1667 auf. Während Miltons Epos zehn (später zwölf) Bücher umfasst mit jeweils zwischen 640-1200 Zeilen (Quelle: Wikipedia), leitet es im Thriller "Sieben" mit Brad Pitt, Morgan Freeman und Kevin Spacey nur den ersten von sieben Morden ein. Sieben Morde, die sich auf die sieben Todsünden beziehen (Völlerei/Maßlosigkeit, Hochmut/Stolz, Geiz/Habgier, Neid/Eifersucht, Faulheit/Trägheit des Herzens, Zorn/Rachsucht, Wollust/Ausschweifung).
In Sieben wurde der Satz garantiert auch deswegen verwendet, weil er sich so poetisch anhört. Ich finde ihn auch interessant. So sehr, dass ich Lust auf dieses MindSnippet bekam, als ich den Film neulich mal wieder mit einer Freundin schaute, die ihn noch nicht kannte. Und auch du hast diesen Vers möglicherweise gerade gegoogelt und dadurch hierher gefunden.
Vielleicht ist es auch die Neugier. Die Neugier, mehr darüber zu erfahren und ob da etwas Wahres dran ist. Ist der Weg wirklich lang und beschwerlich? Der Weg in ein besseres Leben, hin zu einem Zustand, wo die Dinge endlich mal wieder besser laufen und man weniger ausgepowert ist? Fühlst du dich (manchmal zumindest) in einer Art Hölle gefangen? Stagniert etwas? Verbessert sich nichts, obwohl du doch schon alles unternimmst? Ich kenne das.
"Ich will nicht ins Paradies, wenn der Weg dorthin so schwierig ist", singen die Toten Hosen in "Ich will nicht ins Paradies". Oder wer kennt den Buchtitel nicht "Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin" von Ute Ehrhardt. Dazu noch der Untertitel: "Warum Bravsein uns nicht weiterbringt". Ich sehe da einen Zusammenhang, zwischen diesen Einstellungen und "sich in der Hölle fühlen" - Denn böse Mädchen mögen überall hinkommen, was von menschgemachtem Wert ist. Das war es aber auch schon. Und auch nur solange, bis sie merken, dass sie niemandem mehr etwas vormachen, als sich selbst.
Wir sind in einem Teufelskreis gefangen. Denn wir haben uns ein System gebastelt, das Erfolg auf eine Weise definiert, wo uns Anstand, Moral, Herz, Mitgefühl, Achtsamkeit, Geduld, Bescheidenheit, eine gewisse Demut, Wahrheitsliebe, also Ehrlichkeit, echte und nicht gespielte Freundlichkeit, Kollektivbewusstsein statt Egoismus, ... eher weniger weit bringen werden - was Karriere angeht. In den meisten Fällen. Ganz im Gegenteil sogar. Wahre Tugenden von erhabenerem Wert stehen weltlichem Erfolg allzu oft nur im Weg.
Wenn wir dann all jenen, welche die genannte Eigenschaften abgelegt haben und dadurch "erfolgreich", vermögend und berühmt wurden, feiern, verehren und ihnen nachahmen, dann müssen wir uns nicht wundern, dass wir uns unsere eigene Hölle schaffen. Es ist unvermeidlich, dass wir Erfolg anders definieren müssen, wenn sich daran jemals etwas ändern soll. Das klingt unerreichbar, naiv geradezu und "beschwerlich". Aber anders wird es nicht funktionieren. Ansonsten wird die Hölle, in der wir uns befinden, nur schlimmer und schlimmer werden. Siehe Blog unten.
Okay. Das ist also der Teil mit der Hölle. Aber ist der Weg da heraus wirklich so lang und beschwerlich? Ja und nein. Lang ist er definitiv. Denn Achtmilliarden Menschen werden sich nicht wirklich umprogrammieren lassen. Es klingt hart, aber altes Denken muss primär allmählich aussterben. Es wird Generationen dauern, bis diese spirituelle Transformation, jener geistige Evolutionsschritt auf diesem Planeten abgeschlossen ist oder auch nur die positiv kritische Masse erreicht sein wird. Aber der Weg ist nicht unbedingt immer nur beschwerlich.
Denn - und ich möchte jetzt nicht religiös werden, ich finde die Aussage aber einfach interessant - wie Jesus in Matthäus 11,30 sagt: "Das Joch, das ich euch auflege, ist leicht, und was ich von euch verlange, ist nicht schwer zu erfüllen."
Es geht jetzt nicht per se um Jesus. Nicht um Christentum. Nicht um Religion. Es geht darum, dass eine erleuchtete Person wusste und uns mitzuteilen versuchte, dass "es" eigentlich "leicht" ist und "nicht schwer zu erfüllen".
Der Trick ist: Wenn wir tatsächlich im Einklang mit der Natur leben, dann "erfüllt" uns das. Und im Einklang mit der Natur zu leben bedeutet auf aller grundlegendsten Ebene: Den Plan, den Traum, das Ziel, die Vision, den Sinn des Lebens erkannt zu haben und dann zu erfüllen. Wenn du dem Leben dabei hilfst, sich so zu entwickeln, wie es das seit Anbeginn der Zeit "im Sinn" hat, wirst du mit aller Zufriedenheit und Sättigung erfüllt, die eben nur innerlich zu erreichen ist - und niemals von außen.
Egal wie viel du verdienst, wie berühmt du bist, wie "erfolgreich". Das ist ein (spirituelles) Naturgesetz. Ebenso wie jenes, dass jede Spezies, die den Sinn des Lebens nicht erfüllt, nicht überleben wird. Für ihr Ende sorgt sie dabei schon selbst. Nicht jedoch, ohne sich zuvor die eigene Hölle zu erschaffen.
Den Sinn des Lebens zu erfüllen ist "leicht", wie Jesus schon sagte. Und gar keine Last. Es bereichert dich und "erfüllt" (auch dieses Wort benutzte er) dich schon ziemlich schnell. Du fühlst dich dann endlich auf dem Weg. Und auf DEM Weg des Lebens schlechthin zu sein, bedeutet zu spüren, was es heißt: Der Weg ist das Ziel. Dann ist der "lange" Weg aus der Hölle (für die gesamte Menschheit) nicht mehr unerträglich lang. Es ist dann wie es ist und es ist in Ordnung so, da du auf deinem Weg bist.
Evolution dauert nun mal solange wie sie dauert. Aber du selbst bist ab diesem Moment bereits auf eine gewisse, sättigende Art am Ziel. Zeit hört für dich auf eine bestimmte Weise auf zu existieren. Zeitdruck zumindest. Ich benutze auf meiner Seite gerne den Ausdruck "Die vierte Bewusstseins-Dimension", ein Visualisieren, das dir hilft, Zeiten zu überbrücken.
Snippet #106
Snippet #25Von mir aus können die Toten Hosen "hier bleiben", wenn ihnen das schon zu viel bzw das Hier und Jetzt gut genug ist. Meinetwegen kann auch Ute Ehrhardt weiter ihre und die Ellenbogen ihrer Leser zu aggressiven Waffen schärfen, um durch "Unbravsein" mehr "Erfolg" zu haben. Aber ob das wirklich innerlich sättigen kann, ob es das jemals schon dauerhaft tat? Ob man so wirklich eines Tages den Weg aus der Hölle finden wird, hinaus ans Licht?
Ich denke, erst dadurch wird der Weg so lang und beschwerlich, weil wir bisher nichts dazu gelernt haben und Erfolg noch genauso primitiv definieren wie vor tausenden von Jahren: Der Stärkere gewinnt, wobei wir mit Stark in der Regel meinen, der Aggressivere, der Unehrlichere, der Skrupellosere, der Gewissenlosere, der Unethischere, der Ungeduldigste, der Egozentrischste, der Arroganteste, ... Solche "Ideale" zu feiern und ihnen nachzueifern, sie als erstrebenswert zu betrachten, sie heran zu züchten und zu Gewinnern zu machen, das ist buchstäblich wie der Schrei danach, doch bitte, bitte kräftig in die Fresse gehauen zu bekommen. Nicht minder dumm und kurzsichtig. Sind wir wirklich noch derart primitiv? Dann ist alles, was in dieser Welt geschieht, vollkommen verdient.
Wir könnten all diese "Ideale" einfach umdrehen. Wir müssten uns nur dazu entscheiden. Das wäre leicht. Lediglich weil wir es nicht angehen, ist der Weg (noch) lang und beschwerlich.
Dieses Projekt hilft dir ganz persönlich (zum Beispiel durch ein Coaching) in dieser Identität den Schritt aus dem unnatürlichen, krankmachenden Hamsterrad des gesellschaftlichen Drucks zu machen (Hast du auch schon brav teure Dubai Schokolade gekauft, um dem Trend zu folgen und dazu zu gehören?) - und es möchte einen Anfang machen, spirituelles Terraforming anzustoßen. Die Zeit ist reif für diesen Planeten.
Erfahre mehr im Walk & Talk oder Coaching. Und mache mit beim Projekt.
Urheber d. einleitenden Zitates:
John Milton   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Todsünden - Transformation - Erfolg - Hölle
John Milton   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Todsünden - Transformation - Erfolg - Hölle
gelesen markieren 

Das gleiche oder dasselbe Ziel?
#231 • Christopher E. Schmitt •
1:58 min
1:58 min "Viele haben gleiche Ziele, aber leider nicht auch dasselbe." (Christopher E. Schmitt)
Geld - da bekommen die meisten wohl leuchtende Augen. Selbst wenn sie eigentlich schon genug davon haben. Denn das Problem ist: Davon gibt es ...
mehr
für Viele kein Genug, da Materielles keinen spirituellen Sättigungswert hat und somit alleine noch keine Zufriedenheit garantiert. Wer sagen kann "mir reicht, was ich habe", kann das nicht deswegen sagen, weil er "genug" Geld hat, sondern weil er oder sie die richtige Einstellung zu dem bereits Vorhandenen hat und ohnehin aus ganz anderen Quellen erfüllt wird. So oder so: Beim "Ziel Geld" - darin sind sich beinahe alle gleich.
Bei Gesundheit - Hand aufs (kranke) Herz - sind es häufig entweder Lippenbekenntnisse, weil der Wunsch danach so demütig, bescheiden, vernünftig, klug und weise klingt. Ehrlich und sehnsüchtig meinen wir ihn aber oft erst dann, wenn uns die Gesundheit abhandengekommen ist. Als würden wir anders nicht lernen, worauf es wirklich ankommt und ohne Leid nicht nach Transformation streben: Nach allumfassender Gesundheit - nicht nur der des Körpers. Aber auch bezüglich des Gesundheitswunsches gleichen wir uns spätestens dann.
Frieden? Von ein paar Wenigen, die eigentlich nur versuchen, ihren eigenen Lebensfrust und die Unfähigkeit zufrieden zu sein zu kompensieren, haben wir wohl auch alle denselben Wunsch nach Frieden. Da wir Frieden aber wieder unterschiedlich definieren, ist es oft nur der mehr oder weniger gleiche oder ähnliche Wunsch. Da gäbe es den äußeren oder den inneren Frieden, die friedliche Grundstimmung aber durchaus mit einem "gesunden Maß" an Neid, Missgunst, Streitkultur, Schuldzuweisungen und hin und wieder einer Prise Hass ... Was ist Frieden für dich?
Das Gleiche ist nicht dasselbe wie dasselbe. So machen heute auch viele Leute Yoga, meditieren, halten sich fit, bilden sich weiter, trainieren neue Skills, gehen zunehmend "spirituelle" Wege, ... darin sind wir uns wieder in Vielem gleich. Doch wofür wir uns derart gut vorbereiten, darin unterscheiden wir uns - obwohl wir uns auch wieder gleichen. Wir streben das Gleiche an, aber nicht dasselbe.
Verwirrt? Es geht um Kollektivbewusstsein. "Wir müssen lernen, als Spezies zu denken, und nicht als Individuen", ist ein sehr gutes Zitat aus dem Film "Interstellar". Weiter geht es mit: "Das ist unmöglich!" - "Nein, aber es ist notwendig." (siehe
Snippet #183)
Wir müssen das Unmögliche möglich machen. Anders wird dieser Felsbrocken namens Erde, der inzwischen 8 Milliarden Individuen beheimatet, mit jedem weiteren Leben nur weitere Spaltung (=griechisch Chaos) erfahren. Wir feiern Individualität und das ist auch gut so. Doch es gibt etwas, in dem wir uns wie ein einziger Organismus einig sein müssen. Anders funktioniert ein Organismus, also das Leben nicht.
Wir haben sowohl individuelle Ziele, die sich gleichen können, als auch ein und dasselbe Ziel. Eigentlich. Denn jenes haben wir vergessen. Oder noch nie wirklich verstanden. Und/oder nie als wichtig betrachtet. Doch es wird Zeit, dass wir es erinnern und endlich dessen Bedeutung begreifen.
Die Frage nach dem Ziel, nach dem Sinn des Lebens - ist keine abgedroschene. Keine, die nur Hobbyphilosophen mit zu viel Freizeit interessieren sollte, weil sie z.B. zu wenig Zeit für ihre individuelle Erfolgskarriere aufbringen. Diese Frage entscheidet wie keine andere darüber, ob und wie es mit uns weitergeht.
Wir tun, was Erfolg verspricht, das wird sich niemals ändern. Doch inzwischen sollten wir reif genug sein, Erfolg neu zu definieren - denn das muss sich ändern.
Geld - da bekommen die meisten wohl leuchtende Augen. Selbst wenn sie eigentlich schon genug davon haben. Denn das Problem ist: Davon gibt es ...
für Viele kein Genug, da Materielles keinen spirituellen Sättigungswert hat und somit alleine noch keine Zufriedenheit garantiert. Wer sagen kann "mir reicht, was ich habe", kann das nicht deswegen sagen, weil er "genug" Geld hat, sondern weil er oder sie die richtige Einstellung zu dem bereits Vorhandenen hat und ohnehin aus ganz anderen Quellen erfüllt wird. So oder so: Beim "Ziel Geld" - darin sind sich beinahe alle gleich.
Bei Gesundheit - Hand aufs (kranke) Herz - sind es häufig entweder Lippenbekenntnisse, weil der Wunsch danach so demütig, bescheiden, vernünftig, klug und weise klingt. Ehrlich und sehnsüchtig meinen wir ihn aber oft erst dann, wenn uns die Gesundheit abhandengekommen ist. Als würden wir anders nicht lernen, worauf es wirklich ankommt und ohne Leid nicht nach Transformation streben: Nach allumfassender Gesundheit - nicht nur der des Körpers. Aber auch bezüglich des Gesundheitswunsches gleichen wir uns spätestens dann.
Frieden? Von ein paar Wenigen, die eigentlich nur versuchen, ihren eigenen Lebensfrust und die Unfähigkeit zufrieden zu sein zu kompensieren, haben wir wohl auch alle denselben Wunsch nach Frieden. Da wir Frieden aber wieder unterschiedlich definieren, ist es oft nur der mehr oder weniger gleiche oder ähnliche Wunsch. Da gäbe es den äußeren oder den inneren Frieden, die friedliche Grundstimmung aber durchaus mit einem "gesunden Maß" an Neid, Missgunst, Streitkultur, Schuldzuweisungen und hin und wieder einer Prise Hass ... Was ist Frieden für dich?
Das Gleiche ist nicht dasselbe wie dasselbe. So machen heute auch viele Leute Yoga, meditieren, halten sich fit, bilden sich weiter, trainieren neue Skills, gehen zunehmend "spirituelle" Wege, ... darin sind wir uns wieder in Vielem gleich. Doch wofür wir uns derart gut vorbereiten, darin unterscheiden wir uns - obwohl wir uns auch wieder gleichen. Wir streben das Gleiche an, aber nicht dasselbe.
Verwirrt? Es geht um Kollektivbewusstsein. "Wir müssen lernen, als Spezies zu denken, und nicht als Individuen", ist ein sehr gutes Zitat aus dem Film "Interstellar". Weiter geht es mit: "Das ist unmöglich!" - "Nein, aber es ist notwendig." (siehe
Snippet #183)Wir müssen das Unmögliche möglich machen. Anders wird dieser Felsbrocken namens Erde, der inzwischen 8 Milliarden Individuen beheimatet, mit jedem weiteren Leben nur weitere Spaltung (=griechisch Chaos) erfahren. Wir feiern Individualität und das ist auch gut so. Doch es gibt etwas, in dem wir uns wie ein einziger Organismus einig sein müssen. Anders funktioniert ein Organismus, also das Leben nicht.
Wir haben sowohl individuelle Ziele, die sich gleichen können, als auch ein und dasselbe Ziel. Eigentlich. Denn jenes haben wir vergessen. Oder noch nie wirklich verstanden. Und/oder nie als wichtig betrachtet. Doch es wird Zeit, dass wir es erinnern und endlich dessen Bedeutung begreifen.
Die Frage nach dem Ziel, nach dem Sinn des Lebens - ist keine abgedroschene. Keine, die nur Hobbyphilosophen mit zu viel Freizeit interessieren sollte, weil sie z.B. zu wenig Zeit für ihre individuelle Erfolgskarriere aufbringen. Diese Frage entscheidet wie keine andere darüber, ob und wie es mit uns weitergeht.
Wir tun, was Erfolg verspricht, das wird sich niemals ändern. Doch inzwischen sollten wir reif genug sein, Erfolg neu zu definieren - denn das muss sich ändern.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber:
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Egoismus - Egozentrik - NeuesDenken - Kollektivbewusstsein
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Egoismus - Egozentrik - NeuesDenken - Kollektivbewusstsein
gelesen markieren 

Geben und Erhalten
#56 • Eckhart Tolle •
0:50 min
0:50 min
Eckhart Tolle erzählt uns allen ja auch im Grunde nichts "Neues". Auch er versucht, andere zu ...
erinnern. "Geben ist seliger denn Nehmen" oder "Gebt, so wird euch gegeben" kennt ebenfalls jeder. Oder auch "Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden." (Matthäus)
Die Gesetze der spirituellen Welt funktionieren anders, als wir es aus der materiellen Welt kennen. Hier halbiert sich, was man teilt. Hier ist weg, was man gibt. Doch so wie Liebe, Freude und Glücklichsein sich vermehren, wenn man sie gibt und teilt, so verhält es sich in spirituellen Fragen grundsätzlich.
Unser anders gewohntes Denken ist der Grund, weshalb Liebe ein extrem unterschätzter Rohstoff ist, dessen wahre Größe, Bedeutung, Potenzial und Chance wir noch gar nicht richtig verstanden haben. Zu mehr als Romantik, nettsein und ein wenig Nächstenliebe haben wir es im Großen und Ganzen noch nicht wirklich gebracht.
Darum geht es hier, bei diesem Projekt. Liebe muss politisch und wissenschaftlich etabliert werden. Sie ist der Rohstoff, die Energie, die unerschöpflich ist, da sie sich vermehrt, je mehr man sie benutzt, gibt, teilt und verschenkt. Die Folgen für die Zukunft, die Kausalkette der positiven Kettenreaktion kannst du dir heute in deinen kühnsten Träumen noch nicht vorstellen.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Eckhart Tolle   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Dankbarkeit - Erfüllung - Liebe
Eckhart Tolle   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Dankbarkeit - Erfüllung - Liebe
gelesen markieren 

Der direkteste Weg zum Glück
#186 • Meister Eckhart •
2:12 min
2:12 min
An dem rund 700 Jahre alten Satz ist noch nicht die Spur von Rost! Wie bei allen (spirituellen) Naturgesetzen. Das Leiden muss ...
jedoch nicht ewig anhalten.
Wir alle wollen glücklich sein. Schmerz, Kummer und Leid gehören nicht dazu. Vor allem heutzutage denken wir, wenn wir leiden, machen wir etwas falsch. Sofort soll eine Pille her oder gleich eine Therapie und für manche ist auch die Verdrängung z.B. durch Alkohol oder Drogen ein akzeptabler Weg, dem Leid zu entkommen. Auch ich bin da durchgegangen.
Sind wir glücklich, fühlen wir uns erfüllt. Leid lässt uns leer fühlen, bis hin zum Vakuum. Ein Vakuum hat das Bestreben, seinen Druck mit der Umgebung auszubalancieren. Der leidende Mensch sehnt sich nach etwas und zieht somit etwas an. Was das ist, liegt alleine an uns und genau darin liegt zum einen eine enorme Gefahr - aber auch eine enorme Chance. Von noch größerem Leid oder sogar einem (langsamen) Sterben bis hin zur oben erwähnten "Vollkommenheit" ist alles möglich.
Diese innere Leere, das Vakuum in den Menschen nimmt in unserer Zeit zu - ganz egal wie viel wir scheinbar auch haben, konsumieren oder "am Feiern" sind. Und ebenso scheint in Vielen die Erinnerung(!) daran abzunehmen, wie man mit dieser Leere am besten umgehen sollte. Für das kürzeste, kleinste und gewinnbringendste Leid, das möglich ist - für dich und alles, das ist!
Die zunehmende Unfähigkeit, die innere Leere, den inneren Hunger wirklich zu sättigen, wächst proportional mit dem Chaos auf unserem Planeten. Auch deswegen ist es ein und dieselbe Medizin, die dich ebenso wie die "gesamte Welt" reparieren kann.
Wir können uns von einem Rausch zum nächsten bewegen. Kaufrausch, Suff, Drogen, Sex, Macht, Status ... oder uns in die Arbeit stürzen. Wir können sogar Weltkriege anzetteln, weil wir "einfach Lust haben, etwas zu erobern", als wäre die Leere durch Raub zu füllen! Unweise. Kurzsichtig und dumm. Die diametrale Natur dieser Gesetze bewirkt, dass Raub dein Inneres leeren wird, während Verschenken dein Inneres füllt. Ebenso: Je voller (besoffener) du am Abend warst, desto leerer wirst du dich danach fühlen.
Wir können uns an einen anderen Menschen klammern, in der Hoffnung, dass er uns gibt, was uns fehlt. Doch das ist nicht möglich. Menschen sind keine Quellen. Sie können zuweilen ein Kanal sein, der es hin und wieder sogar ehrlich meinen mag - doch es wäre eine Abhängigkeit, die dich weiterhin unfrei bleiben lässt und somit nicht zur "Vollkommenheit" führen kann. Eine Partnerschaft ist wundervoll - verwechsle sie jedoch nicht mit der Quelle.
Ein guter Partner, Freund, Therapeut oder Coach ist niemand, der dir täglich Wasser reicht. Er/Sie ist jemand, der dir zeigt, wie du einen Brunnen gräbst. Du kannst dir sicher sein: Wer auch immer dich von sich abhängig machen möchte, kennt die Quelle selbst noch nicht, denn in Wahrheit sucht er oder sie nur ebenfalls nach einer Quelle. Gegenseitige Abhängigkeit empfinden viele als Zeichen größter Liebe.
Die Frage ist: Möchtest du lernen Brunnen zu graben? Oder möchtest du jeden Tag um Wasser betteln müssen? Oder steckst du gar den Kopf in den Sand und versuchst zu vergessen und zu verdrängen, dass du durstig bist? Sand im Mund verstärkt den Durst nur. Und Sand in Augen und Ohren raubt dir die Sinne bis zur völligen Orientierungslosigkeit.
Im Coaching & Mentoring begleite ich dich gerne dabei. Vom ersten Spatenstich bis zum Sprudeln der Quelle unterstütze ich dich Schritt für Schritt beim Brunnenbau. Und wer weiß - vielleicht entdeckst du danach dein Talent dafür und deine Freude daran, anderen zu zeigen, wie sie Brunnen graben können.
Lies im verlinkten Dia:Log #20 einen kurzen Umriss, welches Leid mich bis zur Quelle graben ließ.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Meister Eckhart   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Transformation - Erleuchtung - Schmerz
Meister Eckhart   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Transformation - Erleuchtung - Schmerz
gelesen markieren 

Lebenssinn: Roman oder Kurzgeschichte?
#280 • Ernest Hemingway •
4:09 min
4:09 min
Das Universum existiert seit knapp 14 Milliarden Jahren.
Die Erde ist davon die letzten 4,5 Milliarden Jahren mit dabei.
Das erste Leben ...
auf unserem Planeten entstand vermutlich vor ca. 3,5 Milliarden Jahren in Form bakterieller Einzeller.
Die ersten Säugetiere traten Wissenschaftlern zufolge vor 125 Millionen Jahren auf die Bildfläche.
Der erste aufrechte Mensch (Homo erectus) stand vor etwa 2 Millionen Jahren endlich auf eigenen Beinen.
Der Mensch, wie wir ihn - ungefähr - auch heute noch kennen, der Homo sapiens, besudelt ... äh ... besiedelt seit ca. 300.000 Jahren die Erde.
Eine verdammt lange Geschichte. Und nicht nur die Dauer ist enorm. Nein vor allem auch die Besetzung. Alleine heute gibt es etwa 8 Milliarden menschliche Lebewesen. Und damit unzählige "Geschichten in der Geschichte". Wie viele Milliarden Lebewesen und mit ihnen auch (Kurz-)Geschichten es insgesamt in den letzten 300.000 Jahren waren, kann keiner seriös errechnen. Sicher ist nur, dass selbst die Drehbuchautoren von Gute Zeiten, schlechte Zeiten damit überfordert sein dürften.
Warum sage ich das alles? In diesen Zeiten kämpfen immer mehr Menschen mit depressiven Zuständen, vielleicht sogar mit ausgeprägten Depressionen. Machen sie alle etwas falsch? Betrachten sie das Leben aus einer falschen Perspektive? Ist das Glas für sie immer halb leer anstatt halbvoll? Sind sie (alle) womöglich sogar wirklich krank? So, dass man Medikamente verschreiben sollte und alles wird wieder gut? Ich bin mir da nicht wirklich sicher.
Denn wenn man ehrlich ist, könnte man doch genauso gut fragen: Wie kann jemand in einem derart lebensfeindlichen, lieblosen, korrupten, werteverzerrten, ungerechten und boshaften Habitat denn überhaupt noch glücklich sein - ohne selbst zu einer Hyäne zu degenerieren! Für machtbesessene, geldgeile Egomanen ist dieser Ort hier ein wahres Eldorado. Hier gelten ihre Regeln, ihre Gesetze. Ihre Eigenschaften erfüllen perfekt die Bedingungen eines "erfolgreichen" Lebens. Hier können sie sich austoben. Aber werden die "wirklich herzensguten" Menschen nicht immer exotischere, an den Rand gedrängte und vom Aussterben bedrohte Sonderlinge? Ich weiß es nicht. (Was ist Gut und Böse?
Snippet #37)An dieser Stelle möchte ich das Buch "(Neue) Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen." von Manfred Lütz (siehe Bild oben) gerne empfehlen. Es sind nämlich nicht selten die "Guten", die Sensiblen, die unter der Schlechtigkeit der Welt leiden, depressiv oder sogar suchtkrank werden, während skrupellose, kapitalistische Egomanen und selbstverliebten Narzissten einen "Erfolg" nach dem anderen einfahren und stets reicher und reicher werden.
Ich weiß es nicht, ob man wirklich allen depressiven Menschen unterstellen kann, krank zu sein oder selbstverschuldet etwas falsch anzugehen. Ich weiß aber, dass der ("gute", der zutiefst anspruchsvolle) Mensch ohne einen Sinn im Leben Schwierigkeiten bekommen wird. Und zwar völlig zurecht. Vielleicht bist du depressiv, weil du von den Menschen einfach Edleres erwartest? Höre mit diesem Anspruch nicht auf!
Das Leben - welches bereits oben genannte Ewigkeiten benötigte, sich zu entwickeln - möchte sogar ganz unbedingt, dass der Mensch nach dem Sinn fragt. Dazu wurde schließlich sein Gehirn entwickelt. Unser Intellekt ist nämlich nur nebenbei auch dazu gut, Toaster mit Bluetooth zu erfinden. In erster Linie möchte das Leben, dass wir unsere Skills für das Leben selbst einsetzen. Zum Beispiel um den Sinn des Lebens zu erfüllen.
Der Mensch wird Freude und Spaß empfinden, er wird glücklich sein, sobald er sinnerfüllt ist. Und jene Sinnerfüllung ist eine Folge der Erfüllung eines bzw. des Sinns schlechthin. So einfach ist das: Sinnerfüllt sein durch Sinnerfüllung.
Was liefert uns heute einen Lebenssinn? Wer sucht ernsthaft danach? Und ich spreche nicht von wohlklingenden, für alle weichgespülte Formulierungen wie "Der Sinn des Lebens ist es glücklich zu sein", denn diese Antwort ist keine Antwort. Es bleibt nach wie vor die Frage bestehen: Was ist es denn, das mich glücklich machen wird?
Du bist einzigartig. Ein Individuum. Und dein ganz persönlicher Sinn des Lebens ist ebenso einzigartig. Als Mensch befindest du dich auch in ständiger Entwicklung. Adäquat dazu entwickelt und verändert sich auch dein Lebenssinn.
Deinem Kind zu helfen, ein gutes Leben zu haben, wird für eine Weile beispielsweise der Lebenssinn vieler (guter) Eltern sein. Aber das war er auch für jene nicht immer und wird es auch nicht für immer bleiben. Er verändert sich. Für diesen persönlichen Sinn des Lebens gibt es viele Ratgeber, die dir helfen möchten, deinen persönlichen Lebenssinn zu finden. Ratgeber dieser Art passen am besten zu unserem egozentrischen Denken, verkaufen sich daher gut. (
Snippet #177)Im Gegensatz dazu gibt es den universalen Lebenssinn: "Was hat das Leben selbst denn im Sinn?" - Was ist der Plan des Lebens, des Universums? - Wovon "träumt" das Leben selbst? - Was ist sein Ziel?
Nach diesem Sinn wagen wir uns heute nicht mehr zu fragen. Mit unguten Folgen. Denn es gibt ihn. Und er ist essentiell. Würde ein Computerspiel Sinn ergeben, von dem du das Ziel gar nicht kennst? Wieso sollte es im Leben anders sein? (
Snippet #9)In der Natur geschieht nichts ohne Grund. Am aller wenigsten die Natur, das Leben selbst. Dieser "universale Sinn des Lebens" ist ebenso unveränderlich wie alle anderen Naturgesetze auch. Und wir sind von jenem Sinn auch ebenso abhängig, unterstehen ihm ganz genauso wie allen anderen Naturgesetzen. Diesen Sinn zu leugnen, zu ignorieren, zu belächeln und mit Füßen zu treten, ist mindestens so töricht, als würde man das mit anderen Naturgesetzen tun. Nun, unsere Gesellschaft macht aber genau das.
Erkenne "den" Sinn des Lebens und finde darin "deinen" augenblicklichen Sinn des Lebens. Das ist nicht nur der schnellste und einfachste Weg zu deinem persönlichen Lebenssinn - er liefert auch das treffendste Ergebnis. Im Coaching kann ich dich gerne dabei begleiten.
Ja, schön und gut. Doch was hat das alles nun mit Ernest Hemingway, Romanen und Kurzgeschichten zu tun?
Ganz einfach: Die Geschichte des Universums, der Plot dieses "ganz realen Spiels" ist - wie wir oben gesehen haben - unfassbar alt, langwierig, unüberschaubar gigantisch besetzt und unendlich umfangreich. Wer jetzt davon ausgeht, dass sich das alles, also der "universale Sinn des Lebens" so stark komprimieren und einfach vermitteln lässt, dass er in eine Kurzgeschichte passt, der irrt sich.
Der Weg dorthin ist in der Regel kein kurzer und in sich selbst (für jeden von uns) eine spannende Abenteuergeschichte. Wenn man sie denn lesen/spielen/leben möchte. Für Eilige und Ungeduldige wird sich der Sinn des Lebens somit nicht erschließen. Stelle dich lieber auf einen Roman ein oder auch auf eine ganze Trilogie, wenn nicht sogar auf einen Epos, als auf eine Kurzgeschichte.
Doch selbst wenn du das längste Buch, den fettesten Roman zu Ende gelesen haben wirst, wird die Geschichte in dir vor allem ein Gefühl, einen Eindruck hinterlassen haben. Und dann ist der Sinn des Lebens plötzlich so einfach wie 1+1=2. Und genauso logisch. So ähnlich ist es mit dem Entdecken (oder Erinnern) des Sinn des Lebens: Ihm wie ein Abenteurer hinterherzujagen kann schon etwas Zeit in Anspruch nehmen. Doch wenn du ihn am Ende gefunden haben wirst, wird das Gefühl, der Eindruck, die Erkenntnis so einfach zu begreifen sein wie eine Kugel.
Snippet #121 Urheber d. einleitenden Zitates:
Ernest Hemingway   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sinn des Lebens - Lebenssinn - Depression - Freude - Glück - Berufung - Erfüllung
Ernest Hemingway   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sinn des Lebens - Lebenssinn - Depression - Freude - Glück - Berufung - Erfüllung
gelesen markieren 

Von wegen modern
#248 • C. S. Lewis •
2:59 min
2:59 min
"Was nicht ewig ist, ist auf ewig veraltet." (C. S. Lewis, Quelle: cs-lewis.de)Die Gesetze der Elektrizität sind ewig. Unsere Vorfahren sahen sie Jahrtausende lang wohl vor allem in Form von Blitzen, manche auch als Polarlichter. ...
Erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit, als unser Gehirn sich weit genug entwickelt hatte, sorgten glühende Wolframfäden in den allerersten Glühbirnen für halbwegs helle Wohnräume, und auch das zunächst für nur einige Stunden.
Vor gut 150 Jahren ermöglichte uns Elektrizität dann das Morsen, anschließend das Radio, und etwas später sorgte sie beispielsweise mit dem Commodore 64 "Heimcomputer" für jede Menge Videospiel-Spaß - über den wir heute entweder in nostalgisches Schwärmen oder aber in ein müdes Lächeln verfallen. Aber Achtung, Spoiler-Alarm: Was wir heute als so dermaßen modernen und heißen Scheiß feiern, ist in den Augen der Ewigkeit bereits jetzt hoffnungslos veralteter Spielkram.
Was die Elektrizität uns ermöglicht, wandelt sich. Mit Künstlicher Intelligenz jetzt auch immer rasanter. Auf die Produkte davon kann man sich nicht ewig verlassen, sich nicht auf ihnen ausruhen. Stets verlangen sie nach Aktualisierung, Wartung, Verbesserung oder Korrektur. Verlassen kann man sich aber auf die besagten Naturgesetze der Elektrizität selbst.
Die Produkte sind "auf ewig veraltet". Wenn nicht jetzt in diesem Moment, dann warte einfach mal einen Augenblick. Leider ist das allermeiste an Technikkram in deiner Wohnung bereits veraltet, überholt und könnte bis zum Aufrüst-Burnout endlos ausgetauscht werden. Das Prinzip selbst zeigt sich jedoch von jeglicher Zeit gänzlich unbeeindruckt, bleibt ewig jung, aktuell, gültig, ruht in sich. Und das obwohl es sich kein Bisschen verändert hat oder jemals verändern wird. Unser Verständnis jener Gesetze mag sich aber durchaus noch erweitern.
Wer der Meinung ist, die Gottes-Idee sei eine überflüssige, nutzlose und veraltete Sache aus Zeiten, als unsere Spezies nun mal noch etwas naiv, unaufgeklärt oder gar primitiv war, irrt sich. "Du sollst dir kein Bild von Gott machen" - und zwar genau deswegen: Was du jetzt für Gott hältst, oder aber auch als Kind (etwa den bärtigen, guten und zuweilen rachsüchtigen Mann auf der Wolke) für Gott gehalten hast, ist inzwischen oder in Kürze veraltet - sofern du dich selbst in der Materie weiter entwickelst. Ein Bild ist starr, wäre mit deiner nächsten Erkenntnis bereits nicht mehr aktuell. Auch ist ein Bild stets begrenzt. Es zeigt all das nicht, das es nicht zeigt. Nicht das, was du morgen erst verstehen wirst.
Was eine Kultur vor Jahrtausenden als Gott definierte, mag veraltet sein - wie die Morsetechnik. Doch in dem Maß, in dem wir vor 150 Jahren Elektrizität verstehen konnten, was uns in die Lage versetze, einen Piepton über eine Leitung zu übertragen (und mehr nicht), haben sich die Menschen zu jeder Zeit auch ein nach ihrem aktuellen Horizont bestmögliches Bild von Gott gemacht. Der Instinkt war stets und ist noch immer goldrichtig. Das Bedürfnis, Gott zu finden, zu erkennen, zu entschlüsseln, zu verstehen, ist in uns eingepflanzt. In den einen mehr, in den anderen weniger spürbar.
Das Ergebnis war jedoch alles andere als vollkommen - und wird es auch ewig sein. Ebenso wenig, wie wir Elektrizität jemals für ein "vollkommenes Gerät" nutzen werden, werden wir das Göttliche zu Lebzeiten vollkommen erfassen. Weder unsere verfügbare Zeit noch unser Gehirn sind dafür annähernd prädestiniert. Darauf kommt es aber auch gar nicht an!
Der Weg ist das Ziel. In der Forschung ebenso wie im Verständnis von Gott. Hätten wir die Elektrotechnik genauso sträflich gesellschaftlich stagnieren lassen, wie das Philosophieren über Gott, würden wir auch das gesamte Thema Elektrizität heute arrogant als altmodischen Quatsch betrachten.
Sicher ist: "Das Göttliche", also die Spiritualität und Philosophie des Menschen, sind mindestens ein wichtiges Standbein, wenn nicht sogar die Basis unseres Seins, unseres Miteinanders auf diesem Planeten. Jedoch behandeln wir sie so nicht. Sie sind reines Hobby. Von manchen. Privatsache. Ganz anders als Schulbildung oder Steuern bezahlen. In der Folge sind unsere kollektive Philosophie und Spiritualität extrem unterentwickelt.
Solange dem so ist, können wir technische und wissenschaftliche Genialitäten hervorbringen, wie wir nur möchten - nutzen werden wir sie solange nicht zum überwiegend Guten (kollektiv zielführenden), wie wir spirituell noch auf den Bäumen klettern. Der Geist bestimmt die Richtung. Nicht das Fortbewegungsmittel. Das bestimmt allenfalls das Tempo.
Genau dies muss sich ändern. Das Bewusstsein für Bewusstsein muss etabliert werden. Darum gibt es dieses Projekt hier. Mach mit! Lass dich zunächst selbst erinnern und dann - wenn du magst - hilf mit, die Welt daran zu erinnern, damit sie wieder "zu Bewusstsein" kommt. Denn unser Gehirn muss sich noch immer massiv weiter entwickeln. Nicht im intellektuellen Aspekt, hier sind wir für den Moment weit genug, aber im spirituellen.
Beispielsweise muss unser Verstand (und Ego) verstehen und akzeptieren lernen, wo sein Verstehen endet und welcher Teil des Seins, für "den Rest" zuständig ist - wenn Zukunft gelingen soll.
Fortschrittsarroganz ist unsere größte Gefahr in diesen Zeiten. Der weltweit recht großzügige Umgang mit völlig unerprobten Impfstoffen oder das Ausspielen von mächtigen KI Tools ohne Kontrolle, Sinn und Verstand gleichzeitig auf alle Menschen dieses Globus sind nur zwei von unzähligen Demonstrationen dieser leichtsinnigen und völlig unweisen Selbstüberschätzung von Intellektstolz und Egoverliebtheit.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
C. S. Lewis   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Ego - Bewusstsein - Sinn des Lebens - Zukunft - Halbwissen - Veränderung - Transformation
C. S. Lewis   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Ego - Bewusstsein - Sinn des Lebens - Zukunft - Halbwissen - Veränderung - Transformation
gelesen markieren 

Zeitgeist und Erfolg
#156 • Henry Ford •
1:51 min
1:51 min
Henry Ford war definitiv ein (mindestens) wirtschaftlich erfolgreicher Mensch. Und ich finde seinen Satz auch keinesfalls verkehrt. Es ...
gibt aber auch ein massives Problem bei der Sache.
Der Gründer der Ford Motor Company perfektionierte Anfang des 20. Jahrhunderts die Fließbandproduktion. Es waren andere Zeiten. Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt, Bewusstsein oder Ganzheitlichkeit spielten noch keine Rolle. Alles, das bare Münze brachte, war per se Erfolg. Und somit bewundernswert, schlichtweg "genial" und vorbildlich. Bis heute hat sich daran in den Köpfen Vieler noch nicht wirklich etwas verändert. Aber ist dieses Bewusstsein eigentlich noch immer zeitgemäß und zielführend für eine reparierte Zukunft? Oder sollten wir uns allmählich mal einen Schritt weiterentwickeln?
Fords Aussage setzt nämlich voraus, dass die Nachfrage der Menschen bereits eine "hochwertige" ist. Mal angenommen, eine Gesellschaft gerät derart aus dem Gleichgewicht, dass die Dinge, nach denen sie (zur Kompensation) fragt, zugleich auch immer fragwürdiger werden. Stärkere Drogen, härterer und tabuloserer Sex, schockierendere Filme, brutalere Computerspiele, erschreckendere Dystopien, Serien und Thriller, völlig überflüssige Schönheits-OPs anstatt des Aufbaus eines gesunden Selbstbewusstseins, immer protzigere Statussymbole statt der Kraft über so etwas erhaben zu sein, noch mehr Konsum von allem Möglichen und vor allem Unmöglichen. Kann man dann den Fokus auf die Befriedigung all solcher Bedürfnisse ernsthaft noch als "Erfolg" bezeichnen?
Mal angenommen, Eltern haben ein massiv übergewichtiges Kind und jenes verlangt nach immer mehr und mehr Süßigkeiten, um bei Laune gehalten zu werden. Haben wir es dann mit "erfolgreichen" Eltern zu tun, wenn sie ihrem Nachwuchs immer mehr von dem geben, wonach es giert? Oder wäre es am Ende nicht wesentlich sinnvoller und somit erfolgreicher, wenn die Eltern dem Kind gäben, was es tatsächlich BRÄUCHTE?
So denkt die Industrie natürlich nicht. Kann sie sich auch gar nicht leisten, sie ginge ja sofort pleite.
Das Problem ist: Wir müssten mal klären, was denn tatsächlich GEFRAGT ist - im Sinne von: "Was fehlt dir eigentlich WIRKLICH?". Ist es das, was die Menschen GLAUBEN oder glaubend gemacht werden, dass es ihnen fehlt? Oder vielleicht eher etwas, von dem sie noch nicht oder nicht mehr wissen, dass es ihnen fehlt? Was wäre, wenn jemand exakt die Fähigkeiten besäße, Menschen an das zu ERINNERN, wonach sie sich im tiefsten Innern wirklich sehnen, wonach ihr Innerstes wirklich FRAGT? Solch ein Anbieter hätte ein massives Problem, denn ganz zu Beginn ist sich kaum einer dieser eigenen, inneren Frage bewusst, so dass auch die notwendige Nachfrage noch fehlt. Du kannst keine Vitamine verkaufen, wenn Menschen noch nicht wissen, dass es so etwas wie Vitaminmangel überhaupt gibt und erst recht nicht, dass sie selbst sogar darunter leiden.
Willkommen bei der größten Herausforderung unserer Zeit, bei der großen Herausforderung genau dieses Projekts hier.
Wenn wir Erfolg nicht neu definieren, wird unsere Spezies dasselbe Schicksal ereilen, wie jeden anderen Drogensüchtigen auch: Zunächst wird die Gier nach dem scheinbaren Glück, der Verblendung, immer größer, der innere Hunger wird dadurch jedoch nicht weniger. Die Aggressivität wächst weiter und am Ende erfolgt der Zusammenbruch.
Mehr im verlinkten Blog und persönlichere Gedanken dazu im verlinkten Dia:Log #9
Urheber d. einleitenden Zitates:
Henry Ford   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Erfolg - Zukunft - Welt retten
Henry Ford   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Erfolg - Zukunft - Welt retten
gelesen markieren 

Geozentrisch, heliozentrisch, egozentrisch
#177 • Leo Tolstoi •
2:59 min
2:59 min "Ein ehrsüchtiger Mensch wünscht gelobt zu werden. Damit er gelobt werde, muß er das sein, was die Leute für gut halten. Die Leute aber halten dasjenige für gut, was ihnen gefällt. Und es gefällt ihnen, ... 
mehr
daß man sie für gut halte. Deshalb gibt es keine müßigere Mühe, als die Befriedigung der Ehrsucht." (Leo Tolstoi, Quelle: aphorismen.de)
In der Renaissance wechselte unser menschliches Selbst-Bewusstsein massiv. Eben hielt man die Erde noch für den Mittelpunkt der gesamten Schöpfung und somit auch den Menschen, da stellte man plötzlich fest: "Oha! Mist, ganz so ist es ja gar nicht." Zähneknirschend mussten wir diese Demutsklatsche einstecken: Die Sonne ist der Mittelpunkt der gesamten Welt - das heliozentrische Weltbild war geboren und schickte das geozentrische in Rente (zumindest für die Meisten).
Aber noch immer konnten wir ziemlich stolz auf uns sein. Denn auch wenn wir verdammt nochmal die Sonne umkreisen und nicht sie uns, so waren wir dem Zentrum doch noch immer ziemlich nah. Wir durften uns nach wie vor sehr, sehr wichtig und groß fühlen.
Aber diese verflixten Wissenschaftler! Lange dauerte es nicht und man stellte fest: Auch das trifft es immer noch nicht. Denn wir sind nur Teil eines beinahe läppischen Sonnensystems, das gerade mal aus acht Planeten besteht. ACHT!!!!! Was soll das! Wo alleine die Milchstraße, also unsere Galaxie, doch schon aus 100 bis 200 Milliarden Sonnen besteht. Von den unzählbaren Planeten mal ganz zu schweigen. Und das ist dann nur unsere Galaxie. Eine recht kleine von vermuteten 100 Milliarden Galaxien im sichtbaren Universum. Wie viel müssen wir denn noch ertragen! Erst kickt uns diese doofe heliozentrische Sache vom stolzen Thron und jetzt auch noch das!?
Das darf einfach nicht sein! Es kann nicht angehen, dass wir, dass jeder einzelne, dass ICH so unbedeutend bin! Auf diesem zum Mini-Furz degradierten Planeten bin ich auch noch dazu nur einer von 8 Milliarden? Wenn man nun noch rechnet, wie viele Leben es vorher schon gab und wie viele noch kommen werden - was gelte ich denn dann? ... mag sich so mancher fragen.
Dagegen muss man was tun! Was für ein Weltbild könnte einem da jetzt nur helfen? Hmmm, mal sehen. Geozentrisch ... heliozentrisch ... wo bleibe ich? Ach ja!!! Egozentrisch! Das ist die Lösung! Ich beschließe einfach, dass sich alles um mich dreht! Ich will der Tollste, Beste, Größte, Berühmteste, Reichste und auch der Beliebteste sein! Und wenn ich das mit der Beliebtheit nicht schaffe, dann wenigstens der Unbeliebteste, Hauptsache man nimmt mich als etwas ganz Großes wahr, zum Beispiel indem ich Europa in Schutt und Asche lege oder am besten gleich die Atombombe werfe. Au ja! Egozentrik sei Dank - Halleluja! Wie erhebend, wie göttlich, ICH BIN GOTT!!!
Kommt das jemandem bekannt vor? Mir fallen so einige Personen ein, die genau das ausstrahlen und noch viel mehr, die danach eifern. Und mir fallen eine Menge Bücher, (Erfolgs-)Autobiografien und Ratgeber ein, die genau diese Egozentrik bedienen. Ganz im Tolstoi-Sinne: Gebt den Leuten, was sie hören wollen. "Es gefällt ihnen, dass man sie für gut halte." - Wie toll! Also einfach ein paar Bücher schreiben oder Sprüche posten, die jedem vermitteln: "Ich bin toll, soll exakt so bleiben wie ich bin, denn eigentlich bin ich jetzt bereits Gott."
Das egozentrische Zeitalter, ich denke wir sind mittendrin. Während es bei geozentrisch und heliozentrisch noch viel mehr das "Wir" gab ("Wir stehen alle gemeinsam im Mittelpunkt" bzw. "Wir umkreisen alle gemeinsam die Sonne"), gibt es im egozentrischen Zeitalter viel mehr den Ich-Gedanken ("Ich bin göttlich").
Ego und Bewusstsein schließen sich einander aus. Ein Mensch, der wirklich im Bewusstsein lebt, fühlt sich nicht klein, einsam, verlassen und bedroht durch die Größe des Universums. Im Gegenteil. Er wächst mit dem Bewusstsein über die gigantische Größe von allem und fühlt sich darin geborgen. Er ist Eins mit allem und daher entspricht die Größe des Kosmos quasi der eigenen Größe. Insofern ja, man ist mit Sicherheit auch auf eine Art Gott. Doch natürlich nicht so, wie es das menschliche Ego versteht, im Sinne von "Chef zu sein" oder an der Spitze einer Hierarchie zu stehen, über allen anderen.
Sei ein Tropfen im Ozean und freu dich, dass du aus dem gleichen Stoff bist, aus dem das Alles-das-ist ist. Wie wichtig ist dann noch deine eigene oder die absolute Größe von allem? Sie ist unbedeutend. Stört es einen Zocker, wenn eine Spielewelt unendlich groß ist? Nein - er sieht darin Weite, Möglichkeiten, endlos viel Abenteuer, Dinge zu entdecken. Werde dir deiner Rolle, deiner Identität bewusst. Erinnere, worum dieses Spiel sich dreht. Und dann spiele das Spiel oder spiele die Rolle in diesem Stück. Achte nur bitte darauf, dass es im Einklang mit der Idee des Lebens steht. Nur so können wirklich alle Spaß am Spiel haben. Platz genug für alle gäbe es ja ...
Ein waches Bewusstsein ist völlig frei von Abhängigkeit. Und somit ist auch nichts von der Größe des Universums abhängig - schon gar nicht das Selbst-Bewusstsein, das Bewusstsein vom Selbst. An dieser Frage erkennst du durchaus den Status deiner Bewusstwerdung.
daß man sie für gut halte. Deshalb gibt es keine müßigere Mühe, als die Befriedigung der Ehrsucht." (Leo Tolstoi, Quelle: aphorismen.de)
In der Renaissance wechselte unser menschliches Selbst-Bewusstsein massiv. Eben hielt man die Erde noch für den Mittelpunkt der gesamten Schöpfung und somit auch den Menschen, da stellte man plötzlich fest: "Oha! Mist, ganz so ist es ja gar nicht." Zähneknirschend mussten wir diese Demutsklatsche einstecken: Die Sonne ist der Mittelpunkt der gesamten Welt - das heliozentrische Weltbild war geboren und schickte das geozentrische in Rente (zumindest für die Meisten).
Aber noch immer konnten wir ziemlich stolz auf uns sein. Denn auch wenn wir verdammt nochmal die Sonne umkreisen und nicht sie uns, so waren wir dem Zentrum doch noch immer ziemlich nah. Wir durften uns nach wie vor sehr, sehr wichtig und groß fühlen.
Aber diese verflixten Wissenschaftler! Lange dauerte es nicht und man stellte fest: Auch das trifft es immer noch nicht. Denn wir sind nur Teil eines beinahe läppischen Sonnensystems, das gerade mal aus acht Planeten besteht. ACHT!!!!! Was soll das! Wo alleine die Milchstraße, also unsere Galaxie, doch schon aus 100 bis 200 Milliarden Sonnen besteht. Von den unzählbaren Planeten mal ganz zu schweigen. Und das ist dann nur unsere Galaxie. Eine recht kleine von vermuteten 100 Milliarden Galaxien im sichtbaren Universum. Wie viel müssen wir denn noch ertragen! Erst kickt uns diese doofe heliozentrische Sache vom stolzen Thron und jetzt auch noch das!?
Das darf einfach nicht sein! Es kann nicht angehen, dass wir, dass jeder einzelne, dass ICH so unbedeutend bin! Auf diesem zum Mini-Furz degradierten Planeten bin ich auch noch dazu nur einer von 8 Milliarden? Wenn man nun noch rechnet, wie viele Leben es vorher schon gab und wie viele noch kommen werden - was gelte ich denn dann? ... mag sich so mancher fragen.
Dagegen muss man was tun! Was für ein Weltbild könnte einem da jetzt nur helfen? Hmmm, mal sehen. Geozentrisch ... heliozentrisch ... wo bleibe ich? Ach ja!!! Egozentrisch! Das ist die Lösung! Ich beschließe einfach, dass sich alles um mich dreht! Ich will der Tollste, Beste, Größte, Berühmteste, Reichste und auch der Beliebteste sein! Und wenn ich das mit der Beliebtheit nicht schaffe, dann wenigstens der Unbeliebteste, Hauptsache man nimmt mich als etwas ganz Großes wahr, zum Beispiel indem ich Europa in Schutt und Asche lege oder am besten gleich die Atombombe werfe. Au ja! Egozentrik sei Dank - Halleluja! Wie erhebend, wie göttlich, ICH BIN GOTT!!!
Kommt das jemandem bekannt vor? Mir fallen so einige Personen ein, die genau das ausstrahlen und noch viel mehr, die danach eifern. Und mir fallen eine Menge Bücher, (Erfolgs-)Autobiografien und Ratgeber ein, die genau diese Egozentrik bedienen. Ganz im Tolstoi-Sinne: Gebt den Leuten, was sie hören wollen. "Es gefällt ihnen, dass man sie für gut halte." - Wie toll! Also einfach ein paar Bücher schreiben oder Sprüche posten, die jedem vermitteln: "Ich bin toll, soll exakt so bleiben wie ich bin, denn eigentlich bin ich jetzt bereits Gott."
Das egozentrische Zeitalter, ich denke wir sind mittendrin. Während es bei geozentrisch und heliozentrisch noch viel mehr das "Wir" gab ("Wir stehen alle gemeinsam im Mittelpunkt" bzw. "Wir umkreisen alle gemeinsam die Sonne"), gibt es im egozentrischen Zeitalter viel mehr den Ich-Gedanken ("Ich bin göttlich").
Ego und Bewusstsein schließen sich einander aus. Ein Mensch, der wirklich im Bewusstsein lebt, fühlt sich nicht klein, einsam, verlassen und bedroht durch die Größe des Universums. Im Gegenteil. Er wächst mit dem Bewusstsein über die gigantische Größe von allem und fühlt sich darin geborgen. Er ist Eins mit allem und daher entspricht die Größe des Kosmos quasi der eigenen Größe. Insofern ja, man ist mit Sicherheit auch auf eine Art Gott. Doch natürlich nicht so, wie es das menschliche Ego versteht, im Sinne von "Chef zu sein" oder an der Spitze einer Hierarchie zu stehen, über allen anderen.
Sei ein Tropfen im Ozean und freu dich, dass du aus dem gleichen Stoff bist, aus dem das Alles-das-ist ist. Wie wichtig ist dann noch deine eigene oder die absolute Größe von allem? Sie ist unbedeutend. Stört es einen Zocker, wenn eine Spielewelt unendlich groß ist? Nein - er sieht darin Weite, Möglichkeiten, endlos viel Abenteuer, Dinge zu entdecken. Werde dir deiner Rolle, deiner Identität bewusst. Erinnere, worum dieses Spiel sich dreht. Und dann spiele das Spiel oder spiele die Rolle in diesem Stück. Achte nur bitte darauf, dass es im Einklang mit der Idee des Lebens steht. Nur so können wirklich alle Spaß am Spiel haben. Platz genug für alle gäbe es ja ...
Ein waches Bewusstsein ist völlig frei von Abhängigkeit. Und somit ist auch nichts von der Größe des Universums abhängig - schon gar nicht das Selbst-Bewusstsein, das Bewusstsein vom Selbst. An dieser Frage erkennst du durchaus den Status deiner Bewusstwerdung.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Leo Tolstoi   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Bewusstsein - Ego - Erfolg - Abhängigkeit
Leo Tolstoi   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Bewusstsein - Ego - Erfolg - Abhängigkeit
gelesen markieren 

Veränderung durch Stillstand?
#71 • Albert Einstein •
1:23 min
1:23 min "Die Definition von Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." (Albert Einstein)
Man kann Menschen grob in zwei Gruppen einteilen: Diejenigen, die darauf warten, dass etwas passiert, und diejenigen, die ...
mehr
etwas in Bewegung setzen. Zu welcher Gruppe gehörst du?
Einstein scheint eine feste Meinung zu haben. Er sagt ganz klar, wer nicht selbst aktiv etwas verändert, braucht auch keine Veränderungen von außen zu erwarten - vermutlich erst recht keine Verbesserungen. Denn das Mindeste, was uns widerfährt, ist, dass wir älter, müder und erschöpfter werden - vielleicht auch kränker -, während wir (zu lange) einfach nur abwarten.
Natürlich kann es Wunder geben. Aber ich bin überzeugt davon, dass auch Wunder nur denjenigen widerfahren werden, die offen dafür sind. Und das bedeutet wiederum: Offen zu sein für Veränderungen. Denn wie kannst du etwas anderes und besseres erwarten, wenn du dich eigentlich gegen Veränderungen sträubst, womöglich aus Angst. Angst schließt Liebe aus. Und somit auch Freude, Glück, Kraft, Gesundheit, ...
Niemand wird zu seinem Glück gezwungen. Das Glück hat auch seine Prinzipien und sucht sich diejenigen, die es voller Vertrauen und Freude empfangen.
Wenn du total feststeckst in deinem Leben, kann es auch helfen, mal den ganz großen Schritt zurück zu tun. Sich die Frage zu stellen: Worum geht es im Leben überhaupt und was ist der Mensch? Wer bin ich? Und zwar nicht gemäß dem aktuellen Zeitgeist, denn der ist vergänglich und instabil, sondern im Sinne des Lebens selbst. Die Antworten darauf sind eigentlich sehr simpel. Aber sie verändern einfach alles.
Stell dir ein Computerspiel vor, von dem du keine Ahnung hast, worum es eigentlich geht und was das Ziel des Spieles ist. Was deine Spielfigur eigentlich zu tun hat. Wie willst du dann wissen, welche Menschen (Gefährten) zu dir passen und auf welche du eigentlich leicht verzichten kannst (oder solltest!), welche Lebensinhalte, welche Ziele, welche Wege, welche Entscheidungen, ...
Sich an Sinn und Identität zu erinnern ist ein echter Game Changer. Denn sich zu erinnern, ... ist wie ein neues Leben. Daher geht es auch in meinem Coaching um die Basis von einfach allem. Schritt für Schritt nehme ich dich behutsam an die Hand und helfe dir, Licht in die Sache zu bringen. Von der Dunkelheit deines inneren Verlieses, zurück, raus ans Licht.
Der Rest wird sich daraus beinahe von selbst ergeben und offenbaren.
Man kann Menschen grob in zwei Gruppen einteilen: Diejenigen, die darauf warten, dass etwas passiert, und diejenigen, die ...
etwas in Bewegung setzen. Zu welcher Gruppe gehörst du?
Einstein scheint eine feste Meinung zu haben. Er sagt ganz klar, wer nicht selbst aktiv etwas verändert, braucht auch keine Veränderungen von außen zu erwarten - vermutlich erst recht keine Verbesserungen. Denn das Mindeste, was uns widerfährt, ist, dass wir älter, müder und erschöpfter werden - vielleicht auch kränker -, während wir (zu lange) einfach nur abwarten.
Natürlich kann es Wunder geben. Aber ich bin überzeugt davon, dass auch Wunder nur denjenigen widerfahren werden, die offen dafür sind. Und das bedeutet wiederum: Offen zu sein für Veränderungen. Denn wie kannst du etwas anderes und besseres erwarten, wenn du dich eigentlich gegen Veränderungen sträubst, womöglich aus Angst. Angst schließt Liebe aus. Und somit auch Freude, Glück, Kraft, Gesundheit, ...
Niemand wird zu seinem Glück gezwungen. Das Glück hat auch seine Prinzipien und sucht sich diejenigen, die es voller Vertrauen und Freude empfangen.
Wenn du total feststeckst in deinem Leben, kann es auch helfen, mal den ganz großen Schritt zurück zu tun. Sich die Frage zu stellen: Worum geht es im Leben überhaupt und was ist der Mensch? Wer bin ich? Und zwar nicht gemäß dem aktuellen Zeitgeist, denn der ist vergänglich und instabil, sondern im Sinne des Lebens selbst. Die Antworten darauf sind eigentlich sehr simpel. Aber sie verändern einfach alles.
Stell dir ein Computerspiel vor, von dem du keine Ahnung hast, worum es eigentlich geht und was das Ziel des Spieles ist. Was deine Spielfigur eigentlich zu tun hat. Wie willst du dann wissen, welche Menschen (Gefährten) zu dir passen und auf welche du eigentlich leicht verzichten kannst (oder solltest!), welche Lebensinhalte, welche Ziele, welche Wege, welche Entscheidungen, ...
Sich an Sinn und Identität zu erinnern ist ein echter Game Changer. Denn sich zu erinnern, ... ist wie ein neues Leben. Daher geht es auch in meinem Coaching um die Basis von einfach allem. Schritt für Schritt nehme ich dich behutsam an die Hand und helfe dir, Licht in die Sache zu bringen. Von der Dunkelheit deines inneren Verlieses, zurück, raus ans Licht.
Der Rest wird sich daraus beinahe von selbst ergeben und offenbaren.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
NeuesDenken - Identität - Bestimmung
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
NeuesDenken - Identität - Bestimmung
gelesen markieren 

SPEC Technik, Gebet und Recollector sein
#293 • Helen Hadsell •
2:49 min
2:49 min
Manchmal wird sie auch Helene Hadsell genannt. Vielen ist sie bekannt als die "Wettbewerbskönigin", da sie bei ...
zahlreichen Wettbewerben gewinnen konnte. Sie war ein Fan von Norman Vincent Peale und forschte selbst im Bereich der Spiritualität, insbesondere an der Kraft der Gedanken und des Unterbewusstseins ("The Name It & Claim It Game").
Auch für die von ihr entwickelte SPEC-Technik bzw. S.P.E.C. Methode wurde sie berühmt. SPEC oder S.P.E.C. steht für Select it, Project it, Expect it und Collect it. Also wähle/definiere einen Wunsch, stelle dir seine Manifestation intensiv und lebhaft vor, erwarte ohne jeden Zweifel seine "Erfüllung" und greife zu bzw. sammle ihn ein (allerdings auch durch aktives Handeln). Vereinfacht ausgedrückt.
Soweit so gut. Was mich an diesen Dingen jedoch immer wieder stört, denn die moderne Wissenschaft oder Psychologie beansprucht ebenfalls immer mal wieder dies und jenes gerade erst entdeckt und erkannt, ja beinahe erfunden zu haben, ist die Tatsache, dass auch die SPEC Methode absolut nichts neu Entwickeltes ist. Nehmen wir mal nur beispielsweise das christliche Gebet, wie es die Bibel vor 2000 Jahren schon lehrte.
Grundsätzlich soll man beim Beten nicht viele Worte machen, denn Worte haben zwar viel Macht, doch was das Unterbewusstsein angeht, sind Bilder und Emotionen stärker. Also das S(elect it) ist sowohl bei Helen Hadsell als auch im Gebet zunächst die wörtliche Definition des Wunsches. Für sich selbst erst einmal zu klären, was man eigentlich möchte.
Das P(roject it) entspricht dem "Herzenswunsch". Also das Ersehnte sehen, spüren, mit großen aufregenden Gefühlen wie Freude, Liebe und Dankbarkeit verbinden, so lebendig es nur geht. Sehen, hören, riechen, schmecken, ... Intensiv in der Vorstellung und lebendig im Herzen, aus dem Herzen, deinem tiefsten Inneren heraus. Hierzu gleich noch mehr.
Das E(expect it), also das nicht Vorhandensein des geringsten Zweifels finden wir ebenfalls als deutliche Ermahnung von Jesus: "Darum sage ich euch: Glaubt bei allem, worum ihr betet und bittet, dass ihr es schon bekommen habt. Dann werdet ihr es auch bekommen." (Mk 11:24) denn: Wer zweifelt, "darf nicht erwarten, dass er von Jehova irgendetwas bekommt." (Jakobus 1:5-8)
Beim C(ollect it) betont Helen Hadsell, dass man natürlich auch aktiv werden muss. Möchte man ein Haus gewinnen, sollte man auch bei Gewinnspielen mitmachen. Will man einen Bestseller schreiben, sollte man auch Bücher schreiben. Das neue Testament sagt dazu: "So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut." (Joh. 13:17) Auch hier wird man erst happy, wenn man auch entsprechend handelt.
Sowohl Helen Hadsell monierte, dass die meisten Menschen am "Expect" scheitern, als auch Jesus. Tatsächlich sind wir alle im Wünschen wahre Weltmeister. Das (S)elect, also den Wunsch verbal zu äußern, fällt extrem leicht. Manche packen ihn auch in ein Gebet und erhalten - nichts.
Das (P)rojizieren, also das lebhafte Vorstellen, fällt vielen schon deutlich schwieriger. Einige haben auch Angst, sich in unrealisierbaren Träumereien zu verlieren. Und spätestens beim (E)xpect, also dem festen Glauben daran, scheitern viele, so dass es zum aktiven Handeln, dem (C)ollect, gar nicht erst kommt.
Was ich damit auch sagen möchte ist: Oft ist es ein viel einfacherer und direkterer Weg, sich gleich mit so manchem Urwissen, mit spirituellen Wahrheiten zu beschäftigen und nicht erst darauf zu warten, bis auch die Wissenschaft allmählich dahinter kommt.
Urwissen erkennst du eher an Gefühlen wie "Stimmt, da hat der/die Autor/in wirklich recht" oder "ich spüre, dass da tatsächlich was dran sein kann". Angelerntes Wissen erzeugt hingegen kein Aha-stimmt-Gefühl. Sondern eher ein Ahh-das-wusste-ich-noch-nicht. Etwa wenn du eine neue Spanischvokabel lernst oder Jura studierst und Mensch gemachte Gesetze paukst.
Ewige, spirituelle Wahrheiten kannst du jederzeit und in unverfälschter Originalform in dir selbst entdecken. Du musst nur danach suchen, genau hinschauen wollen - auch wenn beim Blick nach innen manches mitunter erst einmal wehtun mag. "Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan." (Mt. 7,8) - Gemeint ist hier eben jener Zugang zu genau solchem Wissen und dem allgemeinen Verständnis.
Ich wollte noch kurz auf das (S)elect bzw. (P)rojizieren eingehen, auf die Definition des Wunsches und diesen tief im Herzen zu spüren. "Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf." (1. Korinther, 6,12) - Das bedeutet, dass sowohl die SPEC Technik als auch das Gebet versprechen, prinzipiell für jeden Wunsch (der aus dem Herzen kommt) zu funktionieren. Doch prüfe deine Wünsche genau auf ihre Güte. Denn bei weitem nicht alles, das man sich wünscht, sollte auch in Erfüllung gehen. "Die Geister, die ich rief, ..." - diesmal ein Zitat aus Goethes Zauberlehrling.
Wenn dir die Qualität und tiefe Connection mit allem-das-ist bei deinen Wünschen wichtig ist, dann magst du vielleicht ein Recollector werden?
Urheber d. einleitenden Zitates:
Helen Hadsell   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Beten - Manifestieren - Transformation
Helen Hadsell   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Beten - Manifestieren - Transformation
gelesen markieren 

Zeitscheiben sind wie Brotscheiben
#109 • Christopher E. Schmitt •
4:06 min
4:06 min Der heutige Gedanke ist ziemlich freaky und womöglich nur etwas für harte Physikfans. Ich empfehle auch dringend, den verlinkten Clip auf YouTube anzuschauen ("Ist Zeit nur eine Illusion? Die Magie des Kosmos" - gelaufen auf ... 
mehr
ARTE, NICHT MEHR VERFÜGBAR). Der Link startet bei Minute 21, an der Stelle, um die es hier gehen soll. Doch die gesamten 50 Minuten sind äußerst spannend und sehenswert, finde ich.
Ich ergänze hier nur noch meine spirituell-philosophischen Denkansätze dazu. Zusammengefasst kann man sagen: Mit dem Urknall begannen Zeit und Raum, besser gesagt: Die Raumzeit. Dieser Moment (welches das "erste Jetzt" war, den das "erste Hier" kannte), war wohl der physikalisch geordnetste Moment aller Zeiten. Seitdem entwickelt sich das gesamte Universum kontinuierlich in Richtung Chaos.
Leben bedeutet jedoch Pulsieren. Alles geschieht in Wellen. Auf und Ab. Hin und Her. Und es gibt Grund zur Annahme, dass jene Entwicklung sich - etwa wie das Ein- und Ausatmen - auch wieder in die andere Richtung bewegen wird - hin in Richtung Ordnung. Und sei es erst in etlichen Milliarden Jahren. Dies könnte auch unsere Sehnsucht nach der wahren "Heimat", nach Ruhe und einer gewissen Vertrautheit, Harmonie und Ordnung erklären. Zumindest einige Menschen empfinden diese Sehnsucht (bereits), während sich andere (noch) eher vom Chaos, der Expansion und einer Art "Hinausgehen" angezogen fühlen. Und selbst jene sehnen sich in ihrem tiefsten Innern meist nach der Harmonie der Zweisamkeit - der Einheit der Dinge, statt der Trennung.
Einstein war der Erste, der erkannte, dass auch Raum und Zeit eine Einheit bilden. Die Stelle im Video besagt, dass, wenn wir uns schon den gesamten Raum als "jetzt vollständig präsent" vorstellen, wir das Gleiche auch von Zeit annehmen müssen. Die Vergangenheit (begonnen mit dem Urknall), wie auch die Zukunft bis hin zum "Ende der Welt" - sie existieren jetzt. Und zwar nicht noch oder schon. Sondern einfach nur jetzt. In jedem Augenblick (also im Jetzt).
Dies wiederum würde sich mit manchen Nahtod Ehrfahrungsberichten decken, die ich bereits gelesen habe. Menschen, die tot waren und wieder zurückkamen, berichten teilweise davon, dass sie sich alleine durch den Wunsch, durch einen simplen Gedanken (oder ein Gefühl?) an jeden beliebigen Ort und an jede beliebige Zeit des Universums "beamen" konnten. Jeder Ort und jeder Augenblick war in einer einzigen Singularität einfach da. Das wird man niemals beweisen oder verifizieren können. Wie nichts im Bereich der Spiritualität, weswegen er sich Vielen leider auch verschließt.
Damit nicht genug. Manche berichteten auch davon, dass sie auf geliebte "Seelen" trafen. Auf Menschen, die eigentlich noch lebten und dennoch waren sie schon "auf der anderen Seite". Das macht auch Sinn, wenn sich Zeit und Raum aufheben, dann gibt es im "Jenseits" kein Warten auf irgendwen, irgendwas, irgendwann oder auf ein Irgendwo. Alles ist. Oder wie Gott bei Moses sagt: "Ich bin". Oder Jesus: "Bevor die Welt war, bin ich."
Zeit, Raum und somit auch Bewegung durch den Raum, welche ja wiederum Zeit benötigt, hängen also miteinander zusammen. Der Video-Ausschnitt zeigt, dass man sich das wie eine Scheibe in einem Laib Brot vorstellen kann. Das, was "jetzt gerade" auf einem Planeten 10 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt geschieht, passiert nur dann genau jetzt, wenn du dich nicht bewegst. Bewegst du dich auf jenen Planeten zu oder entfernst dich von ihm, dann verdreht sich auch die "Zeitscheibe" - um wenige Bruchteile eines Grades. Auf diese riesige Distanz von 10 Milliarden Jahren bewirkt das jedoch Enormes: Plötzlich befindest du dich nicht mehr auf der gleichen Zeitscheibe, wie das "Jetzt", sondern z.B. 200 Jahre in der Zukunft oder der Vergangenheit jenes entfernten Planeten. Es klingt verrückt. Aber es macht durchaus Sinn. Der Dopplereffekt beschreibt ja ein relativ ähnliches Phänomen. Schau dir die Stelle im Video an, dort wird es weit besser erklärt. Auch visuell. Link siehe unten in diesem Beitrag.
Zum Schluss noch der spirituell-philosophische Teil: Wenn Zeit, also die Zukunft, schon existiert, wieso sollten wir dann auch nur einen einzigen Gedanken daran verschwenden, unsere Zukunft zu optimieren? Wenn doch alles offensichtlich vollkommen deterministisch zu sein scheint!
Gegenfrage: Deine Wohnung existiert als Raum ebenfalls. Und dennoch arbeitest du daran, diesen Raum sauber zu halten und zu verschönern. Du kaufst Möbel, renovierst hin und wieder, legst dir neue Elektrogeräte zu, um alles schöner und angenehmer zu gestalten. Der Raum wäre aber auch ohne dein Zutun da, so wie er immer schon da war. Er wäre nur anders. Und ganz genauso ist es mit der Zeit.
Nur weil die Zukunft bereits existiert, heißt das noch lange nicht, dass sie unveränderlich existiert. Sie ist auf eine Art bereisbar. In der Theorie bislang. Oder in der Fantasie. Oder nach dem Tod. Oder als Vision für Visionäre. Als Vision, die es dann zu realisieren und zu manifestieren gilt. In meinem Coaching reisen wir beispielsweise durch die 4. Bewusstseins-Dimension, in eine gedankliche Zukunft auf Basis der #3erinnerungen.
Wir stoßen hier definitiv an die Grenzen unseres Verstandes. Genau deswegen postuliere ich ja auch unermüdlich, dass wir nicht zu sehr auf unseren Verstand bauen dürfen. Dass wir nicht nur glauben dürfen, was wir auch intellektuell verstehen oder direkt sehen können. Sonst wird unser Leben ganz exakt genauso eingeschränkt sein, wie es unser Verstand ist. Und das ist er nun einmal, selbst der des größten Genies.
Du glaubt nur das, was du siehst? Mach ein kleines Experiment: Aktiviere deine Handykamera. Drücke dann eine Taste auf deiner TV Fernbedienung und schaue, was in deiner Handykamera passiert. Was siehst du? Siehst du das Flackern an der Spitze der Fernbedienung? Das ist Infrarotlicht. Du selbst kannst es nicht direkt sehen, da deine Augen diese Frequenz nicht wahrnehmen können (ebenso wenig wie UV Licht, Radioaktivität, Funkwellen, ...). Deine Kamera kann es sehen, da sie absichtlich so konzipiert wurde. Und dennoch ist dieses Licht da. Du solltest auch glauben können, was du nicht siehst oder nicht verstehst. Der spirituelle Mensch, wenn er nicht überambitioniert über das Ziel hinausschießt wohlgemerkt, sieht auf andere Weise. Er fühlt zusätzlich zum Verstand auch, ob etwas wahr ist oder nicht, indem er den Zugang zu seinem Inneren offenhält.
Nur weil Zeit eine Illusion ist (wenn auch "eine sehr hartnäckige", laut Einstein. Auch dieses Zitat kommt später in dem Film vor), heißt das nicht, dass sie nicht existiert. Zeit ist eine Illusion, in dem Sinne, wie wir sie erfahren. Die Illusion aufzuheben und zu verstehen, dass Zeit durchaus existiert, nur eben anders (sie ist immer da und "vergeht" nicht), heißt dennoch nicht, dass uns alles egal sein sollte. Wir haben durchaus "die Zukunft" in der Hand. Wir haben durchaus die Verantwortung für die Zukunft. Ebenso wie wir in der Hand haben, ob ein Stück Land ein Wald bleiben oder eine Wüste werden wird. Das Land ist immer da. Die Zeit ist immer da. Doch die Gestaltung von beidem bleibt vollkommen flexibel.
Mach daher mit bei dem Projekt hier! Wenn du im Bewusstsein der #3erinnerungen ein(e) Architekt(in) der Zukunft werden willst. Das heißt: Werde es nicht. Sei es!
ARTE, NICHT MEHR VERFÜGBAR). Der Link startet bei Minute 21, an der Stelle, um die es hier gehen soll. Doch die gesamten 50 Minuten sind äußerst spannend und sehenswert, finde ich.
Ich ergänze hier nur noch meine spirituell-philosophischen Denkansätze dazu. Zusammengefasst kann man sagen: Mit dem Urknall begannen Zeit und Raum, besser gesagt: Die Raumzeit. Dieser Moment (welches das "erste Jetzt" war, den das "erste Hier" kannte), war wohl der physikalisch geordnetste Moment aller Zeiten. Seitdem entwickelt sich das gesamte Universum kontinuierlich in Richtung Chaos.
Leben bedeutet jedoch Pulsieren. Alles geschieht in Wellen. Auf und Ab. Hin und Her. Und es gibt Grund zur Annahme, dass jene Entwicklung sich - etwa wie das Ein- und Ausatmen - auch wieder in die andere Richtung bewegen wird - hin in Richtung Ordnung. Und sei es erst in etlichen Milliarden Jahren. Dies könnte auch unsere Sehnsucht nach der wahren "Heimat", nach Ruhe und einer gewissen Vertrautheit, Harmonie und Ordnung erklären. Zumindest einige Menschen empfinden diese Sehnsucht (bereits), während sich andere (noch) eher vom Chaos, der Expansion und einer Art "Hinausgehen" angezogen fühlen. Und selbst jene sehnen sich in ihrem tiefsten Innern meist nach der Harmonie der Zweisamkeit - der Einheit der Dinge, statt der Trennung.
Einstein war der Erste, der erkannte, dass auch Raum und Zeit eine Einheit bilden. Die Stelle im Video besagt, dass, wenn wir uns schon den gesamten Raum als "jetzt vollständig präsent" vorstellen, wir das Gleiche auch von Zeit annehmen müssen. Die Vergangenheit (begonnen mit dem Urknall), wie auch die Zukunft bis hin zum "Ende der Welt" - sie existieren jetzt. Und zwar nicht noch oder schon. Sondern einfach nur jetzt. In jedem Augenblick (also im Jetzt).
Dies wiederum würde sich mit manchen Nahtod Ehrfahrungsberichten decken, die ich bereits gelesen habe. Menschen, die tot waren und wieder zurückkamen, berichten teilweise davon, dass sie sich alleine durch den Wunsch, durch einen simplen Gedanken (oder ein Gefühl?) an jeden beliebigen Ort und an jede beliebige Zeit des Universums "beamen" konnten. Jeder Ort und jeder Augenblick war in einer einzigen Singularität einfach da. Das wird man niemals beweisen oder verifizieren können. Wie nichts im Bereich der Spiritualität, weswegen er sich Vielen leider auch verschließt.
Damit nicht genug. Manche berichteten auch davon, dass sie auf geliebte "Seelen" trafen. Auf Menschen, die eigentlich noch lebten und dennoch waren sie schon "auf der anderen Seite". Das macht auch Sinn, wenn sich Zeit und Raum aufheben, dann gibt es im "Jenseits" kein Warten auf irgendwen, irgendwas, irgendwann oder auf ein Irgendwo. Alles ist. Oder wie Gott bei Moses sagt: "Ich bin". Oder Jesus: "Bevor die Welt war, bin ich."
Zeit, Raum und somit auch Bewegung durch den Raum, welche ja wiederum Zeit benötigt, hängen also miteinander zusammen. Der Video-Ausschnitt zeigt, dass man sich das wie eine Scheibe in einem Laib Brot vorstellen kann. Das, was "jetzt gerade" auf einem Planeten 10 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt geschieht, passiert nur dann genau jetzt, wenn du dich nicht bewegst. Bewegst du dich auf jenen Planeten zu oder entfernst dich von ihm, dann verdreht sich auch die "Zeitscheibe" - um wenige Bruchteile eines Grades. Auf diese riesige Distanz von 10 Milliarden Jahren bewirkt das jedoch Enormes: Plötzlich befindest du dich nicht mehr auf der gleichen Zeitscheibe, wie das "Jetzt", sondern z.B. 200 Jahre in der Zukunft oder der Vergangenheit jenes entfernten Planeten. Es klingt verrückt. Aber es macht durchaus Sinn. Der Dopplereffekt beschreibt ja ein relativ ähnliches Phänomen. Schau dir die Stelle im Video an, dort wird es weit besser erklärt. Auch visuell. Link siehe unten in diesem Beitrag.
Zum Schluss noch der spirituell-philosophische Teil: Wenn Zeit, also die Zukunft, schon existiert, wieso sollten wir dann auch nur einen einzigen Gedanken daran verschwenden, unsere Zukunft zu optimieren? Wenn doch alles offensichtlich vollkommen deterministisch zu sein scheint!
Gegenfrage: Deine Wohnung existiert als Raum ebenfalls. Und dennoch arbeitest du daran, diesen Raum sauber zu halten und zu verschönern. Du kaufst Möbel, renovierst hin und wieder, legst dir neue Elektrogeräte zu, um alles schöner und angenehmer zu gestalten. Der Raum wäre aber auch ohne dein Zutun da, so wie er immer schon da war. Er wäre nur anders. Und ganz genauso ist es mit der Zeit.
Nur weil die Zukunft bereits existiert, heißt das noch lange nicht, dass sie unveränderlich existiert. Sie ist auf eine Art bereisbar. In der Theorie bislang. Oder in der Fantasie. Oder nach dem Tod. Oder als Vision für Visionäre. Als Vision, die es dann zu realisieren und zu manifestieren gilt. In meinem Coaching reisen wir beispielsweise durch die 4. Bewusstseins-Dimension, in eine gedankliche Zukunft auf Basis der #3erinnerungen.
Wir stoßen hier definitiv an die Grenzen unseres Verstandes. Genau deswegen postuliere ich ja auch unermüdlich, dass wir nicht zu sehr auf unseren Verstand bauen dürfen. Dass wir nicht nur glauben dürfen, was wir auch intellektuell verstehen oder direkt sehen können. Sonst wird unser Leben ganz exakt genauso eingeschränkt sein, wie es unser Verstand ist. Und das ist er nun einmal, selbst der des größten Genies.
Du glaubt nur das, was du siehst? Mach ein kleines Experiment: Aktiviere deine Handykamera. Drücke dann eine Taste auf deiner TV Fernbedienung und schaue, was in deiner Handykamera passiert. Was siehst du? Siehst du das Flackern an der Spitze der Fernbedienung? Das ist Infrarotlicht. Du selbst kannst es nicht direkt sehen, da deine Augen diese Frequenz nicht wahrnehmen können (ebenso wenig wie UV Licht, Radioaktivität, Funkwellen, ...). Deine Kamera kann es sehen, da sie absichtlich so konzipiert wurde. Und dennoch ist dieses Licht da. Du solltest auch glauben können, was du nicht siehst oder nicht verstehst. Der spirituelle Mensch, wenn er nicht überambitioniert über das Ziel hinausschießt wohlgemerkt, sieht auf andere Weise. Er fühlt zusätzlich zum Verstand auch, ob etwas wahr ist oder nicht, indem er den Zugang zu seinem Inneren offenhält.
Nur weil Zeit eine Illusion ist (wenn auch "eine sehr hartnäckige", laut Einstein. Auch dieses Zitat kommt später in dem Film vor), heißt das nicht, dass sie nicht existiert. Zeit ist eine Illusion, in dem Sinne, wie wir sie erfahren. Die Illusion aufzuheben und zu verstehen, dass Zeit durchaus existiert, nur eben anders (sie ist immer da und "vergeht" nicht), heißt dennoch nicht, dass uns alles egal sein sollte. Wir haben durchaus "die Zukunft" in der Hand. Wir haben durchaus die Verantwortung für die Zukunft. Ebenso wie wir in der Hand haben, ob ein Stück Land ein Wald bleiben oder eine Wüste werden wird. Das Land ist immer da. Die Zeit ist immer da. Doch die Gestaltung von beidem bleibt vollkommen flexibel.
Mach daher mit bei dem Projekt hier! Wenn du im Bewusstsein der #3erinnerungen ein(e) Architekt(in) der Zukunft werden willst. Das heißt: Werde es nicht. Sei es!
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber:
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Zukunft - Verantwortung - Entscheidung - Bewusstsein
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Zukunft - Verantwortung - Entscheidung - Bewusstsein
gelesen markieren 

Benutzt du Exit-Argumente?
#202 • Rainer Maria Rilke •
2:59 min
2:59 min
Aphorismen.de)
Mit "Exit-Argument" meine ich Argumente, mit denen jemand meist recht früh aus einem Gedanken oder einer These aussteigt und dann womöglich für immer oder eine sehr lange Zeit keine weitere Diskussion darüber zulässt. Das kann wichtige Weichen für das eigene Leben stellen, da man sich einen womöglich kostbaren Weg verbaut, durch ein Mindset, das vielleicht etwas zu voreilig abgespeichert wird, oder aus Impulsivität, weil einem selbst Schlimmes widerfahren ist.
Alle vier der folgenden Beispiele haben gemeinsam, dass ein Mensch, der so argumentiert, vermutlich entweder eine derbe Enttäuschung erlebte oder aber noch zu wenig Berührung mit dem wahren Wesen der Liebe (=Gott) hatte und vielleicht manchmal einfach ein wenig zu früh aufgab, das zugegebenermaßen massive Chaos der Kausalitäten in der Welt zu entwirren.
1. "Wenn es einen Gott gibt, muss er unendlich grausam sein, wenn er all das Elend in der Welt zulässt."
Eines der häufigsten Exit-Argumente, das ich höre. Das Thema Gott ist damit erledigt. Aber kann es nicht auch sein, dass es gerade unsere Gottlosigkeit ist, die einfach keinen Raum für Liebe (=Gott) lässt. Würden wir uns entscheiden, einen Staat auf Liebe (=Gott) zu gründen, dann gäbe es ganz sicher auch kein Elend mehr im großen Stil. (
Snippet #70)Einzelschicksale wie Krankheiten und Unfälle bleiben leider Teil einer stofflichen, biologischen Welt. Doch ohne gewissenloses Verhalten, beispielsweise seitens der Lebensmittelindustrie, hätten wir vermutlich auch bald weniger Krankheiten. Auch ohne Mobbing, ohne Hass, ohne Drohungen, ohne Kriminalität ... all das sind die Folgen einer Welt, die nicht auf Liebe basiert und münden wiederum als Folge auch in (psychosomatischen) Krankheiten. Es ist unsere Entscheidung, was unser Fundament sein soll. Liebe ist es jedenfalls bisher nicht, also sollten wir uns weder wundern noch beklagen.
2. "Priester missbrauchen Kinder, (selbsternannte) Krieger Gottes sprengen Menschen in die Luft oder fahren sie über den Haufen, um anderen ihre Definition von Glauben aufzuzwingen ... man sollte das Thema Glauben einfach verbieten."
Eine weitere Aussage aus meiner persönlichen Top 10 der meistgehörten Exit-Argumente. Nur weil jemand sagt, er sei Krieger Gottes, muss es noch lange nicht so sein. Um die Spreu vom Weizen trennen zu können, sollte man selbst das Wesen der Liebe erforschen. Dann ist man in der Lage, tatsächliche "Krieger Gottes" zu erkennen. Solche würden niemals töten, alleine schon weil sie wissen, dass man Glaube nicht erzwingen und sich "einen Platz im Himmel" auch nicht erkaufen kann. Die 10 Gebote beispielsweise sind tatsächlich keine Vorschriften. Sie sind viel mehr eine Art "Erkennungs-Checkliste". Wer gegen die 10 Gebote verstößt (z.B. weil er tötet, stiehlt oder seinen Partner betrügt), hat Gott noch nicht kennengelernt.
3. Ebenso wie: "Kaum ein anderes Thema sorgte für so viel Krieg und Elend in der Vergangenheit. Würden wir einfach aufhören, das Thema Gott so wichtig zu nehmen, wäre damit endlich Schluss."
Die Tatsache, dass wir es aber wichtig nehmen, immer schon wichtig nahmen und so immens verteidig(t)en, zeigt, dass es ein wichtiges Thema sein muss, ein Instinkt, so wichtig wie der Sinn des Lebens. Die Tatsache, dass wir als Menschheit im Glauben noch nicht so weit gekommen sind, das Wesen der Liebe und seine Bedeutung richtig zu erfassen und praktisch umzusetzen, sollte nicht bedeuten, dass wir aufgeben, nach dem Optimum zu streben. In meinen Büchern beschreibe ich einen Weg dorthin.
4. Noch eins: "Damals, als die Menschen noch primitiv waren, machte ein Gottesglaube womöglich Sinn. Aber heute sind wir doch viel weiter entwickelt und wesentlich intelligenter."
Hier gilt dasselbe: Wer das Wesen der Liebe/Gottes verstanden hat (oder beginnt zu verstehen), weiß, dass Intelligenz und Weisheit zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind (
Snippet #52).Mit Intelligenz bauen wir unglaublich tolle Werkzeuge, doch die Weisheit (oder nicht Weisheit) entscheidet, wie wir sie einsetzen. Wir können GPS verwenden, um sicher Auto zu fahren und die Umwelt zu entlasten - oder aber, um Raketen auf Städte zu lenken. Darüber entscheidet Weisheit bzw. Bewusstsein und jene sind stets uneigennützig aus einem einfachen Grund: Weil das Wesen der Liebe zu verstehen auch bedeutet, voll und ganz gesättigt zu sein. Es gibt dann schlicht keinerlei Anlass mehr, den eigenen Vorteil buchstäblich "ums Verrecken" (meist der anderen) herbeizuführen. Wer alles hat, ist nicht mehr käuflich und verführbar. Avatar zeigt das ganz gut (
Snippet #201).Intelligente Menschen können sich ebenfalls satt fühlen - sind in der Regel für Sättigung jedoch von mehr äußeren Umständen abhängig. Fallen diese weg, bricht buchstäblich eine Welt zusammen. Konsum, Geltungszwang, Anerkennung, Gier, Machtstreben, Maßlosigkeit, Süchte jeglicher Art, ... gehen auf das Konto dieser Art von Sättigungsdrang.
Manche sagen auch, es kann keinen Sinn des Lebens geben, weil der Mensch sich offensichtlich so sinnbefreit verhält. Ich sehe es andersherum: Würde der Mensch sich an den Sinn des Lebens erinnern, er würde sofort aufhören, sich sinnbefreit zu verhalten. Und jenen zu erinnern, ist möglich. Man muss es nur wollen. Das ist eine Entscheidung. Genau wie Liebe. (
Snippet #34) Urheber d. einleitenden Zitates:
Rainer Maria Rilke   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Liebe - Gott - Weisheit - Bewusstsein - Sättigung - Abhängigkeit
Rainer Maria Rilke   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Liebe - Gott - Weisheit - Bewusstsein - Sättigung - Abhängigkeit
gelesen markieren 

Bist du schon bereit für wahre Heilung?
#271 • Lauren Hutton •
5:42 min
5:42 min
Gesund sein, körperlich und mental, das wollen wir alle. Aber sind wir auch bereit, alles dafür zu tun? ...
"Ja", werden viele sagen, die schon fleißig Gemüse und Obst essen, viel Sport treiben und das Rauchen etwas reduziert haben. Wahre Heilung geht aber viel tiefer und verlangt nicht selten eigentlich nach ganz anderen, etwas unbequemeren Maßnahmen, als einfach nur das Kochbuch auszutauschen. (Siehe "Was dich nicht herausfordert, verändert dich auch nicht.",
Snippet #255)Ob oder inwiefern Krankheiten zwar erschreckende und durchaus ernst zu nehmende, eigentlich aber gut meinende Ratgeber sind, die uns letztlich in ein besseres Leben (als einen besseren, eben gesünderen, reiferen, gewachseneren und heileren Menschen) führen möchten, mag ich an dieser Stelle mal offen lassen. Interessant ist aber, dass es tausende verschiedene (Gesichter von) Krankheiten gibt, aber nur eine einzige (1) Gesundheit.
"Welche Krankheit plagt dich?", klingt als Frage plausibel, während sich "An welcher Gesundheit darfst du dich erfreuen?" irgendwie schräg anhört.
Gut möglich, dass Krankheiten also wie eine ganz eigene Sprache fungieren bei all den unendlich vielen Gestalten und Kombinationen, mit denen sie sich ausdrücken können (ähnlich wie Träume). Ich bin weder Arzt noch Therapeut, kann und darf weder therapieren noch Diagnosen stellen. Aber was ich kann und darf ist, dich geistig soweit zu öffnen, dass der natürliche Heilungsprozess begünstigt werden könnte.
"Ich vermisse dich freundschaftlich und würde jetzt vielleicht gerne ein Coaching bei dir machen", sagte mir kürzlich eine alte Freundin, mit der es seit fast einem Jahr Funkstille gab, da wir miteinander nicht weiterkamen und unsere Blickrichtungen (und Wege) völlig auseinander gingen. Ich checkte ein paar Punkte ab, ob sie denn (inzwischen) überhaupt bereit und offen wäre für ein Coaching. Innerhalb einer Minute war klar: Nein, ist sie noch immer nicht.
Kaum einen der folgenden Punkte hatte sie inzwischen verstanden, so dass sie mit "Coaching" viel eher eine Art Müllentsorgung meinte. Ihre neuen Freunde hatten schlicht keine Lust, sich ihre Probleme anzuhören, sie suchten eher nach anderen Vorzügen bei ihr. Prinzipiell würde ich ihr natürlich sehr gerne helfen, auch kostenlos. Auch darf sie sich selbstverständlich bei mir ausschütten. Doch wenn es sich alleine darauf beschränkt, haben wir die klassische Mülleimer-Situation und dafür (alleine) stehe ich nicht mehr zur Verfügung. (
Snippet #268)Doch - wie es immer so ist, wenn etwas Negatives geschieht - ist das Gute an der Situation, dass ich darüber nachdachte und nun hier auflisten kann, was für ein Coaching bei mir und ganz allgemein auf dem Weg, ein wirklich rundum "heiler" Mensch zu werden, unabdingbare Voraussetzungen sind.
Du kannst diese Checkliste für dich durchgehen, sowie den verlinkten Coaching-Test machen, um herauszufinden, ob für dich ein Coaching bei mir passen könnte.
Wenn du zu entschieden zu vielen Punkten widersprichst, dann eher nicht. Wenn du für einige bereits bereit bist und für andere zumindest prinzipiell offen wärst, dann könnte ein Coaching sehr effizient sein.
- Lege deine Rapper-Identität/deinen Schmerzkörper ab. Oder sei bereit dafür. Den Begriff "Schmerzkörper" verwendet etwa Eckhart Tolle und meint damit, dass wir uns irgendwann derart mit unserem Leid identifizieren, dass wir zwar vordergründig tatsächlich gerne davon befreit wären, tief im Inneren jedoch Angst haben, ohne unser Leid gar nicht mehr zu wissen, wer wir eigentlich sind. Ich nenne es "Rapper-Identität", weil es bei dieser Musik (die Ausnahmen mögen mir vergeben!) doch sehr oft vorkommt, dass man sich mit seiner schwierigen Kindheit, der harten Jugend und der üblen Gegend, in der man lebt, gegenseitig batteln und überbieten möchte. Hier bauen ganze Musikerkarrieren und -identitäten auf Schmerz auf, je mehr davon, desto besser. Ohne diesen Schmerz, ohne die ewig neu herunter gebetete Geschichte ihres Lebens - was wäre dann noch da (eine Menge, darf ich dir versprechen)? Wenn du nicht bereit bist, diese Opfermentalität loszulassen, wird es schwierig. Denn wir wollen deine wahre Identität zum Leuchten bringen. Deine harte Vergangenheit hat dich geprägt, sicher. Aber wir wollen genau das verwenden für eine positive Zukunft und aus sauren Zitronen leckere Limonade machen, ohne künftig immer und immer wieder auf den ursächlichen Zitronen herumzukauen. Schließe ab damit, werde neu geboren, auch wenn deine Vergangenheit natürlich Teil deiner neuen DNA sein wird, das ist auch gut so. Sie wird nicht verleugnet. Sie wird transformiert.
- Akzeptiere das Leid für eine Weile, egal wie hart es wird. Wir leben in Convenience Zeiten. Lachen wollen wir den ganzen Tag, wer mal weint, scheint etwas falsch zu machen. Es tut etwas weh? Nimm eine Pille! Der Partner nervt? Erstmal Party machen gehen oder direkt fremdgehen "für das Selbstbewusstsein"! Ich bin seit ein paar Tagen nicht so gut drauf? Mal sehen ob mir der Arzt was verschreibt! - So funktioniert inneres Wachstum aber nicht. Du nimmst auch keine Pille, wenn du Hunger hast, sondern du löst das Problem so, wie es gelöst werden möchte: Du isst etwas! Deinem Körper fehlt Nahrung, das signalisiert er durch ein doofes Gefühl im Magen. Wie gut, dass Essen in der Regel Spaß macht, dass dieses Problem zu lösen also keine echte Challenge darstellt. Es gibt aber andere Schmerzen, die unbedingt erst zugelassen und wahrgenommen werden wollen (wenn sie nicht "lauter" werden, uns also krank machen sollen), dann verstanden werden müssen und uns dann nach Veränderungen in unserem Leben und Mindset suchen lassen. Daher: Löse dich von alten Denkmustern. Natürlich nicht von allen. Aber sei bereit für neuen Input, neue Sichtweisen, für Veränderungen und löse starre Mindsets auf. Das ist in der Regel der Punkt, bei dem ich dir sehr sympathisch sein muss. Jesus fragte einen seiner Jünger, als dieser ihn um Rat bat, zunächst dreimal "Liebst du mich?" - ich vergleiche mich keineswegs mit Jesus! Auch musst du mich nicht lieben. Aber diese Geschichte zeigt, dass ein Mensch nur einen positiven Einfluss nehmen kann, von dem man (sehr) positiv denkt und fühlt. Selbst Jesus konnte nichts tun, wenn der Hilfesuchende nicht genug von ihm hielt, sogar Liebe setzte Jesus voraus für das Vermitteln von Weisheit, Erkenntnis und Heilung. Sympathie, Vertrauen und mir etwas zutrauen setze ich aber voraus. Das kannst du bei einem Walk & Talk kostenlos rausfinden. ("Erkenne den Samen",
Snippet #235) - Stelle dich auf Beschneidungen ein. Eigentlich würde das beste Coaching so aussehen, dass wir beide ein oder zwei Wochen auf eine Berghütte fahren. Ohne Handy, ohne alles aus deinem Leben. So wie Elias in Teil 1 der Erinnerungs-Trilogie sein altes Leben hinter sich ließ, um sich (gerne zunächst testweise) voll uns ganz auf das neue einzulassen. Eine Berghütte besuchen werden wir in der Regel nicht können. Doch in jeder Alkohol- und Drogentherapie beginnt man damit, dass der Stoff aber auch das Umfeld ausgeblendet werden. Wenn du Kompensationshandlungen hast, die in Wahrheit dabei helfen sollen, Schmerz zu vermeiden, werden diese aufhören müssen. Süchte, aber auch so etwas wie zu viel Sport, notorisches Fremdgehen, ja sogar Prostitution war schon mal dabei, die sich als reiner "Ausgleich" also Kompensationshaltung herausstellte. Diese Handlungen müssen für ein Coaching enden, damit (siehe oben), eben jener Schmerz durchkommt, den es auszuhalten und zu durchleben gilt. Dafür bin ich ja dabei. Kompensierst du während des Coaching Prozesses weiter, bleibt alles nur ein an der Oberfläche dahin waberndes Geplaudere. Allerdings schauen wir hier ganz genau, ob es vertretbar ist oder ob deine Schmerzen zu groß werden könnten. Nicht, dass ich es nicht könnte, aber ich darf es dann nicht verantworten. Und keine Sorge: Natürlich gehen wir schrittweise vor. So dass es klappen wird!
- Es gibt keine klare Grenze zwischen deinem Leid und dem Leid der Welt. "Leben ist Leiden" sagt der Buddhismus. Aber man könne das Leiden beenden, verspricht Buddha. Und früh lehrt er weiter, dass dein Glück nicht vollkommen ist, wenn die Menschen, die du liebst, weiterhin leiden. Das war auch der Grund, weshalb ich mich von der Freundin vor einem Jahr lösen musste. Ihre Verdrängungstaktiken hatten toxische Ausmaße für alle, die sie liebten. Ihre Kompensationshandlungen sorgten dafür, dass es ihr für den Moment besser ging, ihrem Umfeld aber durch Sorge, Mitleid, Ohnmacht oder andere Schmerzen dafür umso schlechter. Leid verschwindet nicht einfach, es verlagert sich, wenn es nicht aktiv und bewusst aufgelöst wird. Also: Sei offen bei einem Coaching, dass wir buchstäblich über Gott und die Welt sprechen werden. Es hängt alles miteinander zusammen. Mit diesem Verständnis beginnen wir das Coaching auch. Sei bitte zumindest neugierig auf diesen Ansatz.
- Keine Verschwörungstheorien, keine Schuldzuweisungen. Wir machen keinen Stammtisch und daher findet auch kein "Die sind an allem Schuld" Stammtischgerede statt. Natürlich gibt es Syndikate, Banden, kriminelle und widerliche, machtbesessene Vollidioten (Antagonisten) und es mag sein, dass auch die eine oder andere "Verschwörungstheorie" zutrifft. Dass Politik korrupt ist, ist ohnehin kein Geheimnis. Das spielt aber letztlich gar keine Rolle und zwar deswegen, da auch diese Individuen letztlich "nur" krank sind. An solche verschwenden wir weder Zeit noch Gedanken. In einer heilen Welt hören jene (Un)wesen von alleine auf zu existieren. Wir fokussieren die Lösung (das eine Licht), nicht die Probleme (tausende Schatten), zumal Probleme stets eine Wirkung sind und niemals die Ursache. Wir schauen uns die Welt an, ja. Aber aktuelle Zeitgeschehnisse können wir zwar als Indizien betrachten, nicht jedoch als "das Problem". Wir schauen uns ewige und im gesamten Universum geltende Wahrheiten an (z.B. warum Angst das Gegenteil von Liebe ist und nicht Hass und wie wir das nutzen können) und nicht aktuelle Wahrheiten, die nur hier und heute gelten (z.B. Partei XY ist doof, korrupt und baut Scheiße).
Vielleicht wird diese Liste hin und wieder ergänzt. Danke fürs Lesen, ich freue mich darauf, dich kennenzulernen. Und frage mich bitte jederzeit, wenn etwas unklar ist.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Lauren Hutton   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Veränderung - Transformation - Transzendieren - Wandel - Bewusstsein - Heilung - Gesundheit
Lauren Hutton   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Veränderung - Transformation - Transzendieren - Wandel - Bewusstsein - Heilung - Gesundheit
gelesen markieren 

Göttliche Stille
#212 • Rumi •
1:56 min
1:56 min
Vor ein paar Tagen hatte ich eine Art Date. Sie fragte mich, welche Musik ich gerne höre. Ich war total aus dem Konzept ...
gebracht, denn die Frage ist natürlich völlig normal und legitim, doch ich dachte da schon lange nicht mehr drüber nach. Ich höre selten Musik. Aber wenn, dann intensiv und tatsächlich aus fast jeder Sparte. Auch Musik lässt erkennen, aus welcher Quelle sie stammt ...
Rammstein fand ich mal genial. Metallica, Guns n' Roses oder Green Day spielte ich gerne auf der E-Gitarre. Ich liebe Trance in manchen Momenten, hatte sogar mal eine Klassik Phase mit Anfang 20, Prodigy faszinierte mich lange, beim Inlineskating höre ich gerne 90er Breakdance Musik und wenn eine bestimmte Freundin da ist, hören wir Schlager und spacken ab. Aber wenn ich alleine bin, liebe ich meistens die Stille.
Es ist eine leise Stimme, "die Sprache Gottes". Gerne zeigt sie sich durchaus auch musikalisch, doch sie hat so unzählig viele Ausdrucksformen. Oft kann Musik - wie so vieles andere - eher davon ablenken. Und ich glaube ganz ehrlich, einige Menschen brauchen auch genau deswegen immer eine Geräuschkulisse um sich herum - um diese innere Stimme gerade NICHT hören zu "müssen".
Im Reiki heißt es, sind die zum tiefsten Chakra, dem Wurzelchakra passenden Klänge noch sehr bassig, massiv, erdig. Je höher das Chakra, desto "leichter" wird die dazu harmonierende Art der Musik. Zum Stirnchakra passen bereits eher sphärische, trancige Klänge und im Kronenchakra sei eben Stille die schönste Musik. Je mehr du in dir selbst findest, desto weniger brauchst du von außen.
Musik, Reden und Schreiben - darauf bezieht sich der 800 Jahre alte Spruch des persischen Sufi-Mystikers und Dichters wohl am ehesten - sind tatsächlich nur eine schlechte Übersetzung. Ich mache auf meiner Seite sehr viele Worte, was für einen Autor auch kaum überraschen dürfte. Doch egal wie sehr man sich in "göttlichen Fragen" auch bemüht: Kein Mensch vermag in Worte zu packen, was man eigentlich vermitteln möchte.
Zigtausende Lieder, Bücher, Filme und Texte gibt es bereits über "Gott und die Liebe", in den vielfältigsten Stilen. Und dennoch haben sie alle zusammen das vollständige Mysterium der Liebe noch nicht annähernd so vermitteln können, dass der Planet bereits die notwendige Kurve bekommen hätte.
Es ist wie mit der Zahl Pi. Du weißt: Die Kreiszahl 3,1415... usw. Sie hat unendlich viele Nachkommastellen. Man könnte 1000 Jahre lang 1000 Computer rechnen lassen und dennoch würde man sich Pi immer nur weiter nähern - sie aber niemals erreichen können, nie vollständig erfassen. So ist es bei den "Übersetzungen der Sprache Gottes" auch.
Man versucht das Unbeschreibliche zu beschreiben und hofft als Autor zu diesen Themen jeden Tag und bei jedem weiteren Text aufs neue, dass man sich vielleicht wieder einen Hauch weiter nähern mag. Doch das Göttliche muss jeder selbst ERFAHREN. Du kannst es nicht erlernen. Das einzige, was man als Künstler versuchen kann ist, Menschen nahezubringen, dass sie es erfahren WOLLEN.
Lies auch gerne Mind
Snippet #121, denn eigentlich mag ich nicht nur die Stille. Ich mag auch das Einfache. Pi zu errechnen, ist völlig unmöglich. Dabei ist Pi in seiner Perfektion so einfach zu erfahren und ganz ohne Verstand: In Form einer Kugel.Siehe auch diese passenden Links:
gelesen markieren 

Dich selbst und neue Menschen kennenlernen
#230 • Georg Christoph Lichtenberg •
0:59 min
0:59 min
"Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennenlernen." (Georg Christoph Lichtenberg)Wie sehr ich mich in diesem Satz wiederfinde! Ich erinnere mich an (richtig lange) Zeiten, in denen ich absolut keine Lust ...
auf Menschen hatte und schon gar nicht auf neue. Bei genauerer Betrachtung stellte ich eines Tages fest, dass dies stark damit zusammenhing, dass ich selbst noch nicht so genau wusste, wer ich eigentlich bin, was mich ausmacht, was meine Stärken und Schwächen, Träume und Wünsche sind, wo ich hin will und was meine Aufgabe, Bestimmung, Mission oder Berufung in diesem Leben sein würde.
Ohne die eigene Identität zu kennen, sind Beziehungen zu anderen Menschen schwierig. Wie will man wissen, wer zu einem passt? Wie kann man Entscheidungen treffen und vermeiden, dass andere über einen entscheiden? Wie will man wissen, ob die Richtung, die der Partner mehr oder weniger vorzugeben versucht, überhaupt den eigenen Wünschen und Zielen entspricht? Es ist nicht möglich. Hört man dann immer nur auf andere, ist Frust vorprogrammiert.
Wer jetzt weder Mitläufer, noch abhängig von einer womöglich toxischen Beziehung werden möchte, hat eigentlich nur eine Chance: Rückzug und Einzelgängertum. Nutzt man diese Phase zur Selbstreflexion, kann ich das jedem - für eine begrenzte Zeit - auch ganz eindeutig nur empfehlen. Es sollte jedoch kein Dauerzustand werden.
Falls du dich ebenfalls darin wiedererkennst, kann ich dir eventuell ein wenig bei deiner Selbstfindung assistieren. Nutze das Coaching oder zuvor das Walk & Talk. Achte auch darauf, ob es gerade mal wieder eine Meet & Greet Phase gibt, wie im April 2023.
Abonniere dazu am besten die E-Mail Notifications - siehe die drei Links unten in diesem Snippet.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Georg Christoph Lichtenberg   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Transformation - Identität - Berufung - Selbstbewusstsein
Georg Christoph Lichtenberg   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Transformation - Identität - Berufung - Selbstbewusstsein
gelesen markieren 

Lieben, wen man kriegt
#74 • Albert Einstein •
0:09 min
0:09 min "Versuche zu kriegen, wen du liebst, ansonsten musst du lieben, wen du kriegst." (Albert Einstein)
Er meinte es sicher teilweise witzig. Doch ich kenne diesen Fall durchaus. Ich versuchte zu bekommen, wen ich liebte. Doch sie ...
mehr
entschied sich, zu lieben, wen sie bekam ...
Er meinte es sicher teilweise witzig. Doch ich kenne diesen Fall durchaus. Ich versuchte zu bekommen, wen ich liebte. Doch sie ...
entschied sich, zu lieben, wen sie bekam ...
Urheber d. einleitenden Zitates:
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Liebeskummer - Liebe - Schicksal
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Liebeskummer - Liebe - Schicksal
gelesen markieren 

Du bringst es hervor
#119 • Friedrich Schiller •
0:26 min
0:26 min "Es ist dennoch, das Schöne, das Wahre! Es ist nicht da draußen, da sucht es der Tor. Es ist in dir, du bringst es ewig hervor." (Friedrich Schiller)
Aus seinem Gedicht "Die Worte des Wahns". Das ...
mehr
komplette Gedicht kann man vielseitig interpretieren, sogar ziemlich resigniert und deprimierend. Dennoch endet es mit diesen Zeilen äußerst positiv - je nachdem wie man es betrachtet.
Es endet frustrierend für den, der nicht glauben kann, das Glück in sich zu finden. Aber es endet eher äußerst erbaulich für jene, die darin die maximale Freiheit und Unabhängigkeit erkennen. Etwa von äußeren Umständen. Wie so oft ist es das Mindset, das über so vieles entscheidet. Und daran kann - und sollte man - ein Leben lang arbeiten.
Aus seinem Gedicht "Die Worte des Wahns". Das ...
komplette Gedicht kann man vielseitig interpretieren, sogar ziemlich resigniert und deprimierend. Dennoch endet es mit diesen Zeilen äußerst positiv - je nachdem wie man es betrachtet.
Es endet frustrierend für den, der nicht glauben kann, das Glück in sich zu finden. Aber es endet eher äußerst erbaulich für jene, die darin die maximale Freiheit und Unabhängigkeit erkennen. Etwa von äußeren Umständen. Wie so oft ist es das Mindset, das über so vieles entscheidet. Und daran kann - und sollte man - ein Leben lang arbeiten.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Friedrich Schiller   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Glück - NeuesDenken - Mindset - Abhängigkeit
Friedrich Schiller   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Glück - NeuesDenken - Mindset - Abhängigkeit
gelesen markieren 

Der Weg entsteht beim Gehen
#171 • Antonio Machado •
3:24 min
3:24 min
Ähnliche Versionen werden Franz Kafka oder Friedrich Nietzsche zugeschrieben. Laut Quelle (siehe Link unten) stammt er jedoch vom spanischen Dichter Antonio Machado ...
aus dem Jahr 1912.
Ich halte diese Botschaft vermutlich für eine der wichtigsten überhaupt. Ich selbst habe Jahre, eher sogar Jahrzehnte "verschwendet" (auch wenn sie anders wertvoll waren). Man konnte es durchaus sogar eine Form von mittelschwerer Prokrastination nennen (pathologisches Aufschiebeverhalten).
Ich spürte zwar schon mit 12 Jahren, dass ich exakt so ein Projekt machen wollte. Doch ich sah natürlich weder Details noch konkrete Anhaltspunkte und eben schon gar nicht eines: Einen klaren Weg vor mir. Das lag nun nicht alleine daran, dass es Ende der 1980er Jahre noch gar keine Webseiten gab und ich so ein Projekt überhaupt nicht hätte starten können, sondern natürlich vor allem auch daran, dass es zunächst sehr viel zu lernen und zu durchleben gab - und nicht zuletzt: Zu erinnern. Denn mehr als eine vage Intuition war es nicht.
Doch auch als ich eigentlich endlich so weit war, trug ich noch eine falsche, lähmende Haltung in mir:
Wenn man mit einer Sache, die man stark in sich spürt, warten möchte, bis man den (kompletten) Weg vollständig sehen kann, wird man wahrscheinlich niemals losmarschieren. Und eines Tages ist es dann zu spät.
"Du willst noch leben irgendwann, doch wenn nicht heute, wann denn dann? Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her." - Das singt auch Peter Heppner (Wolfsheim) in "Kein Zurück" (siehe YouTube Link unten).
Aktives, inneres Losmarschieren ist wirklich mit einer Wanderung vergleichbar. Wie viele Kurven, Ecken, Hügel und Täler dürftest du wohl auf einem wochenlangen Weg passieren? Und wie weit kannst du jeweils schauen? Du kannst immer nur die nächste ganz kleine Etappe sehen. Immer nur die nächstene Schritte, bis zur nächsten Wegbiegung. Und wenn du nicht einmal den ersten Schritt wagst, weil du nicht weißt, woraus der zweite bestehen wird, ob und wie du ihn meistern wirst - dann dürftest du wohl ewig dort verharren, wo du heute stehst.
Das kann ein verhasster Job sein, ein Partner, den du gar nicht mehr liebst und der dich nur lähmt und deprimiert, Freunde, die dir nicht mehr guttun und so vieles mehr. Oder auch ein Traum, ein Wunsch, eine Sehnsucht, eine Hoffnung, ein Vermissen, das dich jeden Tag erneut schmerzvoll daran, ermahnt, endlich Mut zu entwickeln. Und Vertrauen.
Warte nicht erst darauf, bis der Weg sich in seiner Gänze zeigt. Das wird niemals passieren. Denn er entsteht tatsächlich erst dadurch, dass du dich aufmachst, ihn zu gehen. Eine Tür öffnet sich immer mal wieder. Eine Hand reicht nach deiner. Doch hindurchgehen oder die Hand greifen - das musst du schon selbst, bevor auch keine Türen oder Hände mehr erscheinen werden.
Dass der Weg entsteht, wenn man ihn geht, liegt auch stark daran, dass sich mit jedem Schritt deine Realität verändert. Wenn du bei einem realen Weg einen Tag lang weiter läufst, siehst du alles aus einer anderen, nicht vorhersehbaren Perspektive. Was eben noch gestunken hat, hat sich auf einmal in eine duftende Blumenwiese verwandelt. Der kalte, schattige, unheimliche Wald machte einer sonnigen Lichtung Platz. Die atemberaubende Aussicht von diesem Hügel, war von dort hinten, von gestern, noch nicht zu erahnen und den beiden lustigen Menschen, die dir auf dem Weg begegnet sind und die dir jede Menge Inspirationen schenkten, wärst du niemals begegnet.
Wenn du anfängst, den Weg zu gehen, wirst du jeden Tag ein kleines bisschen zu einem neuen Menschen. Nämlich zu jenem, der bereit für den nächsten Schritt sein wird. Genau das ist jenes Wachstum, das dich glücklich machen wird! Dann erkennst du was es heißt: "Der Weg ist das Ziel."
Als ich im Herbst 2020 mit diesem Projekt hier anfing, starrte mich eine leere Seite in Scrivener an (sowas wie Word für Autoren) und diese Webseite sagte nicht mehr als "Hier entsteht eine neue Internetpräsenz." Denkst du, ich hätte vor zwei Jahren oder auch nur vor fünf Stunden gewusst, dass ich heute exakt diesen Text schreiben werde? Oder dass es so etwas wie die MindSnippets überhaupt geben wird? Definitiv nein! Chris Cam, Dia:Log, Instant Inspirations, ... nichts davon war je im Voraus geplant.
Diese Seite - das gesamte Projekt - es hat erst in dem Augenblick angefangen zu wachsen, als ich mich den ersten Schritt zu gehen wagte. Ich erinnere mich an das Ausschalten des Fernsehers in jenem Herbst vor zwei Jahren. Die Stille in der Wohnung, die spürbare Einsamkeit in meinem Single Lockdown-Winter wollten mir die Luft zum Atmen nehmen. "Die Angst vor dem weißen Blatt Papier", wie Autoren das Gefühl am Anfang eines Buches nennen. Dann kamen die ersten drei Worte. Ich tippte: "Bist du glücklich?" - Und jetzt, zwei Jahre später, schreibe ich sie gerade wieder. Dazwischen liegt der (bisherige) Weg, den ich zwar immer sehnsuchtsvoll spürte, den ich jedoch niemals sah und der beim Losschreiten dann endlich täglich vor meinen Augen und durch meine Hände entstand. Und du kannst das mit deinem Traum auch!
Die Kunst besteht darin, das Leben als Spiel zu begreifen. Mit Angst macht kein Spiel Spaß. Die Angst ist wahrhaft teuflisch und hat nur eines im Sinn: Dich von den Dingen, Menschen und der Realisierung von Träumen, die du eigentlich liebst, fern zu halten. Das Wort Angst entspringt den lateinischen Worten für Enge, Beengung, Bedrängnis oder Würgen. Das Gegenteil von Weite, Entfaltung und Freiheit. Lass sie los, die Angst.
Und wenn dein Spiel nicht nur für dich, sondern einfach für alles und jeden zum Gewinn werden soll, dann spiele es im Bewusstsein der #3erinnerungen. Trau dich! Spiel es! Steh auf und geh! (Lies ruhig mal in Joh. 5).
Wenn du magst, kann ich dir dabei gerne helfen.
Siehe auch diese passenden Links:
- Meine Bücher 🔗
- Spirituell-philosophisches Coaching & Mentoring in Heidelberg 🔗
- https://falschzitate.blog...ch-dass-wir-sie.html 🔗e
- https://www.youtube.com/watch?v=UjsvyeBWNQQ(Wolfsheim - Kein Zurück)

- Der (sehnsuchtsvolle) Weg ist das Ziel
#152 - Visionen - Das Leben als Spiel begreifen
#135 - PlayIT! – Das Zitate Spiel 🔗
Urheber d. einleitenden Zitates:
Antonio Machado   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Spiel - Mut - Vertrauen - Vision
Antonio Machado   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Spiel - Mut - Vertrauen - Vision
gelesen markieren 

Bittersüße Verdrängung
#244 • Winston Churchill •
1:39 min
1:39 min
Ich kannte mal eine, die LEIDENschaftlich "gerne" - aus ...
purer Gewohnheit - bei einer falschen, unerfüllenden Liebe verweilte. Sie verdrängte das aber - mehr oder weniger erfolgreich - und das damit verbundene Unglücklichsein gleich mit.
Als wir uns nach Jahren wieder sahen, sprachen wir über vieles. Auch über ihre schon sehr lang anhaltende, festgefahrene Beziehung. Da erkannte sie, dass sie - wie ein Raucher - etwas tat, das sie zwar vordergründig beruhigen konnte (wenigstens nicht ganz alleine sein), das im Grunde aber völlig unvernünftig und letztlich auch ungesund für sie ist.
Für den Bruchteil einer Sekunde blitzte so etwas wie Mut, Kampfgeist, Selbstliebe, Sehnsucht nach Freiheit, Veränderung, Lebenslust, Abenteuerlust und wahrer Liebe in ihr auf. Sie wollte ihr Leben tatsächlich ändern, es anpacken, meine Hand greifen und sich rausholen lassen aus dem Alten, Engen und Dunklen, hineinführen in das Neue, Weite und Helle. So viel Euphorie über neue Freiheit war ihr jedoch fremd, und zu viel aufkeimende Liebe - in sich selbst, für dieses neue Leben - machte ihr Angst (siehe
Snippet #107 "Kein Weg nach Hause").Sie hörte mir noch eine Weile halbherzig zu, las meine Texte, blieb noch ein kleines bisschen offen für neue Impulse, auch wenn sie mal etwas wehtun konnten. Doch als der Nerv zu sehr getroffen wurde, sich zur Angst nun auch noch Trotz und Wut gesellten - Wut, die sie eigentlich auf sich selbst und ihren "Besitzer" empfinden sollte, auf Jahre der eigenen, falschen Entscheidungen und Entbehrungen, anstatt auf den Überbringer der Botschaft - beendete sie es. Und zwar das Hören und Lesen dieser schmerzhaften Wahrheit. Und das bittersüße Verdrängen nahm eine neue Dimension an.
Resignation gesellte sich nun noch dazu. Vermutlich wird diese Beziehung jetzt wirklich "ewig" anhalten, ohne Aussicht auf Besserung. Einem aus Trotz und Angst gebrochenem Willen und Kampfgeist sei Dank. Doch anstatt das zu überdenken, wird wieder verdrängt - und anstatt des Übeltäters wird der Erinnerer gehasst. Ein gar nicht so seltenes Schicksal für Erinnerer übrigens ... (siehe
Snippet #42, "Vom Hassen der Wahrheit")Wahrheit beginnt immer bei einem selbst. Hand aufs Herz: Was verdrängst du alles? Welche Fehler, welche Schuld, welche Schwächen, welche falschen Entscheidungen müsstest du dir selbst eingestehen? Solange immer die andere schuld sind, wird es schwierig mit spirituellem Wachstum und somit auch dem Finden wahrer Liebe, denn sie nistet nicht auf (Selbst-)Lügen, Trotz, Sturheit, Zorn und Angst.
Die gute Nachricht ist aber: Dieser Blick in den Spiegel tut nur sehr kurz weh, denn es gibt auch ziemlich schnell eine (Er)Lösung für mutige Hinschauer. Man muss sie nur finden wollen. Oder hören. Oder lesen. Ansonsten bleibt nur ein bittersüßes Verdrängen ...
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Winston Churchill   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Trotz - Wut - Bindungsangst - Angst - Glück - Verdrängung
Winston Churchill   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Trotz - Wut - Bindungsangst - Angst - Glück - Verdrängung
gelesen markieren 

Hier noch ein paar völlig irrelevante Statistiken:
294 Snippets insgesamt
ø 0,18 neue pro Tag
265 Zitate+Gedanken
29 nur-Gedanken
937994 Zeichen ≙ ca. 2,76 Buchumfänge
QuickUrl: christopher-schmitt.org/Snippet • #MindSnippet • MindSnippets V2.0 coded by Chris Schmitt • Bug melden
1Falls nicht anders angegeben ist die Quelle von Zitaten berühmter Persönlichkeiten in der Regel: "Das große Handbuch der Zitate: 25.000 Aussprüche & Sprichwörter von der Antike bis zur Gegenwart", Hans-Horst Skupy Hrsg., Bassermann Verlag, 4. Edition – Irrtümer vorbehalten. Die meisten Fotos und Illustrationen von Social Media Postings stammen von stock.adobe.com – Nennung der jeweiligen Künstler/Produzenten auf meinem Instagram-Kanal.
Diese Page weiterempfehlen:
Weiter zu ➤Meine Bücher
Bildquellen: quickshooting • freshidea @ stock.adobe.com
Clip anschauen




















Die MindSnippets meinen ...