Zitate & Philosophien
Bei den MindSnippets findest du meist kürzere Gedankenschnipsel zu vielen Themen von mir und anderen Urhebern1. Bekannte Zitate berühmter Persönlichkeiten, meine Überlegungen dazu und als Ergebnis erhältst du vielleicht ein paar ganz neue und bereichernde Impulse. Spirituell. Philosophisch. Ganzheitlich. Zeitlos. Ich wünsche dir viel Spaß dabei.|, $name.|, $name.|, $name.
Lies sie am besten wie ein interaktives Buch.
"Gelesene nicht wiederholen" und "Merkzettel aktivieren"
setzt je 1 *Session-Cookie bzw. 1 **Cookie • Datenschutz
setzt je 1 *Session-Cookie bzw. 1 **Cookie • Datenschutz

22 Ergebnisse für: Keywordsuche: Nähe
Distanz und Nähe
#225 • Annette Andersen •
2:58 min
2:58 min
Du kennst es sicher auch, dass man erst dann so richtig weiß, was man am anderen hatte, wenn er oder sie weg ist. Das Vermissen macht ...
einen oft überdeutlich, welches Wesen der andere hat. Was vorher eine Selbstverständlichkeit war und irgendwie so übergangslos in den Alltag integriert war, fehlt auf einmal und an der Kontur dieses Loches im Herzen wird einem bewusst, was man am anderen eigentlich hatte.
Von Knorkator gibt es ein sehr schönes Lied, in dem dieses Motiv kurz vorkommt "Dieses Loch in meinem Herzen, sieht genauso aus wie du ...", singt Stumpen - Siehe YouTube Link unten. Das hörte ich mal sehr oft, als ich eben so eine ganz bestimmte Menschin ziemlich übel vermisste ...
Doch ich möchte auf etwas anderes hinaus. Als ich 12 war, war ich eigentlich total bereit für die Liebe. Natürlich wäre es eine gewisse kindliche Liebe gewesen und Viele sind in dem Alter das erste Mal so richtig verliebt. Doch heute, einige Jahrzehnte später, erkenne ich: In den Grundzügen habe ich die Liebe damals tatsächlich schon auf eine sehr, sehr reife Weise verstanden gehabt. Es gab nur ein Problem: Anstatt einer glücklichen Liebe schenkte mir das Leben etwas anderes: Eine Angststörung!
Nicht Hass ist das Gegenteil von Liebe, sondern Angst (Snippets #169 und #101). Angst hält uns vom Lieben zurück. Angst und Liebe sind angeborene "Fähigkeiten" während wir das Hassen erst erlernen "müssen". Wir beginnen erst dann zu hassen, wenn uns etwas dauerhaft von dem abhält, was wir lieben, mögen oder lieber tun würden. Was auch immer uns vom Glücklichsein, also einem Prozess des Liebens abhält, beginnen wir relativ leicht zu hassen.
Ich wünschte mir Liebe und fand ihr Gegenteil. Wenn es sehr dunkel um dich herum ist, wirst du sehr sensibel für das kleinste Licht. Erst wenn es kalt ist, sehnst du dich wirklich nach Wärme. Erst wenn du kurz vor dem Verdursten bist, weißt du so etwas "Langweiliges" wie ein stilles Wasser wirklich zu schätzen.
Später spielten die Panikattacken nicht mehr diese entscheidende Rolle. Dafür trat etwas anderes in mein Leben. Ein Mädchen, das nur wenige Meter entfernt wohnte. Wir kamen uns auch näher und obwohl sie so viel für mich empfand, dass sie verzweifelte, weinte und mir für eine kurze Zeit sogar hinterherkam, als ich nur wegen ihr wegzog, um mein Leben und mein Herz zu retten, weigerte sie sich stets stur, es auch nur einen Moment miteinander zu probieren. Warum? Das wird ihr Geheimnis bleiben. Ich verstand allerdings eines Tages, weshalb es so geschehen musste.
Das Leben hatte sich etwas vorgenommen und das zog es auch eisern durch: Es bescherte mir eine Sehnsucht nach Liebe, die Viele zwar sicher nachvollziehen können, selbst ganz Ähnliches erleben mussten, doch mit Sicherheit in der Regel nicht in dieser Intensität, Dauer und Häufigkeit.
Während andere allmählich Familien gründeten und ihre Verliebtheit erst zu Liebe, dann zu Gewohnheit, in manchen Fällen zu tiefer Vertrautheit und Verbundenheit aber manchmal auch zu Trennungen führte, betrat ich nie diesen endgültigen Hafen. Erst viel später verstand ich, weshalb all das so geschah.
In meinen Büchern der Erinnerungs-Trilogie (siehe Link unten) erzähle ich (nebenbei) diese Geschichte. Unter anderem auch davon, dass ich mit 12 Jahren bereits wusste, dass ich ein Buch über die Liebe schreiben würde. "Was soll da drin stehen", fragte mein bester Freund. "Ich habe keine Ahnung", antwortete ich.
Ahnung habe ich jetzt. Genau darum ging es. Ich sollte mehr als eine Ahnung davon bekommen. Es sollte mehr als einfach nur ein "Liebesschinken" werden. Zu diesem Zweck entzog sich mir die Liebe ganz persönlich, machte sich rar und mich unvorstellbar sehnsüchtig.
Ich musste sie zunächst schmerzlich vermissen um sie schließlich umso intensiver zu suchen. Und was ich fand, ist weit mehr als die romantische Liebe. Ich fand ihr allumfassendes Wesen, welches die Macht in sich trägt, dein Leben auf ein ganz anderes Fundament zu stellen und sogar die Macht, diesen Planeten zu retten, durch ein deutlich erweitertes Verständnis und Bewusstsein ihres Wesens. Denn noch sind wir als Spezies sehr weit davon entfernt. Zum großen Teil, weil kaum jemand darin die Antworten vermutet, die wir so dringend bräuchten. Das liegt am viel zu einseitigen und schwachen Bild, das wir von ihr haben ...
Es stimmt schon, was Annette Andersen sagte. Auch hier. Die Distanz zur Liebe brachte mich ihr am Ende viel näher, als es ohne diesen harten Weg je geschehen wäre. Im Coaching kann ich dir zeigen, was ich meine und dir zwar nicht jeden Schmerz ersparen, aber doch dabei helfen, ihn so zu kanalisieren, dass er nicht länger dein Henker, sondern dein Lehrmeister werden kann und somit nur so kurz anhalten wird, wie notwendig.
Ich kann dich in deinem Schmerz abholen, ihn erklärbar machen und von einer ganz anderen Seite beleuchten. Du wirst staunen, welche Liebe du womöglich findest und was dabei alles "ans Licht" kommt ...
Eventuell ist auch ein Podcast zu diesem sehr persönlichen Thema geplant. Bleib informiert mit den E-Mail Notifications, siehe Link.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Annette Andersen   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Nähe - Distanz - Hass - Liebe - Angst - Leid - Sehnsucht
Annette Andersen   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Nähe - Distanz - Hass - Liebe - Angst - Leid - Sehnsucht
gelesen markieren 

Mach es persönlicher!
#286 • Johann Wolfgang von Goethe •
0:54 min
0:54 min "Der ist nicht fremd, wer teilzunehmen weiß." (Johann Wolfgang von Goethe)
Dieses MindSnippet hat eine kleine Sonderfunktion. Es soll dir das Personalisieren der Seite demonstrieren und vielleicht schmackhaft machen.
Seit Dezember 2024 verfügt meine Website über ein ...
mehr
neues Feature: An vielen Stellen - und nicht zuletzt auch hier in den MindSnippets - ist es möglich, dich direkter und persönlicher anzusprechen. Zu diesem Zweck kannst du in der ToolBox deinen Vornamen oder Nicknamen, sowie dein Geschlecht angeben.
Der folgende Absatz verändert sich beispielhaft, je nachdem ob du die Funktion nutzt und welche Einstellungen du vornimmst:
Probiere es an diesem MindSnippet mal aus|Lieber $name, du nutzt das Feature aktuell|Liebe $name, du nutzt das Feature schon|$name, du hast das Feature schon eingerichtet.
Dann passt Goethes Zitat hierzu. Bleibe nicht fremd, nimm teil|Schön, dass du teilnimmst, lieber $name|Schön, dass du teilnimmst, liebe $name|Schön, dass du teilnimmst, $name.
Hinweise: Dieses Funktion|, geschätzter Besucher,|, werte Besucherin,|, geschätzter Besuchende, speichert deine Angaben in einem Cookie auf deinem Rechner - ich selbst habe zu keinem Zeitpunkt Wissen darüber, wer, ob überhaupt oder wie viele dieses Feature nutzen und schon gar nicht, welche Angaben gemacht werden. Du kannst es wirklich unbesorgt anwenden oder ausprobieren. Klicke hier zum Einrichten|Du nutzt das Feature schon, $name|Du nutzt das Feature schon, $name|Du nutzt das Feature schon, $name.
PS: Das klappt natürlich auch in der WebApp Version dieser Seite, die du dir auf dem Smartphone installieren kannst - für noch mehr Nähe durch schnelleren und einfacheren Zugriff. Siehe Link unten.
Lies gerne auch die verlinkte FAQ #30 zum Thema Gendern.
Dieses MindSnippet hat eine kleine Sonderfunktion. Es soll dir das Personalisieren der Seite demonstrieren und vielleicht schmackhaft machen.
Seit Dezember 2024 verfügt meine Website über ein ...
neues Feature: An vielen Stellen - und nicht zuletzt auch hier in den MindSnippets - ist es möglich, dich direkter und persönlicher anzusprechen. Zu diesem Zweck kannst du in der ToolBox deinen Vornamen oder Nicknamen, sowie dein Geschlecht angeben.
Der folgende Absatz verändert sich beispielhaft, je nachdem ob du die Funktion nutzt und welche Einstellungen du vornimmst:
Probiere es an diesem MindSnippet mal aus|Lieber $name, du nutzt das Feature aktuell|Liebe $name, du nutzt das Feature schon|$name, du hast das Feature schon eingerichtet.
Dann passt Goethes Zitat hierzu. Bleibe nicht fremd, nimm teil|Schön, dass du teilnimmst, lieber $name|Schön, dass du teilnimmst, liebe $name|Schön, dass du teilnimmst, $name.
Hinweise: Dieses Funktion|, geschätzter Besucher,|, werte Besucherin,|, geschätzter Besuchende, speichert deine Angaben in einem Cookie auf deinem Rechner - ich selbst habe zu keinem Zeitpunkt Wissen darüber, wer, ob überhaupt oder wie viele dieses Feature nutzen und schon gar nicht, welche Angaben gemacht werden. Du kannst es wirklich unbesorgt anwenden oder ausprobieren. Klicke hier zum Einrichten|Du nutzt das Feature schon, $name|Du nutzt das Feature schon, $name|Du nutzt das Feature schon, $name.
PS: Das klappt natürlich auch in der WebApp Version dieser Seite, die du dir auf dem Smartphone installieren kannst - für noch mehr Nähe durch schnelleren und einfacheren Zugriff. Siehe Link unten.
Lies gerne auch die verlinkte FAQ #30 zum Thema Gendern.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Nähe - Fremd - Freundschaft - Vertrauen
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Nähe - Fremd - Freundschaft - Vertrauen
gelesen markieren 

Kennen wir bereits das Wort für die Staatsform der Zukunft!?
#258 • Mignon McLaughlin •
4:25 min
4:25 min
"Es sind die unglücklichsten Menschen, die sich vor Veränderungen fürchten." (Mignon McLaughlin, Quelle: studyflix.de)Angst oder eine gewisse Anfangsskepsis gegenüber Veränderungen haben wir wohl alle mehr oder weniger. Etwas grotesk wird es aber, wenn wir sogar ...
einen (mehr oder weniger) natürlichen Wandel erst fürchten und dann sogar hassen.
Die amerikanische Journalistin und Autorin McLaughlin hatte beruflich bedingt natürlich viel mit Worten zu tun. Ich denke, dass sie im Laufe ihrer Berufslaufbahn sehr oft umdenken und mit Veränderungen in der Sprache klarkommen musste, wenn ihre Texte nicht irgendwann altmodisch klingen sollten.
Sprache hat sich immer schon verändert. Ich persönlich finde, dass sie in den letzten Jahrhunderten immer mehr an Ausdruckskraft, Tiefe, Energie und Emotion verloren hat. Im Buch "Quantensprung des Denkens" von Natalie Knapp gibt es dazu ein faszinierendes Kapitel. Die gleiche "Verkopfung" und Rationalisierung des menschlichen Seins fand beispielsweise auch in der Architektur Ausdruck.
Man denke nur einmal an die unzähligen Details und Schnörkel des Kölner Doms (Gotik) verglichen mit der Schlichtheit des heutigen Kubismus. Wo damals fantasievolle Gärten angelegt wurden, empfinden heute die hippsten der Hippen tote, graue Kieselgärten als Bereicherung - was auf vielen Ebenen sogar objektiv dermaßen ätzend ist, dass sie regional sogar verboten wurden. Das waren nur ein paar Beispiele von hör- und sichtbaren Folgen einer Welt, die weniger aus einer gesunden Mischung von Herz und Verstand als viel zu viel rein aus dem Gehirn agiert.
Ich finde sehr viele der modernen Sprachentwicklungen - neutral ausgedrückt - negativ. Emotional ausgedrückt: Zum Kotzen. Sei es das schon ältere "Ich geh Stadt", das einfach nur nach purer Trägheit und Faulheit klingt, oder das heute viel diskutierte und mit Gewalt erzwungene Gendern in der Sprache, für das sich sogar (zum Glück) viele Frauen fremdschämen.
Meiner Meinung nach ist das der falsche Weg, wenn es um den Kampf für Gleichberechtigung geht. Denn es geschieht wie gesagt mit Druck, also einer Form von Zwang und somit mit Gewalt. Außerdem zeugt dieses Bestreben von extremer Ungeduld: Es soll gefälligst sofort von jedem umgesetzt werden - am liebsten unter Androhung von Strafe. Sorry, von jedem und JEDER natürlich. Ungeduld - eine weit größere Plage unserer Zeit, als es jeder ungegenderte Text je sein könnte. Warum möchte an der Untugend Ungeduld niemand etwas ändern?
Aber was vielleicht das Gravierendste daran ist: Jede Form von Gewalt erzeugt Gegengewalt. Der Druck, den die Gender-Druckmachenden damit erschaffen, erzeugt in nicht wenigen Zeitgenossen und auch Zeitgenossinnen (richtig so?) Ablehnung, teilweise sogar fast schon Hass. Last but not least haben wir dadurch wieder eine weitere Spaltung der Gesellschaft. Herzlichen Glückwunsch, gut gemacht!
Schlau, klug und weise zu sein, sind eben ganz verschiedene Paar Schuhe. Nicht jeder ach so schlaue Schachzug ist auch ein kluger. Und weise schon gar nicht. ("Nichts gereicht einem Staat mehr zum Schaden, als dass die Schlauen für klug gelten.",
Snippet #52)Angst, Sorge und auch etwas Wut gegenüber dieser diktatorischen Form von Veränderung zu haben, ist doch durchaus nachvollziehbar. Angst vor und Unlust an Gewalt sind schließlich ganz gesund. Diese Gefühle kann man jedoch abschwächen, wenn man versteht, warum die Genderdiktatoren und -diktatressen so handeln, wie sie handeln: Sie haben ihrerseits Angst. Beispielweise davor, ohne richtig gegendert zu werden, eventuell nicht ernstgenommen zu werden - und schießen dann durch ihre gewählten Maßnahmen doch erst recht ein Eigentor, mal ganz ehrlich.
Und Unwissen spielt eine Rolle. Beispielsweise vom eben erwähnten Gesetz, welches besagt, dass Gewalt stets Gegengewalt erzeugt. Doch genug die Finsternis besungen. Ich möchte eigentlich auf etwas anderes hinaus.
An was denkst du beim Wort Drohne? Hast du an Krieg gedacht? Was war eine Drohne für uns vor dem Krieg in Europa? Vermutlich eher eine Art Männerspielzeug, ein mehrpropelliger Hubschrauber, meist mit Kamera dran. Und weißt du noch, wo das Wort eigentlich seinen Ursprung hat? Ursprünglich stammt der Begriff nämlich aus dem Bienenreich. Worte und deren Bedeutung im Wandel.
In Hermann Hesses "Das Glasperlenspiel" kommt das Wort "Esoterik" vor und beschreibt einen nach innen gerichteten Menschen. Die Bedeutung von Esoterik ist heute durchaus eine etwas andere. Das Gegenteil, die Exoterik, das nach außen gerichtet sein, benutzen wir heute beispielsweise so gut wie gar nicht mehr.
Das Wort Utopie kennst du sicher. Ebenso Dystopie. Das eine ist eine (noch) nicht wahrgewordene, beinahe nicht realisierbare schöne Vision der Zukunft. Das zweite etablierte sich sogar zu einer ganz eigenen Film- und Bücherkategorie, weil so viele danach lechzen, und bezeichnet eine düstere Zukunftsvision, die eigentlich kein Mensch wirklich will, aber jeder fasziniert verschlingt. Wir besingen eben gerne die Finsternis (... und wundern uns dann, warum sie immer realer wird).
Kennst du aber auch den Begriff Eutopie? Unter anderem bezeichnet sie die "Idealgesellschaft". Du kennst das Wort kaum, weil wir es quasi nie benutzen. Und weshalb? Weil wir von einer Idealgesellschaft so weit weg sind, dass wir das Wort schlicht nicht benötigen, da wir nicht einmal mehr über eine Idealgesellschaft diskutieren. Hoffnung schon aufgegeben? Wozu leben wir dann noch?
Ein der Idealgesellschaft verwandtes Wort ist Idealismus. In beiden steckt das Wort "ideal", was laut Quelle "Oxford Languages" soviel bedeutet wie:
1. den höchsten Vorstellungen entsprechend; von der Art, wie etwas (für bestimmte Zwecke) nicht besser vorstellbar, auszudenken ist. "Ein idealer Partner"
2. nur in der Vorstellung so vorhanden; einer bestimmten Idee entsprechend. "Ein ideales Prinzip"
Das sagt die gleiche Quelle über einen "Idealisten":
Person, die selbstlos, dabei aber auch die Wirklichkeit etwas außer Acht lassend, nach der Verwirklichung bestimmter Ideale strebt. "Ein leidenschaftlicher, glühender Idealist"
Und jetzt ziehen wir noch einmal die Überlegungen aus
Snippet #253 hinzu (Du Spinner! Oder: Was ist "realistisches Denken"?)Der Idealist, also der Idee-Habende, lässt die Wirklichkeit außer Acht, weil der ideale Zustand kaum zu realisieren wäre, wenn man stets nur das marode Ausgangsmaterial zur Verfügung stehen hätte, das eine an die Wand gefahrene Welt wie die unsere bereits manifestiert hat bzw. kategorisch auf das verzichten, was sie eben noch nicht manifestiert hat.
Natürlich macht es keinen Sinn, eine Idee realisieren zu wollen, die beispielsweise den Naturgesetzen trotzt. Es macht hingegen aber durchaus Sinn, eine Idee zu verfolgen, die heute natürlich(!) noch keine Wirklichkeit ist und die eventuell sogar Bedingungen stellt, die ihrerseits heute noch keine Wirklichkeit sind. Nur so kann wirklich Neues, heute noch utopisch Anmutendes, in diese Welt geholt werden. Auch wenn es dauern und mitunter (sehr) schwierige Anforderungen stellen mag.
Daher lehne ich mich für heutige Ohren weit, sehr, sehr weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass die Staatsform der Zukunft (oder zumindest die "ideale" Staatsform) der Idealismus selbst sein wird.
Hierfür wird zuvor noch einiges an Veränderung und Erkenntnis nötig sein. Beispielsweise ein zum Idealismus passendes Wirtschaftswesen. Doch auch das ist möglich und wird den klugen Köpfen "einfallen", sobald sie bereit sind und unsere Zeit dafür reif ist (siehe auch verlinkte FAQ).
Und nicht zuletzt muss und wird das Wort "Idealismus" noch erweitert werden und eine viel größere Bedeutung erlangen müssen. Doch bevor das beides wiederum passieren kann, müssen wir dem Wort "Liebe" noch weitere Bedeutungen geben - besser gesagt, sie erkennen und verinnerlichen. Und der Kreis schließt sich.
Utopisch? Naiv? Die Wirklichkeit ausblendend? Nur die bisher manifestierte Wirklichkeit wird ausgeblendet. Nicht jedoch jene Wirklichkeit, die ganz real besagt, dass es so kommen wird, sobald wir uns dazu entscheiden. Denn Liebe ist kein Gefühl. Liebe ist eine Entscheidung.
Snippet #34Es klingt viel komplizierter als es tatsächlich ist. Interessiert am Thema? Lass uns ein Walk & Talk machen und werde auch du ein(e) Architekt(in) der Zukunft. Denn "Die Reiche der Zukunft sind Reiche des Geistes." (Winston Churchill,
Snippet #48)Siehe auch diese passenden Links:
- Schlau, clever, klug, intelligent, weise, ...
#52 - Du Spinner! Oder: Was ist "realistisches Denken"?
#253 - Visualisieren
#48 - Was ist Liebe?
#34 - FAQ #9: Ist das Geldsystem der Zukunft Kommunismus? 🔗
- FAQ #45: Glossar: Drei Erinnerungen, vier Bewusstseinsdimensionen, Baum der Welt, WorldTeam, Recollector, ... 🔗
Urheber d. einleitenden Zitates:
Mignon McLaughlin   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Veränderung - Transformation - Gendern - Wandel - Zukunft - Bewusstsein - SpiritualRevolution
Mignon McLaughlin   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Veränderung - Transformation - Gendern - Wandel - Zukunft - Bewusstsein - SpiritualRevolution
gelesen markieren 

Das gleiche oder dasselbe Ziel?
#231 • Christopher E. Schmitt •
1:58 min
1:58 min "Viele haben gleiche Ziele, aber leider nicht auch dasselbe." (Christopher E. Schmitt)
Geld - da bekommen die meisten wohl leuchtende Augen. Selbst wenn sie eigentlich schon genug davon haben. Denn das Problem ist: Davon gibt es ...
mehr
für Viele kein Genug, da Materielles keinen spirituellen Sättigungswert hat und somit alleine noch keine Zufriedenheit garantiert. Wer sagen kann "mir reicht, was ich habe", kann das nicht deswegen sagen, weil er "genug" Geld hat, sondern weil er oder sie die richtige Einstellung zu dem bereits Vorhandenen hat und ohnehin aus ganz anderen Quellen erfüllt wird. So oder so: Beim "Ziel Geld" - darin sind sich beinahe alle gleich.
Bei Gesundheit - Hand aufs (kranke) Herz - sind es häufig entweder Lippenbekenntnisse, weil der Wunsch danach so demütig, bescheiden, vernünftig, klug und weise klingt. Ehrlich und sehnsüchtig meinen wir ihn aber oft erst dann, wenn uns die Gesundheit abhandengekommen ist. Als würden wir anders nicht lernen, worauf es wirklich ankommt und ohne Leid nicht nach Transformation streben: Nach allumfassender Gesundheit - nicht nur der des Körpers. Aber auch bezüglich des Gesundheitswunsches gleichen wir uns spätestens dann.
Frieden? Von ein paar Wenigen, die eigentlich nur versuchen, ihren eigenen Lebensfrust und die Unfähigkeit zufrieden zu sein zu kompensieren, haben wir wohl auch alle denselben Wunsch nach Frieden. Da wir Frieden aber wieder unterschiedlich definieren, ist es oft nur der mehr oder weniger gleiche oder ähnliche Wunsch. Da gäbe es den äußeren oder den inneren Frieden, die friedliche Grundstimmung aber durchaus mit einem "gesunden Maß" an Neid, Missgunst, Streitkultur, Schuldzuweisungen und hin und wieder einer Prise Hass ... Was ist Frieden für dich?
Das Gleiche ist nicht dasselbe wie dasselbe. So machen heute auch viele Leute Yoga, meditieren, halten sich fit, bilden sich weiter, trainieren neue Skills, gehen zunehmend "spirituelle" Wege, ... darin sind wir uns wieder in Vielem gleich. Doch wofür wir uns derart gut vorbereiten, darin unterscheiden wir uns - obwohl wir uns auch wieder gleichen. Wir streben das Gleiche an, aber nicht dasselbe.
Verwirrt? Es geht um Kollektivbewusstsein. "Wir müssen lernen, als Spezies zu denken, und nicht als Individuen", ist ein sehr gutes Zitat aus dem Film "Interstellar". Weiter geht es mit: "Das ist unmöglich!" - "Nein, aber es ist notwendig." (siehe
Snippet #183)
Wir müssen das Unmögliche möglich machen. Anders wird dieser Felsbrocken namens Erde, der inzwischen 8 Milliarden Individuen beheimatet, mit jedem weiteren Leben nur weitere Spaltung (=griechisch Chaos) erfahren. Wir feiern Individualität und das ist auch gut so. Doch es gibt etwas, in dem wir uns wie ein einziger Organismus einig sein müssen. Anders funktioniert ein Organismus, also das Leben nicht.
Wir haben sowohl individuelle Ziele, die sich gleichen können, als auch ein und dasselbe Ziel. Eigentlich. Denn jenes haben wir vergessen. Oder noch nie wirklich verstanden. Und/oder nie als wichtig betrachtet. Doch es wird Zeit, dass wir es erinnern und endlich dessen Bedeutung begreifen.
Die Frage nach dem Ziel, nach dem Sinn des Lebens - ist keine abgedroschene. Keine, die nur Hobbyphilosophen mit zu viel Freizeit interessieren sollte, weil sie z.B. zu wenig Zeit für ihre individuelle Erfolgskarriere aufbringen. Diese Frage entscheidet wie keine andere darüber, ob und wie es mit uns weitergeht.
Wir tun, was Erfolg verspricht, das wird sich niemals ändern. Doch inzwischen sollten wir reif genug sein, Erfolg neu zu definieren - denn das muss sich ändern.
Geld - da bekommen die meisten wohl leuchtende Augen. Selbst wenn sie eigentlich schon genug davon haben. Denn das Problem ist: Davon gibt es ...
für Viele kein Genug, da Materielles keinen spirituellen Sättigungswert hat und somit alleine noch keine Zufriedenheit garantiert. Wer sagen kann "mir reicht, was ich habe", kann das nicht deswegen sagen, weil er "genug" Geld hat, sondern weil er oder sie die richtige Einstellung zu dem bereits Vorhandenen hat und ohnehin aus ganz anderen Quellen erfüllt wird. So oder so: Beim "Ziel Geld" - darin sind sich beinahe alle gleich.
Bei Gesundheit - Hand aufs (kranke) Herz - sind es häufig entweder Lippenbekenntnisse, weil der Wunsch danach so demütig, bescheiden, vernünftig, klug und weise klingt. Ehrlich und sehnsüchtig meinen wir ihn aber oft erst dann, wenn uns die Gesundheit abhandengekommen ist. Als würden wir anders nicht lernen, worauf es wirklich ankommt und ohne Leid nicht nach Transformation streben: Nach allumfassender Gesundheit - nicht nur der des Körpers. Aber auch bezüglich des Gesundheitswunsches gleichen wir uns spätestens dann.
Frieden? Von ein paar Wenigen, die eigentlich nur versuchen, ihren eigenen Lebensfrust und die Unfähigkeit zufrieden zu sein zu kompensieren, haben wir wohl auch alle denselben Wunsch nach Frieden. Da wir Frieden aber wieder unterschiedlich definieren, ist es oft nur der mehr oder weniger gleiche oder ähnliche Wunsch. Da gäbe es den äußeren oder den inneren Frieden, die friedliche Grundstimmung aber durchaus mit einem "gesunden Maß" an Neid, Missgunst, Streitkultur, Schuldzuweisungen und hin und wieder einer Prise Hass ... Was ist Frieden für dich?
Das Gleiche ist nicht dasselbe wie dasselbe. So machen heute auch viele Leute Yoga, meditieren, halten sich fit, bilden sich weiter, trainieren neue Skills, gehen zunehmend "spirituelle" Wege, ... darin sind wir uns wieder in Vielem gleich. Doch wofür wir uns derart gut vorbereiten, darin unterscheiden wir uns - obwohl wir uns auch wieder gleichen. Wir streben das Gleiche an, aber nicht dasselbe.
Verwirrt? Es geht um Kollektivbewusstsein. "Wir müssen lernen, als Spezies zu denken, und nicht als Individuen", ist ein sehr gutes Zitat aus dem Film "Interstellar". Weiter geht es mit: "Das ist unmöglich!" - "Nein, aber es ist notwendig." (siehe
Snippet #183)Wir müssen das Unmögliche möglich machen. Anders wird dieser Felsbrocken namens Erde, der inzwischen 8 Milliarden Individuen beheimatet, mit jedem weiteren Leben nur weitere Spaltung (=griechisch Chaos) erfahren. Wir feiern Individualität und das ist auch gut so. Doch es gibt etwas, in dem wir uns wie ein einziger Organismus einig sein müssen. Anders funktioniert ein Organismus, also das Leben nicht.
Wir haben sowohl individuelle Ziele, die sich gleichen können, als auch ein und dasselbe Ziel. Eigentlich. Denn jenes haben wir vergessen. Oder noch nie wirklich verstanden. Und/oder nie als wichtig betrachtet. Doch es wird Zeit, dass wir es erinnern und endlich dessen Bedeutung begreifen.
Die Frage nach dem Ziel, nach dem Sinn des Lebens - ist keine abgedroschene. Keine, die nur Hobbyphilosophen mit zu viel Freizeit interessieren sollte, weil sie z.B. zu wenig Zeit für ihre individuelle Erfolgskarriere aufbringen. Diese Frage entscheidet wie keine andere darüber, ob und wie es mit uns weitergeht.
Wir tun, was Erfolg verspricht, das wird sich niemals ändern. Doch inzwischen sollten wir reif genug sein, Erfolg neu zu definieren - denn das muss sich ändern.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber:
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Egoismus - Egozentrik - NeuesDenken - Kollektivbewusstsein
Christopher E. Schmitt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Egoismus - Egozentrik - NeuesDenken - Kollektivbewusstsein
gelesen markieren 

Liebe oder Freundschaft? Oder gar Einheit von beidem?
#275 • Heinrich Heine •
4:03 min
4:03 min
Wie oft hörte ich schon Sätze wie: "Freunde sind viel wichtiger als eine Beziehung, denn Freundschaft hält ein Leben lang" oder auch ...
"Freundschaften sind viel mehr wert als Partnerschaften, denn niemand kennt dich besser, ist ehrlicher, meint es aufrichtiger als ein wahrer Freund und bei niemand anderem kannst du so sein wie du wirklich bist"
Auch meine freundschaftliche Freundin dachte vordergründig 12 Jahre lang genauso. Und doch entschied sie anders. Immer und immer wieder. Beim letzten mal, jetzt in 2024, wurde es mir schließlich zu viel. Ich konnte das nicht mehr mitmachen und musste diese - inzwischen maximal toxische - Freundschaft beenden. Nicht zuletzt auch für sie, da sie es - wenn - dann nur so jemals lernen wird. Was sie sich selbst und somit allen anderen, die sie lieben, immer wieder antut, ist maximal (selbst-)zerstörerisch. Kein Freund kann dabei dauerhaft machtlos zuschauen. Aber weshalb ist das alles so?
Freundschaften entstehen vollkommen natürlich, intuitiv, quasi organisch aus unserem losgelösten Sein-wie-wir sind. Freundschaften können wir mehrere haben. Wir gehen daher entspannter an sie ran, lernen somit in der Regel genau jene Leute kennen, die zu dem Wesen, das wir wirklich sind, möglichst gut passen. Auch fürchten wir uns bei weitem nicht so sehr davor, dass sie jemals enden könnten. Wir öffnen uns ganz anders. Furchtloser. Ehrlicher. Entspannter. Freier.
Freundschaften empfinden wir viel eher als ergänzende Wegbegleiter während wir den Partner nicht selten eher als das Ziel empfinden. In gewisser Weise haben wir damit auch teilweise recht. Und zugleich begehen wir dadurch sehr, sehr oft einen fatalen Fehler!
Wir wissen, dass wir heilen müssen. Wir alle. Alle sind wir verletzt, verwundet und fühlen uns nicht ganz, nicht wirklich heil. Etwas Heilsames, Heilendes, etwas nahezu Heiliges müsste in unser Leben treten. Etwas, das uns heil macht, damit wir "nach Hause" finden können. Das ist der Punkt, in dem wir recht haben. Den fatalen Fehler begehen wir, wenn wir Heilung suchen, wo nur Leid zu finden sein wird.
Wir verlieben uns in einen Menschen, wenn wir spüren, dass dieser uns jenem Ziel etwas näherbringen kann. Etwas zieht uns an. Dieses etwas kann tatsächlich heilsam sein. Nämlich dann, wenn das Objekt der Begierde selbst heil ist oder aber zumindest selbst wahre Heilung ersehnt und zum Ziel hat. Wenn er oder sie geradezu "heilig" ist und eine Liebe in sich trägt (oder anvisiert), die rein ist. Leider ist das viel zu oft nicht der Fall.
Oft zieht uns etwas anderes an: Prägung. Das Vertraute. Lieber durchleben wir immer und immer wieder dieselbe Hölle, als uns einmal auf das noch unbekannte himmlische Terrain der Heilung zu wagen. Das (leidgeprägte) Vertraute kann nur weichen, wenn du dem noch Neuen vertraust und wenn du deine Angst bedingte Sehnsucht nach dem Vertrauten auflöst, indem du dem Neuen dein Vertrauen schenkst. Diese Vertrauen wird mit einer neuen, edleren Vertrautheit, einer neuen, leichteren und lichteren Realität belohnt werden! Dein Vertrauen transformiert zu einem neuen Vertrautsein. Es erfordert aber Mut. Und eben Vertrauen auf das Unvertraute. Wie sonst könnte je Neues entstehen?
Viele Partnerschaften fanden nicht deswegen zusammen, weil sie fertig im Sinne von bereit waren für die "wahre Liebe", sondern um miteinander oder aneinander fertiger zu werden. Das ist ein großer Unterschied. Denn während der Partner im ersten Fall ein wahrer und ganz direkter Turbo für deine Heilung sein kann, ist der Partner im zweiten Fall ein wahrer Turbo zu deiner Erschöpfung und Zerbrochenheit!
Er trat in dein Leben, er zog dich an, damit du daran kaputt gehst. Was grausam klingt, ist letztlich "lediglich" dein aus Angst vor dem Unvertrauten und aus Sehnsucht nach dem Vertrauten erwählter Umweg zur Heilung. Doch heil wirst du mit diesem Partner nicht werden. Nicht unmittelbar. Er bereitet dich lediglich darauf vor, kaputt genug zu sein, um dann im Anschluss heilen zu können - vielleicht. Falls du dann endlich bereit sein solltest für wahre Heilung.
Snippet #271Wir alle wenden uns wahrer Heilung in viele Fällen erst dann zu, wenn wir vollkommen erledigt am Boden liegen. Wenn gar nichts mehr geht. Schlimm, wenn erwachsene Menschen Angst vor dem Licht haben -
Snippet #154 - Leider ist das nicht selten der Fall. Der einzige Grund hierfür ist unsere Angst vor Identitätsverlust, vor dem Verlust des so vertrauten Egos, des Ichs, des bisherigen Seins und Lebensgefühls, selbst wenn dieses Ich, dieses Leben, nur aus Schmerzen und Kummer besteht - es ist dennoch dein vertrautes Ich, dein vertrauter Beziehungs- und Lifestyle. Ohne dass wir dieses Ego, dieses alte Denkmuster und Mindset aufgeben, es zerbrechen, ohne dass wir "uns selbst (unser Ego) verleugnen", wird keine Heilung geschehen.Deine Freunde liebst du durchaus. Mit Sicherheit. Denn sie geben dir, was du dringend brauchst und was dir dein toxischer Freund nicht geben kann. Doch wieso bist du dann mit diesem Menschen zusammen? Eben weil du dir Heilung erhoffst durch ihn. Durch seine Werte, sein Wesen und allem voran durch seine Art zu lieben. Und das zum x-ten mal. Wie Prägung exakt funktioniert, würde hier den Rahmen sprengen.
Und genau aus diesem Grund verlierst du auch deine Freundschaften - weil sie und ihre Liebe machtlos sind gegen deine Erkenntnisresistenz, gegen dein Verweigern, alte Muster aufzubrechen. Deine Freundschaften sind jedoch nicht dafür da, stets deine durch deinen Partner zugefügten (seelischen) Wunden zu verarzten, um wieder fit zu sein für deinen nächsten Kampf mit oder besser gesagt gegen ihn.
Deine Sehnsucht macht dich zu einem Menschen. Deine Sehnsucht nach Heilung, die Sehnsucht, nach Hause zu kommen, ist vollkommen gesund. Aber deine Abhängigkeit von einem Partner, der dir anstatt Heilung lediglich die endlose Wiederholung deiner Traumata bescheren kann, macht dich zu einem Idioten. Weil du versuchst, Feuer mit Feuer zu bekämpfen und noch immer nicht verstanden hast, dass man vor einer anderen Ernte auch eine andere Saat aussäen muss.
"Dummheit", im Sinne von Erkenntnisresistenz, kann tatsächlich wehtun. Nämlich dann, wenn man einen Menschen liebt und ohnmächtig dabei zusehen muss, wie dieser sich unablässig selbstzerstörerisch verhält. Dann werden Freundschaften geopfert für Partnerschaften, die ihrerseits kein gutes Ende haben werden.
Möchtest du lernen, deine eigenen Prägungen aufzulösen, um künftig immun gegen deine bisherigen, toxischen "Männer- oder Frauenideale" zu sein, oder brauchst du Hilfe beim für alle Beteiligten hilfreichen und notwendigen Loslassen solch toxischer Freundschaften? Mein Coaching kann dich dabei unterstützen.
Am Ende erwarten dich tiefste Freundschaften, die auch halten können, und eine Partnerschaft, in der du statt gegeneinander zu kämpfen und kaputt zu gehen, gemeinsam Hand in Hand wachsen und den Weg nach Hause genießen wirst. Du verstehst dann, was Heine meinte. Denn auch Partnerschaften können eines Tages aufhören, Feindschaften zu sein und zur größten Freundschaft überhaupt werden. Erleben wist du das aber erst, wenn du verstanden hast, was wahre Liebe ausmacht, wie Heilung funktioniert - und wo sie zu finden ist ...
Urheber d. einleitenden Zitates:
Heinrich Heine   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Heilung - Beziehung - Partnerschaft - Freundschaft - Transformation - Prägung
Heinrich Heine   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Heilung - Beziehung - Partnerschaft - Freundschaft - Transformation - Prägung
gelesen markieren 

Künstliche Intelligenz kennt keine Wahrheit
#237 • Werner Heisenberg •
1:57 min
1:57 min
Ja, nur vermisse ich leider die zweite Denkweise. Intellektualität, akademischer ...
Fokus, Wissenschaft, technische Innovationen, Digitalisierung, ... Die ganze Welt feiert die enormen Fortschritte der Künstlichen Intelligenz, fast jeder installiert sich beinahe völlig unreflektiert ChatGPT und Co. - und vergisst dabei völlig die "zweite Denkweise", so dass es für "die besten Entwicklungen" schwierig wird.
Die zweite Denkweise sind neben naturwissenschaftlichen, mathematischen und physikalischen Naturgesetzen und ewig verlässlichen, rational erfassbaren Wahrheiten die ebenso ewig verlässlichen Wahrheiten bezüglich der Spiritualität des Menschsein, des Lebens an sich.
Anders gesagt: Was versteht ein Computer vom Sinn des Lebens, der Liebe, von Gefühlen, von Freude, Euphorie, Glück oder auch Trauer, Verlust, Melancholie, Schmerzen jeglicher Art ... von Sehnsucht nach "Heimat" und der Suche nach Gott? Nichts. Und das wird er auch nie und kann somit auch nicht in diesem Sinne "denken". Er wird solche Themen nur sehr gut formulieren können, schöne Referate darüber verfassen und all das sogar in entzückende und verblendende Gedichtform bringen - so dass es sich "beinahe echt" anhört und ach so herrlich menschlich. Aber nur für jene, die selbst schon fast ganz vergessen haben, was das Leben, was das Menschsein eigentlich ausmacht.
Computer kennen keine Wahrheit. Nicht einmal weltliche Wahrheiten, denn sie plappern nur das im Internet "gelernte" nach. Und jenes ist bekanntlich voll mit Unwahrheiten, Fake News, Hass, Propaganda, gefährlichem Halbwissen, Manipulation ... und schon gar nicht kennt KI die universalen Wahrheiten über Gott, den Sinn des Lebens, die Liebe und hat nicht mal eine Ahnung davon, was Spiritualität überhaupt ist - alleine schon deshalb, weil Computer gar nicht nachvollziehen können, was "ahnen" eigentlich ist. Oder was "nachvollziehen können" ist.
Schau dir das verlinkte 4:27 min Video des TV Senders 3sat an, und erfahre, wie ChatGPT und andere KI-Tools funktionieren. Mustererkennung, Wahrscheinlichkeitsrechnungen, ... wahre Intelligenz oder gar Klugheit sieht anders aus. Von Weisheit kann schon gar keine Rede sein.
Und sollte KI eines Tages tatsächlich Fragen wie etwa die nach dem Sinn des Lebens beantworten können und sollte diese Antwort dann sogar tatsächlich keine Lüge und etwas aussagekräftiger als "42" sein, dann darfst du dir sicher sein, dass diese Antwort bereits seit Jahrtausenden existiert. Suchst du sie jedoch nicht selbst, kennst du den Lösungsweg nicht und wirst die Antwort einer KI dann auch nicht verstehen können. Wenn dich Fragen dieser Art also wirklich interessieren, wirst du die Antworten auch finden. Aber mit Sicherheit nicht durch eine Maschine ...
Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal daran, dass dies kein alter Mann schreibt, der Angst vor Computern und Fortschritt hat. Dies schreibt jemand, der seit er 8 Jahre alt war, seit den 1980er Jahren, mit Computern zu tun hat und mit 12 Jahren erste Versuche mit künstlicher Intelligenz machte, und der zudem weit mehr an Fortschritt interessiert ist, als man meinen könnte. Nur eben in beiden Denkweisen.
KI bietet Chancen, aber nicht, wenn wir "die zweite Denkweise" vergessen, dann bietet sie eher Fallen, Verblendung, Täuschung und Gefahren. Also. Erinnere dich, wenn Zukunft rundum funktionieren soll. Denn Künstliche Intelligenz bedeutet Himmel oder Hölle. Dazwischen gibt es nichts. Und vom Himmel sind wir dank unserer heutigen, einseitigen, intellektuell brillanten aber spirituell verkümmerten Denkweise Lichtjahre entfernt.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Werner Heisenberg   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Künstliche Intelligenz - Wahrheit - Lüge - Gut und Böse
Werner Heisenberg   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Künstliche Intelligenz - Wahrheit - Lüge - Gut und Böse
gelesen markieren 

Der Baum der Welt
#185 • Sprichwort •
4:01 min
4:01 min
Ich hörte auch schon den Satz "Der Dumme sucht nach Schuldigen, der Kluge nach Lösungen." Irrtümlich wird ein ähnlicher Spruch ("In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach ...
Schuldigen") auch Loriot zugeschrieben. Laut falschzitate.blogspot.com ist der Grundgedanke aber eher auf ein altes spanisches Sprichwort zurückzuführen.
Der Baum der Welt, wie ich ihn in meinen Büchern (vor allem in Teil 2) betrachte, "erklärt" - so weit für uns Menschen nachvollziehbar - das Prinzip der Kausalkette (eigentlich "Kausalitätskette").
Wir sehen tatsächlich oft Schuldige. Politiker, die ganz offensichtlich korrupt sind oder gelogen haben, Terroristen, die über Weihnachtsmärkte fahren und in Diskos herumschießen oder sei es auch nur das Arschloch im Auto vor uns, das zu langsam und wie ein Idiot fährt. Von morgens bis abends prallen abwechselnd Dummheiten und Bosheiten auf uns ein (und gehen von uns aus!) - meistens ist das eine vom anderen kaum zu unterscheiden (siehe auch Mind
Snippet #117). "Schuld" - haben wir somit ausnahmslos alle.Aber picken wir doch mal ein starkes Beispiel heraus, in dem ein Politiker bewiesenermaßen korrupt ist. Nun muss man differenzieren: Dass er nicht in seinem Posten bleiben kann, ist klar. Auch dass er bestraft werden sollte. Jedoch anzunehmen, dass mit seiner Entfernung jetzt alles gut wird, ist naiv, eigentlich sogar dumm.
Denn zwar zeigte sich Schuld sozusagen in Form seiner Person. Doch ursächlich ist etwas völlig anderes, weswegen davon ausgegangen werden kann, dass der oder die Nächste im freigewordenen Amt durchaus wieder exakt so handeln könnte.
Die Ursache ist nicht diagnostiziert, das Problem nicht gefunden oder behoben und somit ist die Entfernung dieses Politikers auch nicht DIE Lösung, sondern nur das Entfernen EINER faulen Frucht am Baum der Welt. Doch die nächste wird nachwachsen, denn der ganze Zweig, der Ast und sogar der Stamm sind marode, verpilzt - da die Wurzel "von einfach allem", die Wurzel vom Baum der Welt nun mal nicht die Liebe ist.
Die Idee, für die gesamte Welt eine Wurzel aus Liebe anzustreben mag zwar im höchsten Maße naiv erscheinen, allerdings ist der Gedanke, dass es ohne jene Wurzel jemals besser werden könnte, hingegen schlicht dumm. Dumm deshalb, weil Wissen fehlt. Man weiß offenbar noch nicht, dass es ohne dieses spirituelle Grundgesetz nicht besser werden KANN. Und solange wir das noch nicht wissen, müssen wir eben schmerzhaft lernen. Und sei es sogar durch Kriege.
Egal, wie sehr wir uns aus dem Verstand heraus auch bemühen werden - beispielsweise durch immer mehr Gesetze und härtere Strafen. Diese können das Herz der Menschen nicht erreichen und somit niemals zum Guten verändern. Zudem wird sich "das Böse" auch nicht an Gesetze halten. Ebenso wenig wie das Gute, weswegen es auch in den brutalsten Autokratien immer wieder mutige Freiheitskämpfe gibt.
Gesetze bewirken eine Atmosphäre der Unfreiheit und jene macht außerdem krank. Wie arm ist doch ein Staat, der nur "funktionieren" kann, wenn er alles verbietet! Wie resignierte Eltern, die sich außer durch Verbote und der Androhung härtester Strafen bei ihrem Kind nicht mehr anders zu helfen wissen.
Möchte man im Politikerbeispiel die wahre Schuld finden, müsste man fragen, wieso dieser Mensch korrupt handelte. Weshalb reichte ihm sein Geld und seine Macht nicht? Was muss geschehen, damit man einen Menschen nicht mehr mit solchen Dingen locken und verführen kann? Und so weiter und so weiter.
Man würde seine Biografie studieren, sein Umfeld, seine Kindheit, die Erziehung, die Werte in seiner Familie. Man würde feststellen, dass es "bei diesen Freunden und diesen Eltern ja kein Wunder ist" und auf einmal verÄSTELN sich die Zusammenhänge einerseits zwar immer mehr - auf der anderen Seite wird am Ende immer ein und dieselbe Ursache (Wurzel) aufgedeckt werden.
Man könnte quasi bis "Adam und Eva" zurück forschen. Schuldige Verhaltensmuster sind über unzählige Generation kollektiv gewachsen, gesellschaftlich kultiviert und beinahe archaisch geworden. Aber niemals unveränderlich! Denke an den Fakt der Evolution - diese kann (und muss) auch spirituell endlich einmal weitergehen.
Da die Kausalforschung unüberschaubar ist und wir die Wahrheit und Macht der Antwort "Liebe" nicht kollektiv kapieren, resignieren beide Seiten: Die einen hauen brutal auf die offensichtlich Schuldigen ein (Politiker, Flüchtlinge, Rechte, Linke, ...) und die anderen sehen ausnahmslos in allen Menschen "liebevolle, ganz tolle Wesen" und erteilen genauso wenig zielführend direkt eine Generalamnestie. Weder auf die eine noch die andere kurzsichtige Herangehensweise kommen wir weiter.
Es würde den Rahmen sprengen, aber absolut alles ließe sich auf diese Art zurückverfolgen und man käme immer bei derselben Wurzel an. Der doofe Autofahrer vor uns ist vielleicht depressiv, übermüdet, ängstlich oder wütend - weil ihn der Kummer der Welt fertig gemacht hat und ihm der Zugang, der Pfad zur Quelle und Wurzel aller Kraft, Weisheit und Versorgung nicht bekannt ist. Und wer ist überhaupt an der Weltlage schuld? Und so weiter und so fort ...
Wären wir so vollkommen, so weise wie Gott, wäre es uns möglich, in allen Fragen den wahren Schuldigen zu finden. Doch auch dann wäre der Schuldige im Sinne von "Verursacher" wieder nur ein Mensch, der - wie Véjà es in den Büchern nennt - "nur mal wieder aus der Wahrheit gefallen" ist. Mit anderen Worten - von Liebe (mit all ihrer Macht und "Magie") getrennt war oder ist.
In dieser Trennung - vor allem wenn sie dauerhaft ist - sind alle Untaten nicht nur denkbar, sie sind sogar eine logische Konsequenz. Was ist also unsere wichtigste Aufgabe? Woraus entwächst "das Böse"? Und woraus besteht die Wurzel des "Guten"? Woraus würde im Gegensatz zum Baum der Welt der Baum des LEBENS entwachsen, aus dem sich alles Weitere ergibt?
"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen." (Mt. 6, 33) - Schaffen wir es eines (fernen) Tages, eine Zivilisation auf Liebe zu errichten, werden wir uns um keines(!) der heutigen Probleme noch kümmern müssen - sie entstünden gar nicht erst. Aristoteles meint dasselbe, wenn er sagt: "Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich." (siehe unten: Mind
Snippet #70)Zu schwierig? Zu naiv? Keine Ahnung, wie man das machen könnte, wo man anfangen sollte? Über Nacht wird uns das nicht gelingen. Jedoch wird es anders keinesfalls funktionieren! Damit es eines Tages funktioniert, sollten wir heute ernsthaft damit beginnen. Zum Beispiel mit diesem Projekt. Ganz nach Goethe (siehe Mind
Snippet #30).Denke in größeren Zeitmaßstäben! Erweitere deinen Geist und deinen Bewusstseins-Horizont! Reise durch die 4. Bewusstseins-Dimension (im Coaching machen wir das). Bedenke, dass in 120 Jahren kein einziger Mensch mehr von heute leben wird! Wenn neue Generationen direkt und nach und nach bei vollem "Bewusstsein" aufwachsen, sieht der Gedanken schon nicht mehr so naiv aus.
Wie man Geduld und Motivation aufbringen soll, für etwas, dessen Ausgang man ohnehin nicht mehr erleben wird? Siehe Blog "Die 4. Bewusstseins-Dimension" und klicke auf das Keyword "Geduld" für interessante Gedanken dazu.
Siehe auch diese passenden Links:
- ... und nach uns die Sterne (Buch 2) 🔗
- WorldTeam. Das Projekt für Future Fixer 🔗
- Spirituell-philosophisches Coaching & Mentoring in Heidelberg 🔗
- Liebe und Gesetze
#70 - Genie oder Wahnsinn?
#134 - FAQ #45: Glossar: Drei Erinnerungen, vier Bewusstseinsdimensionen, Baum der Welt, WorldTeam, Recollector, ... 🔗
Urheber d. einleitenden Zitates:
Sprichwort   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Geduld - kausal - naiv - Welt retten - Zukunft - UpRootTheSystem
Sprichwort   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Geduld - kausal - naiv - Welt retten - Zukunft - UpRootTheSystem
gelesen markieren 

Sinn und Erfolg
#72 • Albert Einstein •
1:11 min
1:11 min
Paulo Coelho hat einmal geschrieben, dass "Reue" eines der furchtbarsten, höllischsten Gefühle ist, das es gibt. Und es heißt ...
auch, dass wir am Ende unseres Lebens vor allem all das bereuen werden, das wir trotz einer gewissen Ahnung dennoch NICHT getan haben. Zum Beispiel aufgrund von Angst.
Und was könnte dann schlimmer sein, als den Sinn des Lebens verpasst zu haben! Egal wie nett, bunt, abwechslungsreich, abenteuerlich und lustig oder auch wie finanziell erfolgreich das Leben gewesen sein wird - wenn es am Ende "sinnlos" war, dürfte die Reue ein furchtbares Gefühl sein. Und auch wenn es Viele gerne so sehen würden: Nein, Spaß zu haben ist ein schöner Nebeneffekt eines sinnerfüllten Lebens. Aber es IST nicht der Sinn des Lebens.
Die Bibel sagt zu diesem Fall übrigens: "Solche haben ihren Lohn schon gehabt." Und ich kenne das auch: Ich hatte sehr viele, sehr lange, sehr wilde Jahre in meinem Leben. Auch finanziell erfolgreiche. Sie machten Spaß. Sie waren endlos lustig, bescherten mir ein angenehmes Leben, beinahe sorgenfrei. Doch als sie vorbei waren, blieb rein gar nichts mehr davon übrig.
Am Ende zählt nur, was an Wertvollem übriggeblieben ist. Du wirst am Ende wohl eher weniger bereuen, dass du nicht noch mehr im Büro gesessen bist und ebenso wenig, dass du nicht noch mehr Party gemacht hast.
Doch was macht es denn "wertvoll"? Ein Leben ist wertvoll, das förderlich zum "Gedanken des Lebens" beitragen konnte. Wenn du also dem Leben etwas gegeben hast, das ihm dabei helfen konnte, seine Vision weiter zu materialisieren. Dann bekommst du zigfach zurück, was du investiert hast.
Wir sollten also mit dem Sinn, dem Ziel und der Vision des Lebens nicht so gleichgültig umgehen, wie es in unserer erfolgs- und spaßorientierten Gesellschaft häufig üblich ist.
Der Sinn des Lebens ist weder schwierig zu begreifen noch schwierig umzusetzen. Und Spaß macht er allemal. Man nähert sich ihm, wenn man ihn ernsthaft kennenlernen möchte ...
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sinn des Lebens - Erfolg
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Sinn des Lebens - Erfolg
gelesen markieren 

Glück durch Veränderung
#196 • Konfuzius •
2:40 min
2:40 min
Auch Heraklit erkannte schon 500 v.Chr. "Nichts ist so beständig wie der Wandel", oft auch zitiert mit "Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung." Aber ...
leicht fällt uns diese Tatsache meistens nicht wirklich. Denn wir alle sehnen uns nach Heimat, nach Angekommensein und mehr oder weniger stark danach, auch einmal zur Ruhe kommen zu dürfen. Wie passt das zusammen? Wie lässt sich das vereinen?
Die Heimat muss in erster Linie in dir selbst gefunden werden. Dann kannst du sie immer und überall dabei haben. Dazu kurz aus meinem Leben: Wenn mich meine Ex-Freundin etwa alle 1-2 Jahre mal besuchen kommt (sie wohnt nicht mehr in Deutschland), dann muss sie stets schmunzeln, wie unverändert meine Wohnung erscheint. Ich spüre dann manchmal förmlich, wie sie das was sie sieht, nahezu 1:1 auf mich als Person überträgt. So, als sei auch ich stehengeblieben. Sie ist damit jedoch nicht die einzige. Leicht kann man das denken. Doch das könnte falscher nicht sein.
Wer meine Bücher kennt und verstanden hat weiß, dass eine Kernbotschaft darin gerade die stete Veränderung ist. Und zwar insbesondere im Erkennen und Wachsen in der Liebe - hin zur größtmöglichen, die es gibt. Man kann sie durchaus Gott nennen oder auch deinen innersten Kern, das tiefste Sein. Erst wenn alle (oder sehr viele) Menschen dies als wichtiges Ziel verstehen und jenes Wachstum, diese innere Veränderung praktizieren, ist das Ziel der Evolution erreicht und ein friedliches, harmonisches, "ewiges Leben" und Miteinander auf diesem Planeten machbar.
Wandel und Veränderung ist also nicht nur eine fixe Konstante - Veränderung (also Evolution) ist essentiell. Eine Bedingung. Und für uns als Menschen allen voran die spirituelle Evolution, das Erkennen, Erwachen und Erinnern. Belohnt wird unsere Bereitschaft zur Veränderung dann mit dem Gefühl von Glück. Wer diesen Weg meiden möchte, versucht oft, das Glück zu erzwingen. Durch Alkohol, Drogen, übermäßigen Sex oder auch mit dem Versuch, sich Glück zu erkaufen.
Es gibt vor allem zwei Gründe, weshalb sich mein äußeres Leben scheinbar so wenig wandelt: Einer ist pragmatischer Natur: Äußere Veränderungen kosten in der Regel Geld. Möbel, Kleidung, Auto, ein Haus, ein Anbau, ein Wohnwagen, Technikspielzeug, ... dieses Geld muss zeitintensiv erwirtschaftet werden. Die meisten Jobs dienen jedoch leider (noch immer) weniger deiner Erfüllung der tiefsten Berufung, sondern eher dem reinen Geldverdienen. Sie führen also nicht hin zu dir, sie lenken dich eher ab von dir. Nicht wenige "lieben" ihren Job sogar gerade dafür. Er nimmt ihnen die Angst vor der Konfrontation mit sich selbst. Und Abwesenheit von Angst lässt sich leicht mit Liebe verwechseln.
Mit dem Geld lassen sich dann im Außen viele Veränderungen erkaufen. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Zuerst lenkt einen die viele Arbeit wunderbar vom oftmals auch schmerzhaften Blick in sich selbst ab, und anschließend häuft man durch das viele Geld um sich herum kontinuierlich neue bunte Dinge an, die einem selbst und auch anderen das Gefühl vermitteln: "Da tut sich was!" - Wirklich?
Materialismus nennt man es dann. Den kann man sich nicht dauerhaft verbieten oder abtrainieren, wie es manche zwar gut gemeint versuchen, auf diese Weise jedoch mittelfristig scheitern werden. Wie alles andere "Falsche, Böse, Schlechte oder nicht Zielführende" in der Welt (bei mir z.B. auch Alkohol und Nikotin), wird sich auch überzogenes Konsumverhalten in dir völlig von selbst auflösen, wenn du die Blickrichtung änderst. Wenn du den Blick in dich selbst wagst und Veränderung, Evolution und Wachstum in dir drin suchst und das eines Tages sogar mit Freude.
Der zweite Grund, weshalb es beispielsweise in meiner Wohnung so wenige Veränderungen gibt ist der, dass das Äußere schlicht nicht immer Schritt halten kann mit der inneren Veränderung. Und so genügt mir eine kleine aber feine, aufgeräumte und saubere Wohnung, die wenig Arbeit macht, kaum Kosten verursacht und aufgrund ihrer Schlichtheit zu quasi jedem Seinszustand passt. Pflanzen sind beispielsweise preiswert, völlig zeitlos und bringen mehr Leben in eine Wohnung, als manch teure Dekoartikel, an denen du dich bald sattgesehen haben wirst.
Eine einfache, schlichte aber warme Umgebung - sie ist wie eine Jeans: Passt, ist bequem, pflegeleicht, wärmt und wird nie altmodisch.
Die Reise zu dir selbst ist oft keine ganz einfache. Aber sie ist jede Anfangsschwierigkeit wert, zumal sie früher oder später ohnehin stattfinden wird, stattfinden muss. Warte nicht, bis du erst völlig erschöpft bist von der Flucht vor dir selbst. Freue dich stattdessen auf das Glücklichsein, das dich erwartet und das Dinge umfasst, an die du heute noch gar nicht denken kannst.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Konfuzius   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Veränderung - Angst - Glück - Loslassen - Minimalismus
Konfuzius   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Veränderung - Angst - Glück - Loslassen - Minimalismus
gelesen markieren 

Von großen und unruhigen Geistern
#285 • Samuel Smiles •
1:21 min
1:21 min
Was der schottische Schriftsteller und Reformer (gestorben 1904) sagt, kann ich absolut bestätigen. Und zwar nicht, weil ich mich ...
für einen großen Geist halte. Auch nicht für einen kleinen. Sondern für beides. Und dasselbe würde ich von vielen anderen Menschen ebenfalls behaupten. Es kommt nämlich ganz darauf an, in welche Vibrations man sich versetzt.
Ich kenne Phasen der extremen Unruhe. Tatendrang beispielsweise, ohne genau zu wissen, wonach es mich drängt, oder einfach nichts tun zu können, beispielsweise weil das Wetter nicht passt oder ein Freund/Freundin noch keine Zeit hat. In solchen Phasen habe ich einen unruhigen Geist und dieser ist von einem kleinen kaum zu unterscheiden: Unproduktiv, unzufrieden - eine Qual.
Und dann gibt es zum Glück auch reichlich Zeiten, in denen ich durchaus zu innerer Ruhe finde, etwa durch Meditation oder auch nur durch Bewusstwerdung, also durch das Erkennen der eigenen Unruhe und das darauf direkt folgende Erinnern daran, dass dieser Zustand zu nichts führt. Dann hat man eine Chance, den Geist zu beruhigen, und ein ruhiger Geist ist einem großen Geist schon viel ähnlicher. In der Ruhe liegt die Kraft.
Ich kenne heute so viele (junge) Leute, die beinahe stolz darauf sind, "immer unter Strom" zu stehen, ständig in Action, immer unterwegs, unter Leuten, beschäftigt und verplant zu sein. Geduld, handyfreie Zeiten, Nichtstun oder einfach mal alleine auf dem Bett zu liegen, die Zimmerdecke oder Wand anzuschauen, und entweder an gar nichts zu denken oder aber völlig ungehemmt am Selbstreflektieren zu sein ... von vielen wird es belächelt als etwas, das ihre Generation oder allgemein jemand mit einem Plan und einem Ziel sich weder leisten kann noch nötig hat.
Am Ende bleibt dann oft nur ein unruhiger Geist ... und dieser hat wenig Ähnlichkeit mit einem großen, der zur Nahrungsquelle werden kann, also zur Quelle von Kraft, Ruhe, Freude, Inspiration, Erkenntnis, Heilung ... So gesehen ist das Ziel, zu innerer Ruhe zu finden, beispielsweise durch das Ertragen und bald schon das Genießen von Einsamkeit gar nicht mehr so unsexy, oder? Tatsächlich handelt es sich dabei nicht um ein Relikt alter Zeiten. Vielmehr ist es eine beinahe schon vergessene Superkraft. Oder beherrschst du es bereits|, lieber $name|, liebe $name|, $name?
Urheber d. einleitenden Zitates:
Samuel Smiles   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Einsamkeit - Alleinsein - Kreativität - Idee - Innere Ruhe - Gelassenheit
Samuel Smiles   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Einsamkeit - Alleinsein - Kreativität - Idee - Innere Ruhe - Gelassenheit
gelesen markieren 

Co-Abhängigkeit: Leiden unter den Kompensationshandlungen anderer
#273 • Hans Arndt •
6:51 min
6:51 min "Wir sind die Sklaven von dem, was uns nicht glücklich macht." (Hans Arndt)
Co-Abhängigkeit ist inzwischen vielen ein Begriff. Oft denken wir dabei an einen Lebenspartner, der beispielsweise Alkoholiker ist und von dem wir uns einfach ...
mehr
nicht trennen können. Oft leisten die Co-Abhängigen dem Süchtigen dann noch eine zwar gut gemeinte aber völlig kontraproduktive "Hilfe" dadurch, dass sie ihrem Partner direkt Schnaps vom Einkauf mitbringen, ihn vor Freunden und Chef decken, indem sie für ihn lügen und ganz allgemein: Indem sie bei ihm bleiben! Denn die beste Hilfe für einen unbelehrbaren Kompensationspraktizierenden bzw. erkenntnisresistenten Jammerlappen ist es, ihn oder sie fallenzulassen.
Ich darf Jammerlappen sagen. Und zwar, weil ich selbst einer war. Selbstmitleid war für eine Weile mein zweiter Vorname und meine Rechtfertigung für eine Zeitlang zu viel Alkohol, für Zigaretten oder auch "nur" für eine Phase der Prokrastination: Stieres Herumsitzen und wie gelähmt sein, den Job wie ein Zombie erledigen. Ansonsten nichts tun. Und eben auch nichts anpacken. Vor allen Dingen: Nichts verändern! Und das geht ganz hervorragend, solange man gar nichts verändern MUSS.
"Es klappt doch alles bestens: Noch bin ich gesund genug, meine Olle besorgt mir den Stoff, wenn ich entweder unerträglich bin oder ganz schlimm leide, sie lässt mich nicht alleine und wenn ich sage, dass ich Sex will, macht sie sogar das noch! Entweder aus Mitleid oder weil sie Angst hat. Angst mich zu verlieren oder dass ich böse werde." So oder so ähnlich läuft es häufig ab. Das klappt ganz hervorragend, wenn man eine ebenfalls schwache Person zum Partner hat. Eben eine Co-abhängige.
Als wäre das nicht tragisch genug, glauben viele Co-Abhängige auch recht bald, dass sie gebraucht werden, wichtig sind, einen wahren Märtyrerdienst leisten - beinahe wie Mutter Teresa. Das müssen sie sich auch sagen: Denn nur so befreien sie sich von jeglichem schlechten Gewissen, weil sie nicht mutig das wirklich Richtige tun. So wird aus Schwäche auf einmal Stärke.
Zwei Menschen, die sich selbst was in die Tasche lügen. So gesehen, passen sie bestens zueinander. Das Gesetz der Resonanz hat sie zusammengeführt. Nicht weil sie fertige Liebesfähige gewesen waren. Sondern damit sie es miteinander (besser: aneinander) werden können. Entweder damit beide was daraus lernen oder zumindest der Klügere, Stärkere und Mutigere von beiden. Angepackt wird aber meist erst, wenn der Leidensdruck groß genug ist oder man selbst schwer krank wird - oder eben niemals. Es liegt einzig an einem selbst. Siehe dazu Instant Inspiration Nr.65, Link unten.
Ich bin hart, ich weiß. Aber in diesen Momenten erkenne ich ziemlich klar immer mal wieder den Grund, warum ich selbst durch so manche Hölle musste: Credibility. Glaubwürdigkeit. Was ich geschafft habe, schaffen andere auch. Definitiv! Sie brauchen vielleicht einfach nur die richtige Hilfe (siehe Coaching-Link unten). Und dann erkennen auch sie: "Irgendwie war es im Nachhinein ganz okay, dass ich diese Phase hatte, denn heute gehe ich stärker und reifer daraus hervor." - Vielleicht kannst du vom Opfer sogar zum Helfer werden! Man muss es nur wollen, die Eier dazu haben oder sie entwickeln. Anpacken. Etwas tun! Den Arsch hochkriegen!
Der Co-Abhängige leidet unter den Kompensationshandlungen eines anderen. Das Muster ist immer das gleiche: Person A hat ein Problem. Ängste, Sehnsüchte, Komplexe, posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), unverarbeitete Kindheitserlebnisse, ... Was auch immer es ist: Es ist unerträglich auf der Gefühlsebene. Doch anstatt sich diesen Problemen mutig zu stellen und die vielleicht größte Herausforderung seines Lebens anzunehmen, wird lieber ein einfacherer Weg gewählt (siehe
Snippet #176). Beispielsweise Saufen. Eine feige Entscheidung. Eine Weichei-Entscheidung.
Daher sage ich "Jammerlappen". Diesen Ausdruck benutzte übrigens mein psychologischer MPU Berater für mich, als wir über meine Jugend sprachen. Autsch! Das tat weh. Gut so! Heute habe ich meinen Führerschein wieder und bin seit vielen Jahren total vom Alkohol weg. Ohne ihn eine Sekunde zu vermissen (das liegt aber mehr an den Drei Erinnerungen als an der MPU Vorbereitung. Sie ermöglichten mir auch, problemlos meine Nikotinsucht gleich mit zu beenden. Von jetzt auf gleich).
Person B (der/die Co-Abhängige) wiederum hat ihrerseits so ihre Vermeidungsstrategien. Sie möchte ebenfalls Schmerzen und Ängste vermeiden. Beispielsweise Trennungsschmerz, die Angst vor dem Wieder-Alleinsein. Daher kann sie ihren Partner erstens ziemlich gut verstehen und zweitens auch den gleichen Fehler machen wie er. Nur weil Person B nicht auch zum selben Kompensations-Mittelchen greift wie ihr Partner, heißt das nicht, dass sie ein weniger großes Problem hätte oder weniger abhängig sei.
Es gibt nämlich viele andere Formen von Abhängigkeit und vor allen Dingen von Kompensationshandlungen (oder Ersatzhandlungen, Fluchtmechanismen, Vermeidungstaktiken, Vermeidungsstrategien, ... wir brauchen offenbar viele Namen dafür).
Die ganze Welt ist voll von diesen "Strategen" und es dürfte kaum einen Menschen geben, der keine Ausweichhandlungen anwendet. Auch ich selbst! Die entscheidenden Fragen sind aber: Wie sehr dominieren sie dein Leben und blockieren dein weiteres Vorankommen? Wie ehrlich erkennst du sie? Wie mutig schaust du in deinen Seelenspiegel? Und wie engagiert bist du, diese so gut es geht aufzulösen? Oder machst du einfach weiterhin Tag für Tag den gleichen Fehler? (Was Einstein wohl dazu sagt?
Snippet #71)
Ich will wirklich nicht, dass es wie Jammern oder pubertäres "meine Jugend war härter als deine Jugend" Gebattle klingt. Aber das Leben hat mir diesbezüglich nichts geschenkt. Ich wurde buchstäblich gezwungen, eine Kompensationshandlung nach der anderen zunächst zu erkennen und dann aufzulösen. Das war sehr oft ziemlich hart. MPU und Abstinenz waren nur eine von vielen Stationen der Transformation gewesen. Und nicht einmal die härteste.
Denn auch jetzt aktuell (2024), habe ich eine neue Baustelle dieser Art angepackt. Diese dominiert oder beeinflusst mein Leben zwar bei Weitem nicht so stark wie Alkohol oder ein falscher Partner, doch mich stört es! Jetzt, da ich verstanden habe, dass man Kompensationshandlungen a) grundsätzlich auflösen kann (mit der helfenden Philosophie) und b) ebenso grundsätzlich auflösen muss, wenn man weiter kommen und glücklich werden bzw. bleiben will.
Das ist ein spirituelles Gesetz. So geschieht Reifung, spirituelle Evolution. Man muss es nicht tun. Wir haben einen freien Willen bekommen. Erwarte dann aber auch nicht zwingend Verbesserungen in deinem Leben. Was dich nicht herausfordert, verändert dich (und dein Leben) auch nicht: siehe
Snippet #255
Wichtig: Ich bin nicht etwa herzlos! Ich verstehe schon, dass man eine geliebte Person nicht so einfach fallen lassen kann oder will. Das ist auch absolut gut so und nichts ist ekelhafter als unsere Wegwerfgesellschaft, die womöglich auch einen Menschen viel zu schnell "wegwerfen und austauschen" würde. Doch es ist wichtig, den Zeitpunkt nicht zu verpassen, an dem es schlicht und ergreifend genug ist. Es gibt diesen Moment, an dem es für euch BEIDE das Beste ist und auch die beste Chance auf Heilung bedeutet, wenn man loslässt. Ich weiß wovon ich spreche! Ich kann dir im Coaching mehr darüber erzählen bei Bedarf.
Wenn du dich aus der Co-Abhängigkeit befreit hast, hast du Enormes geleistet. Nicht nur, dass du freier geworden bist. Du bist auch stärker, klüger, weiser, reifer und mutiger geworden. Und was dann passiert, setzt sogar noch einen drauf. Denn du wirst dir möglicherweise in etwa das Folgende sagen:
"Jetzt, da ich MEINE Kompensationshandlung besiegt habe, nämlich Abhängigkeit oder Co-Abhängigkeit, möchte ich mich auch lieber mit Menschen umgeben, die ihrerseits nicht mit ihrem Verdrängen nerven. Mit Menschen, die ebenso ehrlich zu sich selbst sind." Denn jeder, der sich selbst was in die Tasche lügt, lügt (unabsichtlich) auch dich an. Das ist anstrengend, wenn du die Vermeidungstaktik des anderen eigentlich durchschaut hast, er aber nichts davon wissen will. Ich komme mit solchen Menschen nicht mehr klar. Derartige Kontakte sind eine Farce, ein Theaterstück.
An deinem Partner hast du erkannt, dass eine Beziehung mit Kompensationshandlungen extrem belastend und blockierend sein kann. Diese Tatsache macht aber vor Freunden, Kollegen und Chefs nicht auf einmal Halt. Daher schraubst du deine Ansprüche an dein gesamtes Umfeld hoch. Warum? Weil du dir sagst, was hilft es, wenn du dich von Süchten und (Co-)Abhängigkeiten befreit hast, wenn du aufgehört hast mit Kompensationshandlungen und damit, dir selbst etwas vorzumachen und du dann aber noch immer unter den Verdrängungsmechanismen bzw. Kompensationshandlungen der anderen leidest?
Ich nenne kurz ein paar Beispiele hierfür:
Vor ein paar Jahren traf ich eine alte Freundin wieder, in die ich damals extrem verliebt war. Ich fand sie noch / wieder super. Und auch in ihr keimten endlich Gefühle auf. Doch sie befand sich zu der Zeit bereits in eben jener Co-Abhängigkeit, die sie letztlich bei ihrem abhängigen Partner bleiben ließ. Geht es ihr heute gut? Naja ... Da sie auch nach mehrmaligem guten Zureden stur in ihrer Co-Abhängigkeit verharren "wollte", ließ ich sie los. Sie hätte mich sonst nur aufgehalten.
Dieses Jahr beendete ich eine 11-jährige Freundschaft mit einer Frau. Wir empfanden viel füreinander. Sie fühlte sich bei mir wohl. "Mir fehlt nichts bei dir". Und auch: "Bei dir kann ich so sein wie ich bin, aber das sind für mich eben nur Freunde." Für sie musste ein Partner jemand sein, vor dem sie Angst hat! Das muss man sich mal vorstellen!
Prägung. So hatte sie es mal auf traumatische Weise durchlebt und erfahren. Männlichkeit und "Liebe" hatten sich von da an genau so anzufühlen. Doch statt diese Prägung, dieses Mindset aufzulösen, suchte sie sich lieber einen Proleten nach dem anderen zum Freund. Richtig schöne Typen zum Angsthaben.
Geklappt hat das natürlich nie. Glücklich wurde sie mit keinem. Machte sie das irgendwann klüger? Nein. Anstatt die Prägung aufzulösen, blieb sie wie ein Alkoholiker stets weiter ihrem "Stoff" treu - in ihrem Fall Partnerschaften, die sie ablenken konnten, die aber ebenso "tödlich" sein können wie Suchtmittel. Schließlich fand sie einen, der alle bisherigen Assis sogar noch toppte. Diesmal ging es schon (fast) in Richtung Psychopath.
Ich war viele Jahre für sie da. "Coachte" sie so gut ich konnte. Gratis natürlich. Ich hatte Geduld, hörte ihr viel zu. Egal wie oft sich alles wiederholte. Mein "Coaching" (oder Freundsein) konnte jedoch nicht fruchten. Denn obwohl sie so viel in mir fand, triggerte ich sie nicht als Mann, da sie mir gegenüber keine Angst empfand. Keine Angst = kein Mann = keine romantischen Gefühle = keine Wertschätzung = keine Offenheit = "Was du sagst klingt nett, ich werte es aber gering".
Nur der, der dich liebt und / oder sehr respektiert ist für dich erreichbar. Ein Satz dieses narzisstischen, egomanen Holzfällers wiegte mehr als ein ganzes Buch von mir. Für sie.
Ich ließ sie nach elf Jahren gehen. Denn mit mir hatte sie einen Mülleimer (
Snippet #268), der sie regelmäßig entlastete. Ohne Last kein Leid. Ohne Leid kein Leidensdruck. Ohne Leidensdruck kein Handlungsbedarf. Ohne Handlung keine Veränderung. Ohne Veränderung keine Heilung. Wenn sie jemals frei und gesund werden will - dann am ehesten jetzt, wo sie einen guten Freund weniger hat, der ihren Müll entsorgt. Der kompensierte. Bisher.
Der Punkt war erreicht, an dem Loslassen und Aufgeben die letzte und beste Chance auf Heilung ist. Für mich. Und für sie. Wenn sie je aufwachen wird, dann jetzt. Oder eben nie.
Wenn du deine Selbstlügen, deine Fluchtmechanismen mutig beseitigt hast, erwartest du das auch zunehmend von deinem Umfeld. In der Folge hast du mehr und mehr seelisch gesündere, reifere, erwachsenere und vor allem: liebesfähigere Menschen um dich herum.
Ich werde das weiter so machen. Wer sich selbst stets etwas vormachen will, soll es tun. Mir jedoch etwas vorzumachen und zu verlangen, dass ich bei dem Theaterstück mitspiele: Nein. Egal ob es Freunde, Partnerin oder der Job/Chef ist. Ein Umfeld voller Verdränger ist toxisch. Denn die negative Energie, die der Verdränger verdrängen möchte, drängt sich unweigerlich seinem Umfeld auf. Das mache ich nicht mehr mit.
Wenn du es auch nicht weiter mitmachen möchtest - lass uns reden!
Co-Abhängigkeit ist inzwischen vielen ein Begriff. Oft denken wir dabei an einen Lebenspartner, der beispielsweise Alkoholiker ist und von dem wir uns einfach ...
nicht trennen können. Oft leisten die Co-Abhängigen dem Süchtigen dann noch eine zwar gut gemeinte aber völlig kontraproduktive "Hilfe" dadurch, dass sie ihrem Partner direkt Schnaps vom Einkauf mitbringen, ihn vor Freunden und Chef decken, indem sie für ihn lügen und ganz allgemein: Indem sie bei ihm bleiben! Denn die beste Hilfe für einen unbelehrbaren Kompensationspraktizierenden bzw. erkenntnisresistenten Jammerlappen ist es, ihn oder sie fallenzulassen.
Ich darf Jammerlappen sagen. Und zwar, weil ich selbst einer war. Selbstmitleid war für eine Weile mein zweiter Vorname und meine Rechtfertigung für eine Zeitlang zu viel Alkohol, für Zigaretten oder auch "nur" für eine Phase der Prokrastination: Stieres Herumsitzen und wie gelähmt sein, den Job wie ein Zombie erledigen. Ansonsten nichts tun. Und eben auch nichts anpacken. Vor allen Dingen: Nichts verändern! Und das geht ganz hervorragend, solange man gar nichts verändern MUSS.
"Es klappt doch alles bestens: Noch bin ich gesund genug, meine Olle besorgt mir den Stoff, wenn ich entweder unerträglich bin oder ganz schlimm leide, sie lässt mich nicht alleine und wenn ich sage, dass ich Sex will, macht sie sogar das noch! Entweder aus Mitleid oder weil sie Angst hat. Angst mich zu verlieren oder dass ich böse werde." So oder so ähnlich läuft es häufig ab. Das klappt ganz hervorragend, wenn man eine ebenfalls schwache Person zum Partner hat. Eben eine Co-abhängige.
Als wäre das nicht tragisch genug, glauben viele Co-Abhängige auch recht bald, dass sie gebraucht werden, wichtig sind, einen wahren Märtyrerdienst leisten - beinahe wie Mutter Teresa. Das müssen sie sich auch sagen: Denn nur so befreien sie sich von jeglichem schlechten Gewissen, weil sie nicht mutig das wirklich Richtige tun. So wird aus Schwäche auf einmal Stärke.
Zwei Menschen, die sich selbst was in die Tasche lügen. So gesehen, passen sie bestens zueinander. Das Gesetz der Resonanz hat sie zusammengeführt. Nicht weil sie fertige Liebesfähige gewesen waren. Sondern damit sie es miteinander (besser: aneinander) werden können. Entweder damit beide was daraus lernen oder zumindest der Klügere, Stärkere und Mutigere von beiden. Angepackt wird aber meist erst, wenn der Leidensdruck groß genug ist oder man selbst schwer krank wird - oder eben niemals. Es liegt einzig an einem selbst. Siehe dazu Instant Inspiration Nr.65, Link unten.
Ich bin hart, ich weiß. Aber in diesen Momenten erkenne ich ziemlich klar immer mal wieder den Grund, warum ich selbst durch so manche Hölle musste: Credibility. Glaubwürdigkeit. Was ich geschafft habe, schaffen andere auch. Definitiv! Sie brauchen vielleicht einfach nur die richtige Hilfe (siehe Coaching-Link unten). Und dann erkennen auch sie: "Irgendwie war es im Nachhinein ganz okay, dass ich diese Phase hatte, denn heute gehe ich stärker und reifer daraus hervor." - Vielleicht kannst du vom Opfer sogar zum Helfer werden! Man muss es nur wollen, die Eier dazu haben oder sie entwickeln. Anpacken. Etwas tun! Den Arsch hochkriegen!
Der Co-Abhängige leidet unter den Kompensationshandlungen eines anderen. Das Muster ist immer das gleiche: Person A hat ein Problem. Ängste, Sehnsüchte, Komplexe, posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), unverarbeitete Kindheitserlebnisse, ... Was auch immer es ist: Es ist unerträglich auf der Gefühlsebene. Doch anstatt sich diesen Problemen mutig zu stellen und die vielleicht größte Herausforderung seines Lebens anzunehmen, wird lieber ein einfacherer Weg gewählt (siehe
Snippet #176). Beispielsweise Saufen. Eine feige Entscheidung. Eine Weichei-Entscheidung.Daher sage ich "Jammerlappen". Diesen Ausdruck benutzte übrigens mein psychologischer MPU Berater für mich, als wir über meine Jugend sprachen. Autsch! Das tat weh. Gut so! Heute habe ich meinen Führerschein wieder und bin seit vielen Jahren total vom Alkohol weg. Ohne ihn eine Sekunde zu vermissen (das liegt aber mehr an den Drei Erinnerungen als an der MPU Vorbereitung. Sie ermöglichten mir auch, problemlos meine Nikotinsucht gleich mit zu beenden. Von jetzt auf gleich).
Person B (der/die Co-Abhängige) wiederum hat ihrerseits so ihre Vermeidungsstrategien. Sie möchte ebenfalls Schmerzen und Ängste vermeiden. Beispielsweise Trennungsschmerz, die Angst vor dem Wieder-Alleinsein. Daher kann sie ihren Partner erstens ziemlich gut verstehen und zweitens auch den gleichen Fehler machen wie er. Nur weil Person B nicht auch zum selben Kompensations-Mittelchen greift wie ihr Partner, heißt das nicht, dass sie ein weniger großes Problem hätte oder weniger abhängig sei.
Es gibt nämlich viele andere Formen von Abhängigkeit und vor allen Dingen von Kompensationshandlungen (oder Ersatzhandlungen, Fluchtmechanismen, Vermeidungstaktiken, Vermeidungsstrategien, ... wir brauchen offenbar viele Namen dafür).
Die ganze Welt ist voll von diesen "Strategen" und es dürfte kaum einen Menschen geben, der keine Ausweichhandlungen anwendet. Auch ich selbst! Die entscheidenden Fragen sind aber: Wie sehr dominieren sie dein Leben und blockieren dein weiteres Vorankommen? Wie ehrlich erkennst du sie? Wie mutig schaust du in deinen Seelenspiegel? Und wie engagiert bist du, diese so gut es geht aufzulösen? Oder machst du einfach weiterhin Tag für Tag den gleichen Fehler? (Was Einstein wohl dazu sagt?
Snippet #71)Ich will wirklich nicht, dass es wie Jammern oder pubertäres "meine Jugend war härter als deine Jugend" Gebattle klingt. Aber das Leben hat mir diesbezüglich nichts geschenkt. Ich wurde buchstäblich gezwungen, eine Kompensationshandlung nach der anderen zunächst zu erkennen und dann aufzulösen. Das war sehr oft ziemlich hart. MPU und Abstinenz waren nur eine von vielen Stationen der Transformation gewesen. Und nicht einmal die härteste.
Denn auch jetzt aktuell (2024), habe ich eine neue Baustelle dieser Art angepackt. Diese dominiert oder beeinflusst mein Leben zwar bei Weitem nicht so stark wie Alkohol oder ein falscher Partner, doch mich stört es! Jetzt, da ich verstanden habe, dass man Kompensationshandlungen a) grundsätzlich auflösen kann (mit der helfenden Philosophie) und b) ebenso grundsätzlich auflösen muss, wenn man weiter kommen und glücklich werden bzw. bleiben will.
Das ist ein spirituelles Gesetz. So geschieht Reifung, spirituelle Evolution. Man muss es nicht tun. Wir haben einen freien Willen bekommen. Erwarte dann aber auch nicht zwingend Verbesserungen in deinem Leben. Was dich nicht herausfordert, verändert dich (und dein Leben) auch nicht: siehe
Snippet #255Wichtig: Ich bin nicht etwa herzlos! Ich verstehe schon, dass man eine geliebte Person nicht so einfach fallen lassen kann oder will. Das ist auch absolut gut so und nichts ist ekelhafter als unsere Wegwerfgesellschaft, die womöglich auch einen Menschen viel zu schnell "wegwerfen und austauschen" würde. Doch es ist wichtig, den Zeitpunkt nicht zu verpassen, an dem es schlicht und ergreifend genug ist. Es gibt diesen Moment, an dem es für euch BEIDE das Beste ist und auch die beste Chance auf Heilung bedeutet, wenn man loslässt. Ich weiß wovon ich spreche! Ich kann dir im Coaching mehr darüber erzählen bei Bedarf.
Wenn du dich aus der Co-Abhängigkeit befreit hast, hast du Enormes geleistet. Nicht nur, dass du freier geworden bist. Du bist auch stärker, klüger, weiser, reifer und mutiger geworden. Und was dann passiert, setzt sogar noch einen drauf. Denn du wirst dir möglicherweise in etwa das Folgende sagen:
"Jetzt, da ich MEINE Kompensationshandlung besiegt habe, nämlich Abhängigkeit oder Co-Abhängigkeit, möchte ich mich auch lieber mit Menschen umgeben, die ihrerseits nicht mit ihrem Verdrängen nerven. Mit Menschen, die ebenso ehrlich zu sich selbst sind." Denn jeder, der sich selbst was in die Tasche lügt, lügt (unabsichtlich) auch dich an. Das ist anstrengend, wenn du die Vermeidungstaktik des anderen eigentlich durchschaut hast, er aber nichts davon wissen will. Ich komme mit solchen Menschen nicht mehr klar. Derartige Kontakte sind eine Farce, ein Theaterstück.
An deinem Partner hast du erkannt, dass eine Beziehung mit Kompensationshandlungen extrem belastend und blockierend sein kann. Diese Tatsache macht aber vor Freunden, Kollegen und Chefs nicht auf einmal Halt. Daher schraubst du deine Ansprüche an dein gesamtes Umfeld hoch. Warum? Weil du dir sagst, was hilft es, wenn du dich von Süchten und (Co-)Abhängigkeiten befreit hast, wenn du aufgehört hast mit Kompensationshandlungen und damit, dir selbst etwas vorzumachen und du dann aber noch immer unter den Verdrängungsmechanismen bzw. Kompensationshandlungen der anderen leidest?
Ich nenne kurz ein paar Beispiele hierfür:
Vor ein paar Jahren traf ich eine alte Freundin wieder, in die ich damals extrem verliebt war. Ich fand sie noch / wieder super. Und auch in ihr keimten endlich Gefühle auf. Doch sie befand sich zu der Zeit bereits in eben jener Co-Abhängigkeit, die sie letztlich bei ihrem abhängigen Partner bleiben ließ. Geht es ihr heute gut? Naja ... Da sie auch nach mehrmaligem guten Zureden stur in ihrer Co-Abhängigkeit verharren "wollte", ließ ich sie los. Sie hätte mich sonst nur aufgehalten.
Dieses Jahr beendete ich eine 11-jährige Freundschaft mit einer Frau. Wir empfanden viel füreinander. Sie fühlte sich bei mir wohl. "Mir fehlt nichts bei dir". Und auch: "Bei dir kann ich so sein wie ich bin, aber das sind für mich eben nur Freunde." Für sie musste ein Partner jemand sein, vor dem sie Angst hat! Das muss man sich mal vorstellen!
Prägung. So hatte sie es mal auf traumatische Weise durchlebt und erfahren. Männlichkeit und "Liebe" hatten sich von da an genau so anzufühlen. Doch statt diese Prägung, dieses Mindset aufzulösen, suchte sie sich lieber einen Proleten nach dem anderen zum Freund. Richtig schöne Typen zum Angsthaben.
Geklappt hat das natürlich nie. Glücklich wurde sie mit keinem. Machte sie das irgendwann klüger? Nein. Anstatt die Prägung aufzulösen, blieb sie wie ein Alkoholiker stets weiter ihrem "Stoff" treu - in ihrem Fall Partnerschaften, die sie ablenken konnten, die aber ebenso "tödlich" sein können wie Suchtmittel. Schließlich fand sie einen, der alle bisherigen Assis sogar noch toppte. Diesmal ging es schon (fast) in Richtung Psychopath.
Ich war viele Jahre für sie da. "Coachte" sie so gut ich konnte. Gratis natürlich. Ich hatte Geduld, hörte ihr viel zu. Egal wie oft sich alles wiederholte. Mein "Coaching" (oder Freundsein) konnte jedoch nicht fruchten. Denn obwohl sie so viel in mir fand, triggerte ich sie nicht als Mann, da sie mir gegenüber keine Angst empfand. Keine Angst = kein Mann = keine romantischen Gefühle = keine Wertschätzung = keine Offenheit = "Was du sagst klingt nett, ich werte es aber gering".
Nur der, der dich liebt und / oder sehr respektiert ist für dich erreichbar. Ein Satz dieses narzisstischen, egomanen Holzfällers wiegte mehr als ein ganzes Buch von mir. Für sie.
Ich ließ sie nach elf Jahren gehen. Denn mit mir hatte sie einen Mülleimer (
Snippet #268), der sie regelmäßig entlastete. Ohne Last kein Leid. Ohne Leid kein Leidensdruck. Ohne Leidensdruck kein Handlungsbedarf. Ohne Handlung keine Veränderung. Ohne Veränderung keine Heilung. Wenn sie jemals frei und gesund werden will - dann am ehesten jetzt, wo sie einen guten Freund weniger hat, der ihren Müll entsorgt. Der kompensierte. Bisher.Der Punkt war erreicht, an dem Loslassen und Aufgeben die letzte und beste Chance auf Heilung ist. Für mich. Und für sie. Wenn sie je aufwachen wird, dann jetzt. Oder eben nie.
Wenn du deine Selbstlügen, deine Fluchtmechanismen mutig beseitigt hast, erwartest du das auch zunehmend von deinem Umfeld. In der Folge hast du mehr und mehr seelisch gesündere, reifere, erwachsenere und vor allem: liebesfähigere Menschen um dich herum.
Ich werde das weiter so machen. Wer sich selbst stets etwas vormachen will, soll es tun. Mir jedoch etwas vorzumachen und zu verlangen, dass ich bei dem Theaterstück mitspiele: Nein. Egal ob es Freunde, Partnerin oder der Job/Chef ist. Ein Umfeld voller Verdränger ist toxisch. Denn die negative Energie, die der Verdränger verdrängen möchte, drängt sich unweigerlich seinem Umfeld auf. Das mache ich nicht mehr mit.
Wenn du es auch nicht weiter mitmachen möchtest - lass uns reden!
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Hans Arndt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Abhängigkeit - Sucht - Co-Abhängigkeit - Selbstbetrug - Transformation - Entwicklung - Glück - Prägung
Hans Arndt   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Abhängigkeit - Sucht - Co-Abhängigkeit - Selbstbetrug - Transformation - Entwicklung - Glück - Prägung
gelesen markieren 

Probleme anders lösen
#84 • Albert Einstein •
1:26 min
1:26 min "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind." (Albert Einstein)
Genau das tun wir allerdings. Das heißt, wir versuchen es. Offensichtlich mit bescheidenem Erfolg. Daher sage ich, bevor Politik klappen kann, ...
mehr
brauchen wir eine andere Spiritualität. Oder überhaupt erst einmal ein Bewusstsein, das begreift, dass weder der Mensch noch die Menschheit durch reine Ratio allumfassend "versorgt" werden kann. Verstand ist begrenzt und somit auch unsere Politik. Und somit auch deren Ergebnisse und somit letztlich die Zufriedenheit bzw. Sättigung des Volks.
Es geht nämlich sehr viel um Sättigung bei der Frage, Missstände und ungewünschte Umstände zu vermeiden. Es geht viel um Liebe und um Weisheit, die nun einmal nicht dasselbe ist wie Wissen, Intelligenz, akademische Bildung, Cleverness, IQ, ... Ein Staat kann nur in dem Maße hell erleuchten, wie das Maß Erhellter und Erleuchteter an dessen Bildung beteiligt ist. Und diesbezüglich sehe ich eher ein großes, schwarzes Loch. Alleine schon, weil wir Weisheit gar nicht ausreichend kultivieren, wertschätzen und für genügend Nachwuchs sorgen.
Schon Tacitus erkannte rund 60 n. Chr.: "Je verkommener der Staat, desto mehr Gesetze braucht er." - Und so wachsen unsere Gesetzbücher weiter und weiter. Als würde sich "das Böse" durch Gesetze, Verbote, Sanktionen und Regeln eliminieren lassen. Lässt sich Hunger etwa verbieten? Wir würden uns kaputt lachen, würde die Politik hungrige Mägen einfach verbieten wollen und ernsthaft erwarten, damit Unterernährung erfolgreich zu bekämpfen. Mit dem inneren Hunger wird es allerdings genau so betrieben. Die Tatsache, dass kaum jemand diese "traurige Lächerlichkeit" erkennt, ist bereits ein Indiz dafür, dass jene Sinne in zu wenigen Menschen geschärft sind. Es wäre beinahe lustig, wenn es nicht diese dramatischen, globalen Folgen hätte.
Es gilt, überzogene, maßlose und unersättliche Bedürfnisse und Gier aussterben zu lassen. Also um die Sättigung des inneren Hungers. Und das liegt im Machtbereich von und ist Aufgabe eines spirituellen Ansatzes. Und nicht eines intellektuellen. Egal wie stolz wir auf unseren Intellekt sind (und immer mehr werden). Intellekt hat eine völlig andere Aufgabe, ist von gänzlich anderer Substanz. Und jene hat nicht die Macht, zu sättigen. Intellekt baut geniale Computer. Spiritualität entscheidet aber, wofür wir sie einsetzen. Und wes Geistes Kind sind wir heutzutage?
Intellekt ist für das Was und Wie zuständig. Spiritualität für das Wofür, da kann rationales Denken nicht mitreden, spielt sich in ganz anderen Frequenzen ab.
Siehe auch den verlinkten Blog und die MindSnippets für weitere Gedanken zu diesem Thema.
Genau das tun wir allerdings. Das heißt, wir versuchen es. Offensichtlich mit bescheidenem Erfolg. Daher sage ich, bevor Politik klappen kann, ...
brauchen wir eine andere Spiritualität. Oder überhaupt erst einmal ein Bewusstsein, das begreift, dass weder der Mensch noch die Menschheit durch reine Ratio allumfassend "versorgt" werden kann. Verstand ist begrenzt und somit auch unsere Politik. Und somit auch deren Ergebnisse und somit letztlich die Zufriedenheit bzw. Sättigung des Volks.
Es geht nämlich sehr viel um Sättigung bei der Frage, Missstände und ungewünschte Umstände zu vermeiden. Es geht viel um Liebe und um Weisheit, die nun einmal nicht dasselbe ist wie Wissen, Intelligenz, akademische Bildung, Cleverness, IQ, ... Ein Staat kann nur in dem Maße hell erleuchten, wie das Maß Erhellter und Erleuchteter an dessen Bildung beteiligt ist. Und diesbezüglich sehe ich eher ein großes, schwarzes Loch. Alleine schon, weil wir Weisheit gar nicht ausreichend kultivieren, wertschätzen und für genügend Nachwuchs sorgen.
Schon Tacitus erkannte rund 60 n. Chr.: "Je verkommener der Staat, desto mehr Gesetze braucht er." - Und so wachsen unsere Gesetzbücher weiter und weiter. Als würde sich "das Böse" durch Gesetze, Verbote, Sanktionen und Regeln eliminieren lassen. Lässt sich Hunger etwa verbieten? Wir würden uns kaputt lachen, würde die Politik hungrige Mägen einfach verbieten wollen und ernsthaft erwarten, damit Unterernährung erfolgreich zu bekämpfen. Mit dem inneren Hunger wird es allerdings genau so betrieben. Die Tatsache, dass kaum jemand diese "traurige Lächerlichkeit" erkennt, ist bereits ein Indiz dafür, dass jene Sinne in zu wenigen Menschen geschärft sind. Es wäre beinahe lustig, wenn es nicht diese dramatischen, globalen Folgen hätte.
Es gilt, überzogene, maßlose und unersättliche Bedürfnisse und Gier aussterben zu lassen. Also um die Sättigung des inneren Hungers. Und das liegt im Machtbereich von und ist Aufgabe eines spirituellen Ansatzes. Und nicht eines intellektuellen. Egal wie stolz wir auf unseren Intellekt sind (und immer mehr werden). Intellekt hat eine völlig andere Aufgabe, ist von gänzlich anderer Substanz. Und jene hat nicht die Macht, zu sättigen. Intellekt baut geniale Computer. Spiritualität entscheidet aber, wofür wir sie einsetzen. Und wes Geistes Kind sind wir heutzutage?
Intellekt ist für das Was und Wie zuständig. Spiritualität für das Wofür, da kann rationales Denken nicht mitreden, spielt sich in ganz anderen Frequenzen ab.
Siehe auch den verlinkten Blog und die MindSnippets für weitere Gedanken zu diesem Thema.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Politik - NeuesDenken - Zukunft - Spiritualität
Albert Einstein   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Politik - NeuesDenken - Zukunft - Spiritualität
gelesen markieren 

Richtiges Sehen
#222 • Antoine de Saint-Exupéry •
2:54 min
2:54 min
Das wohl bekannteste Zitat vom Autor von "Der Kleine Prinz" stammt auch aus genau diesem Buch. Wie das gesamte ...
Werk, so klingt auch diese Stelle ziemlich poetisch. Poesie ist sicher schön und gut, das größte "Problem", was ich in ihr allerdings manchmal sehe ist, dass Einige auf die Idee kommen könnten, lyrische Gedanken zwar als wohlklingend, ansonsten aber wenig belastbar zu begreifen.
Daher hier mal ein kleiner Exkurs auf den für Viele deutlich belastbareren und sichereren Boden der Wissenschaft. Das Sehspektrum des durchschnittlichen Menschen liegt etwa zwischen 400 bis 780 nm (Nanometer, also 400-780 milliardstel Meter). Das schließt beispielsweise aus, dass wir infrarotes oder ultraviolettes Licht direkt sehen können. Infrarot spüren wir allerdings noch als Wärme und zu viel ultraviolettes Licht kann man manchmal auch als Sonnenbrand wahrnehmen - dann, wenn es zu spät ist. Was über oder unter des genannten Spektrums geschieht, können wir also nicht sehen.
Dazu kommt die menschliche Sehfrequenz. Diese lässt sich weniger eindeutig festlegen. 16-18 Bilder pro Sekunden können fast schon ausreichen, um Bewegungen flüssig wahrzunehmen. Es wurden aber auch schon Einzelfälle bekannt, die noch zwischen 120 und 180 Hz, also Bilder pro Sekunde unterscheiden konnten, was auch dann noch immer eine sehr kleine Zahl ist. Was, wenn sich etwas im Bereich darüber an uns vorbeibewegt?
Beim Gehör ist es nicht viel anders. Spätestens ab 20.000 Hz ist für das menschliche Ohr Schluss. Der Ultraschall von Fledermäusen oder medizinischen Geräten ist für uns bereits zu hoch.
Radioaktivität spüren wir trotz ihrer Aggressivität sogar ganz und gar nicht. Wir nehmen ein Zuviel von ihr erst dann wahr, wenn uns die Haare ausfallen, wir Blut husten oder direkt verbrennen oder Geschwüre und Tumore bekommen.
Ein Blick in den Nachthimmel ist ganz nett. Noch schöner, wenn du auf einem Berg stehst ohne Lichtverschmutzung durch eine darunterliegende Stadt. Doch auch dann kannst du lediglich Sterne sehen. Planeten, die selbst kein Licht aussenden, sehen wir nicht (außer die "nahen" in unserem Sonnensystem). Und würdest du Radiowellen, Radioaktivität, Infrarot, ... sehen können, wäre der Himmel eine krassere Lightshow als beim wildesten LSD Trip.
Wir haben von der Natur genau so viele körperliche Fähigkeiten erhalten, um einigermaßen gut durchs Leben zu kommen, ohne unnötig abgelenkt zu werden. Wir müssen nicht wie die Schlange Wärme sehen können oder wie der Adler das UV-Licht in der Urinspur von Mäusen, um Nahrung zu finden. Wir fliegen nicht durch die Nacht und kommen daher meistens auch ohne Ultraschallwahrnehmung ganz gut zurecht.
Wenn wir in allen Bereichen und allen Organen nur das Nötigste mitbekommen haben - sicherlich auch deswegen, da biologische, also materielle Organe nun mal so ihre (frühen) Grenzen haben - dann kann das Gehirn doch keine Ausnahme darstellen, oder?
Wenn das Gehirn, also unser Verstand, demnach selbst im allerbesten Fall nur das Nötigste kann und vielleicht noch ein wenig darüber hinaus - so wird es dennoch niemals in der Lage sein "alles" zu erkennen, zu verstehen, zu begreifen und wirklich zu erfassen oder zu überschauen. Laut Saint-Exupéry vor allem nicht "Das Wesentliche". Beispielsweise Gott oder die Liebe (gibt es da einen Unterschied?)
Wir dürfen das beim Denken, bei all dem Kult und Hype, den wir um unseren immer brillanteren Intellekt betreiben, nicht vergessen: Unser Gehirn ist ein Tool, ein Werkzeug! Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Es ist vor allen Dingen nicht unser Ich. Unser Ich darf das Denken immer nur benutzen, sich jedoch niemals mit ihm identifizieren - auch wenn das zugegebenermaßen verdammt schwierig ist!
Die Leistung des Gehirn-Werkzeugs, das Denken, kann den Weg angenehmer gestalten. Es kann uns helfen, Häuser und Brücken zu bauen und lässt uns Raumschiffe für neue Kolonien auf anderen Planeten entwickeln. Doch das neue Leben selbst, welches wir auf jene Planeten befördern, die Art und Weise, wie wir dort leben, wie wir miteinander umgehen, unsere Integrität, die innere Sättigung, die für Frieden unerlässlich ist, ... für all das ist der Intellekt alleine nicht ausgelegt. Es ist schlicht nicht die Aufgabe des Gehirns.
Wenn du nur glauben kannst und nur danach leben kannst, was du sehen, hören oder mit deinem Verstand begreifen kannst, dann begrenzt du dein gesamtes Sein auf einen ebenso kleinen Frequenzbereich wie im obigen Zahlenbeispiel. Gleiches gilt für eine ganze Gesellschaft. Jene mag intelligent sein. Aber ist sie dann auch klug?
Denn das "Wesentliche", das in einer neuen Welt - sei es auf einem anderen Planeten oder auf einer "neuen Erde" - erblühen sollte, ist für das Auge unsichtbar und für den Verstand (also das Gehirn) nicht erdenkbar. Es ist das "Herz", welches über das Wofür, den Sinn und die Sinnhaftigkeit einer Gesellschaft entscheiden kann. In erster Linie muss sich das Herz im Einklang mit dem Ziel, dem Plan, der Vision und dem universalen Sinn des Lebens befinden - erst dann wird alles andere (auch das funktionierende, gesunde Denken!) folgen. Nicht andersherum.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Antoine de Saint-Exupéry   (Irrtum melden)
Probiere auch:
NeuesDenken - Intelligenz - Wissenschaft - Herzdenken
Antoine de Saint-Exupéry   (Irrtum melden)
Probiere auch:
NeuesDenken - Intelligenz - Wissenschaft - Herzdenken
gelesen markieren 

Schlau, clever, klug, intelligent, weise, ...
#52 • Francis Bacon •
0:25 min
0:25 min "Nichts gereicht einem Staat mehr zum Schaden, als dass die Schlauen für klug gelten." (Francis Bacon)
Was der englische Staatsmann und Philosoph im 16./17. Jahrhundert bereits erkannte, gilt heute nach wie vor und vielleicht mehr denn ...
mehr
je. Mein Blog "Gefährliches Halbwissen" beschäftigt sich näher damit.
Viele Worte meinen auf den ersten Blick ganz Ähnliches und doch völlig unterschiedliche Arten von mentaler Stärke: Intelligenz, Skills, Cleverness, Bildung, Wissen, Kenntnis, Talent, Gaben, Klugheit, Schläue, Fertigkeit, Raffinesse oder Weisheit.
Welches dieser Worte klingt am altmodischsten, scheint heute die geringste Rolle zu spielen? Mit welchem davon lässt sich heute am schwierigsten Geld verdienen, weil es am wenigsten gefragt ist? Und könnte es da nicht einen Zusammenhang geben mit dem Zustand der Welt?
Was der englische Staatsmann und Philosoph im 16./17. Jahrhundert bereits erkannte, gilt heute nach wie vor und vielleicht mehr denn ...
je. Mein Blog "Gefährliches Halbwissen" beschäftigt sich näher damit.
Viele Worte meinen auf den ersten Blick ganz Ähnliches und doch völlig unterschiedliche Arten von mentaler Stärke: Intelligenz, Skills, Cleverness, Bildung, Wissen, Kenntnis, Talent, Gaben, Klugheit, Schläue, Fertigkeit, Raffinesse oder Weisheit.
Welches dieser Worte klingt am altmodischsten, scheint heute die geringste Rolle zu spielen? Mit welchem davon lässt sich heute am schwierigsten Geld verdienen, weil es am wenigsten gefragt ist? Und könnte es da nicht einen Zusammenhang geben mit dem Zustand der Welt?
Siehe auch diesen passenden Link:
gelesen markieren 

Höllische Erkenntnis
#226 • Die Bibel •
2:30 min
2:30 min
der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Bäume im Garten" (Die Bibel, 1. Mose 3, 7-8)
In der biblischen Geschichte von Adam und Eva, befanden sich die beiden zunächst noch im Paradies. Dort war alles schon ziemlich gut und sie lebten sogar in der Gegenwart Gottes, der ebenfalls "im Garten ging" und den sie sogar akustisch hören konnten.
Als sie jedoch vom Baum der Erkenntnis aßen, änderte sich das mit einem Schlag. Auf einmal VERSTANDen sie, dass sie nackt waren. Sofort setzte Scham ein und die Meinung, in die Natur eingreifen zu müssen mit der allerersten Handlung dieser Art: Sich mit einem Feigenblatt die erste, einfache Form von Kleidung herzustellen. Alleine unser Bedürfnis nach Kleidung verursacht heute immense Umweltschäden. Und das ist nur eine von Milliarden Folgen dieser Umstände.
Adam und Eva versteckten sich von nun an vor Gott, mit der Gemeinschaft war es aus. Schuldgefühlen, Scham und Angst sei Dank - drei Gefühle, die sie zuvor wohl kaum kannten. Zudem wurden sie sterblich, was wohl auch Krankheiten einschloss. Mit den paradiesischen Zuständen war es vorbei.
Es geht jetzt nicht darum zu diskutieren, ob das 1:1 historisch so geschehen ist, was nur zu völlig unnötigem Streit und Ablenkung vom Wesentlichen führen würde - nämlich der Message. Ich möchte hier meine Interpretation kurz anführen und wie immer, machst du dir bitte natürlich deine ganz eigenen Gedanken dazu :-)
Meiner Ansicht nach, handelt es sich hierbei um den Moment, als wir unseren Verstand bekamen, unsere Art zu denken, die uns von den Tieren unterscheidet und die uns zuweilen glauben lässt, dadurch über der Natur zu stehen. Jenes Denken, mit dem wir zwischen Gut und Böse und somit also richtig und falsch unterscheiden können (siehe dazu Mindsnippet 37).
Vielleicht wäre diese neue Gabe auch gar nicht soooo schlimm, wenn zumindest unsere Definition von Gut und Böse nicht so unheimlich individuell wäre. Individualität ist in vielen Bereichen sicher sehr wichtig und gut, doch in manchen erzeugt sie einfach nur eine nicht zielführende Spaltung (griechisch "Chaos").
Meiner Meinung nach, warnt diese so ziemlich erste dramatische Stelle in der Bibel (welche wichtige, prominente, ja Wurzel-eske Stelle!) vor genau einer Sache: Verlasse dich nicht auf und identifiziere dich nicht mit deinem Verstand, dem Denken! "Verlasse dich nicht auf deinen Verstand" wird übrigens auch zum Beispiel bei Sprüche 3.5 genau so noch mal betont).
Exakt das machen wir heute aber. Je fitter jemand im Verstand ist - zu erkennen in der Regel an erstklassigen akademischen Abschlüssen und/oder Unmassen an Vermögen - desto mehr feiern wir diese Person, eifern ihr nach, verehren sie beinahe schon. Der andere Teil aus beispielsweise Sprüche 3.5 ist hingegen heutzutage ein verkümmerter, verkrüppelter und extrem vernachlässigter Aspekt unserer Zivilisation. Und somit ist auch die Zivilisation selbst in entsprechendem Zustand.
Wir müssen lernen, unseren wirklich grandiosen Verstand endlich als das zu begreifen, was er ist: Ein mächtiges Werkzeug. Es kann die Erde zerstören, dafür brauchen wir keine Beweise mehr. Doch ebenso könnte dieses Tool auch unseren Planeten wieder in ein Paradies verwandeln. Nämlich dann, wenn wir es in seine Schranken weisen: Der Verstand baut, realisiert und manifestiert die Dinge, die unser Bewusstsein, unser wahres Ich ihm befiehlt! Und nicht, was er selbst für "Gut und Böse", für richtig und falsch hält.
Die Tatsache, dass viele den Unterschied gar nicht kennen, sondern ihr Denken für ihr Ich, für das Sein, für Bewusstsein halten und diesen Text hier vermutlich als Schwachsinn interpretieren dürften, sollte gerade zum Nachdenken geben. Eckhart Tolle nennt diesen Zustand "Bewusstseinsgestört", denn der Zugang zum wahren Bewusstsein ist gestört.
Horrorfilme machen oft seelenlose Zombies zum Motiv einer apokalyptischen Welt. So falsch liegen sie damit gar nicht. Es sind Wesen, die irgendwie lebendig erscheinen, innerlich aber bereits tot sind. Sie sind gierig, vor allem nach dem Fleisch und den Gehirnen anderer. Wir müssen nicht erst warten, bis wir äußerlich halbverweste und geistlose Kreaturen herumwandeln sehen, die süchtig nach Verstand (Gehirn) sind, um Angst vor ihnen zu bekommen.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Die Bibel   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Bewusstsein - NeuesDenken - Ego - Verstand - Erfolg
Die Bibel   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Bewusstsein - NeuesDenken - Ego - Verstand - Erfolg
gelesen markieren 

Licht ins Dunkel bringen
#29 • Christopher E. Schmitt •
1:17 min
1:17 min
Wir bemerken die wachsenden Schatten und sind zugleich stolz darauf, Staaten "errichtet" zu haben, ...
die losgelöst von Religion, Glauben und grundsätzlichen Fragen nach Gott funktionieren sollen. Wir feiern die Amputation der spirituellen Seite des Menschen vom Leben als moderne Errungenschaft.
Zugegeben, das ist tausendmal besser, als Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, Auge um Auge, totbringende Gesetze und Regeln, Terrorismus und "göttlicher Zwang" in allen Lebenslagen. Doch nur, weil die Menschen noch immer auf der Suche nach einer funktionierenden Spiritualität sind (und keine bisherige wirklich befriedigend funktioniert hat), dürfen wir sie nicht per se, per Gesetz und bereits per Definition des Staatswesens vom (alltäglichen) Leben und Miteinander trennen.
Spiritualität ist weit mehr, als nur das Agreement, gefälligst nett zueinander zu sein. Autokraten und Diktatoren, Tierquäler, Kinderschänder, Wirtschaftsriesen sowie Menschen- und Naturausbeuter können durchaus auch "nett" sein, haben sich nicht selten nach oben geschleimt und -gelächelt. Wer glaubt, Glauben, das Göttliche oder Liebe hätten nur mit Nettigkeit zu tun, irrt sich gewaltig. Es geht um viel mehr. Es geht um all das, das unserer Welt heute fehlt.
Beispielsweise um so etwas wie echte Weisheit (und nicht nur Fachwissen oder Intellekt). Es geht um wahre, innere Sättigung, die ein spirituelles Wesen, wie es der Mensch nun einmal ist, ohne spirituelles Wachstum, Inspiration und Nahrung schlicht nicht erfahren kann und somit den inneren Hunger stets auf anderen (Irr-)Wegen versuchen wird zu stillen. Und daher wird es für unsere Zivilisation nur dann eine Rettung geben, wenn wir eine zukunftsfähige Spiritualität, Mentalität und ein #NeuesDenken massiv in den Fokus rücken.
Wir hatten Jahrhunderte der ungenügend beachteten und entwickelten Spiritualität und auch Zeiten beinahe ohne jegliche Priorität und beides erwies sich als Vollkatastrophe. Doch heute hätten wir den geistigen Horizont, 1 und 1 zusammenzuzählen.
Wer es feiert, dass wir spirituelle Aspekte zu 100% in die Ecke der "Privatangelegenheiten" verdrängt haben, nur weil wir uns (bisher!) nicht einigen konnten, der darf sich über Kriege, Hass, Gewalt, Terror, Ängste, Depressionen, Einsamkeit, zunehmende Gereiztheit, Lieblosigkeit, Perspektivlosigkeit, ... nicht wundern. Und auch nicht beklagen. Wir können nur ernten was wir säen.
Siehe auch diese passenden Links:
gelesen markieren 

Abstraktes Hoffen
#249 • Johann Wolfgang von Goethe •
4:00 min
4:00 min
Hoffnung ist ein großes Wort. Wenn man darüber recherchiert, findet man einige beinahe schon euphorische Optimisten bezüglich Hoffnung, aber auch recht pessimistische Ansichten, wie der Spruch aus Spanien: "Wer von ...
Hoffnung lebt, stirbt an Enttäuschung."
Selbst in der Bibel (1. Kor 13) wird alles im Wesentlichen auf drei Worte runtergebrochen: Glaube, Liebe, Hoffnung. "Aber die Liebe ist die größte unter ihnen", wird betont. Warum das so sein könnte, lies dazu auch gerne mal den Blog "Liebe als Rohstoff".
Mit Rang 2 oder 3 bleibt die Hoffnung aber auch hier ein elementares Thema - egal ob man sie nun optimistisch oder pessimistisch betrachtet. Mächtig ist sie jedenfalls, weswegen sie manche auch missbrauchen. Aber mit der dunklen Seite der Macht beschäftigt sich diese Seite ja nicht, da sie nicht (kollektiv) zielführend ist und auch für das Individuum nur scheinbar und für eine Weile, bis sich die Lüge offenbart.
"Die Hoffnung stirbt zuletzt", heißt es auch. Selbst wenn man alles verliert, kann noch immer Hoffnung vorhanden sein. Allerdings ist auch sie nicht unsterblich. Stirbt sie, sterben wir. Erst innerlich, dann folgt irgendwann der Rest.
Hoffnung ist also wichtig. Und wenn sie zuletzt stirbt, muss sie manchmal auch als erstes geboren werden, damit sie uns wieder zu leben hilft. Aber wie hofft man richtig? Wie hat Hoffnung die stärkste Kraft, die besten Chancen, dass aus ihr wieder Leben entsteht?
Nehmen wir einmal an, Herr E. ist seit Jahren mit Frau J. befreundet gewesen. Die letzten zwei davon sogar sehr intensiv, beinahe hätte man es als Beziehung sehen können. Die beiden teilten jeden Tag miteinander, wenn nicht real, dann virtuell. Sie ließen den anderen teilhaben an Freud und Leid, schickten sich Bilder von vielen Momenten ihres Lebens, stundenlange Sprachnachrichten. Doch eines Tages genügte das Frau J. nicht mehr und sie beschloss, sich jetzt "richtig" verlieben zu wollen. Sie suchte offensiv nach jemandem, der besser zu ihr passen sollte.
Derart offen und unbedingt finden-wollend, fand sie natürlich auch schnell jemanden. Ruckzuck war sie weg. Ihr ging es gut. Vergessen waren bald die letzten Jahre. Jemand Neues war ja da, mit dem man sofort alles austauschen konnte. Der Deal war perfekt, ein echtes Upgrade, denn mehr Geld für ein wundervoll von sich selbst ablenkendes Leben im Außen hatte der Neue auch.
Herr E. wurde der Boden unter den Füßen weggerissen. Sein Herz war leer. Wo zuvor Freude war, war nun nur noch Enttäuschung. Enttäuschung - das Gegenteil von Hoffnung. Enttäuschung vernichtet Hoffnung auf einen Schlag. Wenn Hoffnung aber das letzte ist, das stirbt, ist dann eine bittere Enttäuschung nicht sogar potenziell lebensgefährlich? Mitunter durchaus. Jetzt ist es für Herrn E. sehr wichtig, wieder hoffen zu können. Aber wie am besten? Und worauf?
Herr E. könnte nun darauf hoffen, dass ein Wunder geschieht. Dass Frau J. ihren "Fehler" erkennt, vor Sehnsucht vergeht, sich bald meldet und beide sich in die Arme fallen, heiraten und 100 Kinder bekommen. Natürlich friert jedoch eher die Hölle zu. Diese Art der Hoffnung ist sehr gewagt und verdammt nah am spanischen Sprichwort. Wenn Herr E. auf exakt diesen Ausgang hofft, wird er ziemlich sicher "an Enttäuschung sterben".
Wer so hofft, macht sich abhängig. Denn man schränkt das Leben, das Schicksal, das Universum oder Gott extrem ein. Man sagt quasi "Ich mache weiter, kämpfe mich wieder zurück, aber ich vertraue darauf (eher: ich stelle die Bedingung), dass Frau J. ihre Liebe für mich entdeckt!" - Solches Hoffen basiert nicht auf echtem Glaube (welcher ja ebenfalls unter den 3 biblischen Big Ones aufgelistet ist und viel passender mit "Vertrauen" übersetzt werden sollte). Solches Hoffen ist ein Klammern an den eigenen Wunsch, gerade WEIL man KEINE Kraft hat, diesen Wunsch VOLLER VERTRAUEN loszulassen. Dieses Hoffen basiert auf Nicht-Vertrauen.
Als Jesus am Abend vor seiner Verhaftung unfassbare Ängste durchlitt, betete er: "Mein Vater, wenn es möglich ist, dann lass den Kelch an mir vorübergehen und erspare mir dieses Leid!", weil er so dermaßen keinen Bock hatte, ans Kreuz genagelt zu werden. Wer kann es ihm verdenken? Er war ja auch nur ein Mensch zu dieser Zeit. Doch er fügte hinzu: "Aber nicht mein Wille geschehe, sondern deiner". Das ist Vertrauen (Glauben) in Perfektion! Man "stirbt" den eigenen, mitunter kurzsichtigen, temporären Traum im Vertrauen auf den all-time Traum und Plan des Lebens.
Sinngemäß sollte Herr E. also eher sagen: "Ich wünsche mir zwar J. von ganzem Herzen, aber ich überblicke das große Ganze nicht, daher vertraue ich Gott/dem Leben, dass es sogar noch etwas viel Besseres für mich bereithält." - Und wer weiß, ob Frau J. tatsächlich zu Herrn E. passen würde?
Vielleicht ist sie (zum jetzigen Zeitpunkt noch) deutlich materialistischer, mehr nach außen orientiert, wesentlich abhängiger von Geld, Besitz, gesellschaftlicher Konformität, Ansehen und Repräsentativität ihrer Person und der ihres Partners, als Herr E. und somit deutlich weniger idealistisch und spürbar unempfänglicher für wirkliche Liebe? Wer weiß das schon! Reibereien und Millionen kleinerer und größerer, gegenseitiger Alltagsenttäuschungen wären die Folge.
Herr E. muss "abstrakt hoffen". Ohne ein konkretes Bild muss Herr E. die Kraft aufbringen, zur Arbeit zu gehen, Projekte weiter zu betreiben, Sport zu machen, die Sonne alleine zu genießen, wieder gesunden Schlaf zu finden, ... doch wie macht man das, ohne ein konkretes Traumbild?
Stell dir eine Baumschule vor. Eine Plantage, auf der Weihnachtsbäume herangezogen werden. Alles, was der kleine Setzling weiß ist, dass wenn er es schafft, groß, dicht, in sattem, gesunden Grün heranzureifen, er die besten Chancen hat, an Weihnachten in eine prächtige Wohnung zu kommen, mit vielen Kindern, die um ihn herum tanzen (wir lassen mal außer Acht, dass selbst jene ihn dann, wenn sie ihn nicht mehr brauchen, wegwerfen und vergessen werden).
Der Baum muss allgemein, abstrakt hoffen. Er bekommt keine Garantie, dass er tatsächlich gekauft wird. Und schon gar nicht bekommt er klare Bilder von der Wohnung oder den Menschen, die sich für ihn interessieren werden. Er muss vertrauen (glauben). Er muss VertrauensVORSCHUSS leisten. Er muss hoffen. Abstrakt. Auf das Ungewisse und Unbestimmte. Und mit der Kraft dieser abstrakten Hoffnung muss er für eine Weile all die Dinge tun, die ihm die besten Möglichkeiten für die Zukunft geben können. Einfach ist es nicht, aber es ist manchmal der einzige Weg.
Helfen können einem auf diesem Weg nur Glaube, Liebe, Hoffnung. Vertrauen (glauben) daran, dass die Hoffnung auf ein Leben und auf Menschen, welche man (wieder) lieben kann, eines Tages nicht enttäuscht wird. Manchmal ist das alles was wir haben. Lass es wachsen. Aber bleibe abstrakt dabei, so öffnest du dich dem Leben maximal, beweist und trainierst maximalen Glauben, Vertrauen. Es ist eine hohe Kunst, aber niemand hat je behauptet, dass das Leben einfach ist.
J. - Ich danke dir für alles und wünsche dir von Herzen alles Liebe auf deinem weiteren Weg 😘
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Hoffnung - Liebeskummer - Sehnsucht - Vertrauen - Glauben - Kraft
Johann Wolfgang von Goethe   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Hoffnung - Liebeskummer - Sehnsucht - Vertrauen - Glauben - Kraft
gelesen markieren 

Wer ist erfolgreicher?
#173 • Christopher E. Schmitt •
2:16 min
2:16 min Ich kann es nicht mehr hören oder lesen. Furchtbar, wen oder was wir so alles als erfolgreich oder genial betrachten! Dabei ist genau diese in die Tage gekommene Definition die vielleicht größte Ursache für globale ... 
mehr
Probleme. Und deren Update eine der schwierigsten Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben: Erfolg muss neu definiert werden!
Ein Beispiel hierzu: Stellen wir uns eine Gruppe von 100 Alkoholikern vor. Zwei Geschäftsleute kommen hinzu und gründen jeweils ein Unternehmen. Der eine wird Spirituosenproduzent, der andere eröffnet eine Entzugsklinik. Wer von beiden wird wohl der Erfolgreichere sein?
Das hängt von zwei Fragen ab, richtig?
Die 1. Frage: Wie bestimmen wir den Gewinner, also was ist "Erfolg"? Sagen wir der Einfachheit halber, derjenige, welcher mehr Kunden für sich gewinnen wird (Umsatz oder Gewinn würden es hier zu kompliziert machen).
Die 2. Frage: Wie ticken die 100 Alkoholiker? Wissen sie, dass sie krank sind und wünschen sie sich nichts sehnlicher, als geheilt zu werden? Oder halten sie sich für völlig in Ordnung und können es gar nicht abwarten, die nächste Flasche aufzumachen, ohne zu wissen, dass sie sie nur begehren, weil sie etwas kompensieren müssen?
Wenn die 100 Alkoholiker sich keinerlei Veränderung wünschen, werden sie den Schnapsbrenner zu einem reichen Mann machen. Da wir (in der Antwort auf Frage 1) gesagt haben, dass Erfolg dadurch definiert wird, dass wir Geld/Umsatz/Kundenanzahl als Kriterium nehmen, werden wir diesen Produzenten nicht nur als reich sondern auch als ERFOLGreich bezeichnen. Als nächstes wird er dadurch zum Vorbild, seine Biografie wird erscheinen, auf dem Cover des Buches sieht man ihn mit selbstbewusstem, kühlen Gewinner-Blick, verschränkten Erfolgstyp-Armen und natürlich dem obligatorischen Rollkragenpullover. "ERFOLG" schmückt das Cover in großen Lettern.
Sollten die 100 Alkoholiker jedoch schon so weit sein, dass sie das Zeug um jeden Preis endlich loshaben wollen, dann wird der Schnapsproduzent pleite gehen und die Entzugsklinik aus allen Nähten platzen. Auch jener Geschäftsmensch wird reich und wird nicht nur nach unserer primitiven "Wer-Geld-hat-ist-erfolgreich"-Philosophie als ERFOLGreich bezeichnet, sondern sogar in hundertfacher Hinsicht auf viel edlerer Ebene. Um die geht es hier aber noch nicht einmal.
Worum es geht: Wir definieren Erfolg nicht daran, ob wir den Menschen geben, was sie wirklich bräuchten, sondern alleine daran, wonach sie in Massen gieren. Ganz gleich, ob das für sie im Einzelnen, für eine Gesellschaft im größeren Kontext oder sogar für den gesamten Planeten wirklich "zielführend" ist. (Was war nochmal das Ziel??? Ach ja, vielleicht sollten wir das zunächst mal im Bewusstsein tragen, um dann auch entscheiden zu können, woran wir Erfolg künftig festmachen wollen.)
Aber der Schnapsproduzent ist nicht alleine schuld. Die 100 Alkoholiker wissen gar nicht, dass sie krank sind und dass ihnen etwas fehlt. Ihnen fehlt es an zu Heilung führendem Bewusstsein.
Das macht Projekte wie dieses hier so schwierig: Man möchte Menschen drei simple aber extrem hilfreiche Erinnerungen nahe bringen. Doch viele haben gar nicht das Gefühl, überhaupt etwas vergessen zu haben. Sie suchen zwar nicht direkt nach dem Licht, doch klagen und die Finsternis besingen werden sie dennoch immer weiter ...
Solange sich daran nichts ändert, wird jeder ein geachteter, verehrter, bewunderter, respektierter und nachahmenswerter "Erfolgstyp", ein Gewinner sein, ganz egal, ob er Schnaps, Pornos, krankmachende Lebensmittel, Waffen, unnötige Plastik Wegwerfprodukte oder Egomanen-"Biografie-Erfolgsbibeln" herausbringt ... was auch immer es ist: Solange man viel Geld damit verdient, dass man der Masse gibt, was die Masse begehrt, wird man ein Erfolgstyp sein. Auch wenn der Erfolg des Einen zugleich den Misserfolg der Masse oder des ganzen Planeten bedeutet.
So mancher, den wir als Genie bezeichnen, würde im Rahmen einer neuen Definition, die unserer Zeit inzwischen angemessen wäre, gnadenlos durchfallen. Die Letzten werden die Ersten sein - und umgekehrt. Nicht nur die Pole der Erden wechseln immer mal wieder (zuletzt vor 41.000 Jahren), auch Verhältnisse dieser Art können sich umkehren. Und müssen es auch, wenn wir uns nicht selbst ausradieren wollen.
Probleme. Und deren Update eine der schwierigsten Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben: Erfolg muss neu definiert werden!
Ein Beispiel hierzu: Stellen wir uns eine Gruppe von 100 Alkoholikern vor. Zwei Geschäftsleute kommen hinzu und gründen jeweils ein Unternehmen. Der eine wird Spirituosenproduzent, der andere eröffnet eine Entzugsklinik. Wer von beiden wird wohl der Erfolgreichere sein?
Das hängt von zwei Fragen ab, richtig?
Die 1. Frage: Wie bestimmen wir den Gewinner, also was ist "Erfolg"? Sagen wir der Einfachheit halber, derjenige, welcher mehr Kunden für sich gewinnen wird (Umsatz oder Gewinn würden es hier zu kompliziert machen).
Die 2. Frage: Wie ticken die 100 Alkoholiker? Wissen sie, dass sie krank sind und wünschen sie sich nichts sehnlicher, als geheilt zu werden? Oder halten sie sich für völlig in Ordnung und können es gar nicht abwarten, die nächste Flasche aufzumachen, ohne zu wissen, dass sie sie nur begehren, weil sie etwas kompensieren müssen?
Wenn die 100 Alkoholiker sich keinerlei Veränderung wünschen, werden sie den Schnapsbrenner zu einem reichen Mann machen. Da wir (in der Antwort auf Frage 1) gesagt haben, dass Erfolg dadurch definiert wird, dass wir Geld/Umsatz/Kundenanzahl als Kriterium nehmen, werden wir diesen Produzenten nicht nur als reich sondern auch als ERFOLGreich bezeichnen. Als nächstes wird er dadurch zum Vorbild, seine Biografie wird erscheinen, auf dem Cover des Buches sieht man ihn mit selbstbewusstem, kühlen Gewinner-Blick, verschränkten Erfolgstyp-Armen und natürlich dem obligatorischen Rollkragenpullover. "ERFOLG" schmückt das Cover in großen Lettern.
Sollten die 100 Alkoholiker jedoch schon so weit sein, dass sie das Zeug um jeden Preis endlich loshaben wollen, dann wird der Schnapsproduzent pleite gehen und die Entzugsklinik aus allen Nähten platzen. Auch jener Geschäftsmensch wird reich und wird nicht nur nach unserer primitiven "Wer-Geld-hat-ist-erfolgreich"-Philosophie als ERFOLGreich bezeichnet, sondern sogar in hundertfacher Hinsicht auf viel edlerer Ebene. Um die geht es hier aber noch nicht einmal.
Worum es geht: Wir definieren Erfolg nicht daran, ob wir den Menschen geben, was sie wirklich bräuchten, sondern alleine daran, wonach sie in Massen gieren. Ganz gleich, ob das für sie im Einzelnen, für eine Gesellschaft im größeren Kontext oder sogar für den gesamten Planeten wirklich "zielführend" ist. (Was war nochmal das Ziel??? Ach ja, vielleicht sollten wir das zunächst mal im Bewusstsein tragen, um dann auch entscheiden zu können, woran wir Erfolg künftig festmachen wollen.)
Aber der Schnapsproduzent ist nicht alleine schuld. Die 100 Alkoholiker wissen gar nicht, dass sie krank sind und dass ihnen etwas fehlt. Ihnen fehlt es an zu Heilung führendem Bewusstsein.
Das macht Projekte wie dieses hier so schwierig: Man möchte Menschen drei simple aber extrem hilfreiche Erinnerungen nahe bringen. Doch viele haben gar nicht das Gefühl, überhaupt etwas vergessen zu haben. Sie suchen zwar nicht direkt nach dem Licht, doch klagen und die Finsternis besingen werden sie dennoch immer weiter ...
Solange sich daran nichts ändert, wird jeder ein geachteter, verehrter, bewunderter, respektierter und nachahmenswerter "Erfolgstyp", ein Gewinner sein, ganz egal, ob er Schnaps, Pornos, krankmachende Lebensmittel, Waffen, unnötige Plastik Wegwerfprodukte oder Egomanen-"Biografie-Erfolgsbibeln" herausbringt ... was auch immer es ist: Solange man viel Geld damit verdient, dass man der Masse gibt, was die Masse begehrt, wird man ein Erfolgstyp sein. Auch wenn der Erfolg des Einen zugleich den Misserfolg der Masse oder des ganzen Planeten bedeutet.
So mancher, den wir als Genie bezeichnen, würde im Rahmen einer neuen Definition, die unserer Zeit inzwischen angemessen wäre, gnadenlos durchfallen. Die Letzten werden die Ersten sein - und umgekehrt. Nicht nur die Pole der Erden wechseln immer mal wieder (zuletzt vor 41.000 Jahren), auch Verhältnisse dieser Art können sich umkehren. Und müssen es auch, wenn wir uns nicht selbst ausradieren wollen.
Siehe auch diese passenden Links:
gelesen markieren 

Erfolg ist weit mehr als viel Geld zu verdienen
#6 • John C. Maxwell •
0:28 min
0:28 min
Der zeitgenössische Autor, Redner, Coach und Pastor bringt es ...
auf den Punkt: Bei Erfolg denken viele oft an Geld und Ruhm. Für Erinnerte ist das jedoch nur ein beinahe schon unwichtiger Nebeneffekt, wenn du das, was du tust, liebst. Und du wirst lieben, was du tust, wenn es im Einklang mit dem Leben steht. Das bedeutet, den Zweck DEINES Lebens zu kennen, den Zweck DES Lebens an sich, zu wachsen, dein Potenzial zu entfalten und dem großen Ganzen (=dem Traum, Plan, der Vision des Lebens höchstpersönlich) zu dienen! Besser geht es nicht. Meine Bücher und mein Coaching führen auf exakt diesen Weg.
Siehe auch diese passenden Links:
Urheber d. einleitenden Zitates:
John C. Maxwell   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Erfolg - Potential - Geldverdienen - Glücklichsein - Lebenssinn - Lebenszweck - Sinn des Lebens
John C. Maxwell   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Erfolg - Potential - Geldverdienen - Glücklichsein - Lebenssinn - Lebenszweck - Sinn des Lebens
gelesen markieren 

Magisches Jetzt
#243 • Mutter Teresa •
1:38 min
1:38 min
Es klingt wieder mal so einfach. So simpel, beinahe kitschig. Wie ein Kalenderspruch. Aber in der Praxis gestaltet sich ...
das schon alles andere als einfach. Wir machen uns "gerne" Sorgen, wollen Sicherheit, planen, suchen Gewissheit, ... Spoiler-Alarm: So etwas gibt es nicht. Nicht in letzter Instanz.
In Wahrheit ist das Leben im Jetzt eine der höchsten Künste, die sehr wenige nur beherrschen. Ich möchte hier gar nicht weit ausholen, denn was so einfach klingt, kann man sehr ausführlich erörtern und sogar ein ganzes Leben lang trainieren. Das Bewusstsein vom Jetzt enthält so viel Macht, dass es sich lohnt, tiefer in dieses Wissen einzutauchen.
Dazu empfehle ich zum Beispiel das Buch "Jetzt! - Die Kraft der Gegenwart" von Eckhart Tolle. Er beschreibt es unglaublich gut, wie ich finde, was mit dem Jetzt gemeint ist und weshalb es so wichtig ist, das nicht nur zu begreifen, sondern vor allem auch zu leben.
Selbst die Bibel sagt nicht nur "Sorgt euch nicht um morgen" (Matth. 6:34), sondern verwendet zuweilen auch eine seltsam anmutende Grammatik. Wenn es zum Beispiel in 2. Mose 3:14 heißt:
Gott antwortete: "Ich bin, der ich bin! Darum sag den Israeliten: "Ich bin" hat mich zu euch gesandt."
Gott, also das Göttliche, ist sozusagen das Sein. Nicht das "ich war" oder "ich werde" - sondern "ich bin". Nicht deine Vergangenheit oder deine Zukunft. Sondern dein Jetzt. Hand aufs Herz: Wie viel Identität verknüpfst du mit dem, was du erlebt hast. Wie viel mit dem, was du eines Tages sein möchtest? Wie viel von "dir" (besser gesagt deinem Ego) würde sterben, würde man sagen: Definiere dich nicht weiter über deine Vergangenheit, sie ist vorbei!
Übrigens: Das ist auch einer der Gründe, weshalb ein Mensch massive (zu starke) Probleme mit dem Thema Tod haben kann. Nämlich dann, wenn das "Ich bin" noch zu wenig präsent ist.
Zu religiös? Wie wäre es mit Wissenschaft? Auch Einstein hatte eine Meinung zur Zeit. Er hielt sie für eine Illusion - wenn auch für eine sehr hartnäckige (siehe Mind
Snippet #106)Lieber astronomisch? Zeit ist äußerst relativ (z.B. zum Raum und zur Bewegung). Die "Zukunft" ist gleichermaßen im Jetzt zu finden, wie die "Vergangenheit" (siehe "Zeitscheiben sind wie Brotscheiben",
Snippet #109, wenn es etwas komplizierter sein darf, mit verlinktem Video)Du magst es eher cineastisch und mit etwas mehr Romantik? Wie wäre es mit dem wissenschaftlich sehr gut recherchierten Film "Interstellar", wenn darin gesagt wird "Liebe ist das Einzige, was Zeit und Raum überwindet." (
Snippet #184)Meine Bücher greifen das Thema in Form der "4. Bewusstseins-Dimension" auf. Aber erst später. (Siehe verlinkten Blog)
Oder magst du über all das lieber persönlich philosophieren? Lass uns beim Walk & Talk plaudern. Ich freue mich auf dich.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Mutter Teresa   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Zeit - Zukunft - Vergangenheit - Gegenwart - Jetzt - Bewusstsein - Ego
Mutter Teresa   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Zeit - Zukunft - Vergangenheit - Gegenwart - Jetzt - Bewusstsein - Ego
gelesen markieren 

Böse Kirche, böser Glaube?
#254 • Bob Marley •
3:59 min
3:59 min "Politik und Kirche sind dasselbe. Sie halten die Menschen in Unwissen." (Bob Marley, Quelle: Zitate7.de)
Andauernd ist sie in den Schlagzeilen. Die (katholische) Kirche. Und meist nicht mit guten News. Auch andere Religionen schlagen "im Namen ...
mehr
Gottes" manchmal buchstäblich ein, wie eine Bombe. Kein Wunder, bestätigt und erhärtet sich dadurch für viele der Gedanke, dass Religion nur Unheil, (Macht-)Missbrauch, Terror und teils sogar Kriege hervorbringt, sich ohnehin nur scheinheilig verhält und dass sie am besten verboten gehört. Schnell ist man dann auch aus der Kirche ausgetreten.
Mir ist es egal, ob jemand in der Kirche ist oder nicht. Ich selbst bin evangelisch getauft, bin nicht ausgetreten, gehe aber in der Regel nur zu Beerdigungen oder Hochzeiten in die Kirche, oder aber, wenn ich auf irgendeiner Wanderschaft einer begegne. Dann betrete ich sie für ein paar Minuten. Ganz für mich. Ganz im Stillen. So mancher intensive Moment kam dadurch schon zustande ... Ich betrete dann aber nicht die Institution Kirche. In "... ist wie ein neues Leben", Teil 1 der Erinnerungs-Trilogie, gibt es ein Kapitel zum Thema.
Ich schäre auch nicht alle Pfarrer und Pfarrerinnen über einen Kamm. Es gibt international gesehen durchaus grandiose Predigten. Mich stören viele andere Dinge an der Kirche mehr. Uralte Lieder beispielsweise. Oder Outfits, Rituale, Bräuche, die manche als "verlässliche, ewig gültige Traditionen" zelebrieren und hoch schätzen, ich jedoch meist nur als Ausdruck von "Schaut her, wie tot wir sind" betrachten kann. Denn hier hält das Was (machen wir) und das Wie (machen wir es) weit mehr die Gemeinde zusammen, als das Wofür (machen wir es eigentlich).
Nach meinem Empfinden kann - und sollte! - sich nämlich durchaus das Was und das Wie stets verändern - solange das Wofür das Ewige bleibt. Wer oder was im "Was" oder im "Wie" stehenbleibt (beispielsweise durch zu viele unreflektierte Traditionen), zeigt für mich oft: "Ich habe das Wofür nicht verstanden, daher wage ich es auch nicht, die Aktualität des Was und des Wie zu hinterfragen oder gar der spirituellen Erkenntnis-Entwicklung der Menschheit zuliebe Veränderungen zu bewirken". (Wie gesagt: Im Was und Wie. Niemals im Wofür!)
Ich kann daher Desinteresse an Kirche nachvollziehen. Aber Vorsicht, schütte das Kind nicht mit dem Bade aus!
Wenn du beispielsweise sagst: "Den Quatsch, den sie mir dort erzählen, glaubt doch kein Mensch", und dann dem Thema Spiritualität im Allgemeinen mehr oder weniger abschwörst, hörst du eventuell weit mehr auf die Kirche als du denkst und gibst ihr womöglich sogar völlige Macht über dich - und dein Seelenheil. Obwohl du das ja gerade ausschließen wolltest. Aber warum ist das so?
Weil du in dem Moment sagst: "Wenn das Gott ist, dann nein danke, das ist nichts für mich". Damit drückst du aus: "Ich glaube euch, Kirche (jeglicher Konfession), zwar eure Erklärungen und was ihr sagt, aber ich lehne das alles ab." - Das kannst du tun. Aber tu es reflektiert und argumentiert. Denn das Problem könnte sein: Du kennst Gott nicht und bist daher nicht in der Lage, selbst zu erkennen, ob das, was dort vorne erzählt wird, oder ob die Behauptung "Wir mussten diese Disko leider in die Luft sprengen - im Namen Gottes" tatsächlich sein kann - oder eben nicht.
Wenn du weder Banane noch Kiwi kennst, kann dir jeder erzählen, das krumme, Gelbe sei eine Kiwi. Ohne Gott selbst zu kennen, wird dich jede(r) mit Leichtigkeit von ihm abbringen und in die Irre führen können. In die spirituelle oder auch politische. Denn nicht zuletzt hat auch eine politische Bewegung, Partei oder Staatsführung mitunter sogar großes Interesse daran. Vieles auf ihrer Agenda könnte sie so niemals durchziehen, würde das Volk das Wesen Gottes kennen. Doch dazu später einmal mehr, beim Thema Antagonisten.
Wenn du der Kirche den Rücken zuwendest, ist das eine Sache. Eine andere ist es, wenn du im gleichen Zuge dem Thema Gott, Glaube, Spiritualität abschwörst. Dann hast du zugelassen, dass diese von dir gering geschätzte Institution Kirche nachhaltig deinen Draht zum Göttlichen und somit dein spirituelles Wachstum blockiert. Mehr Macht über dich - in negativer Richtung - kannst du der Kirche ja gar nicht geben! Hüte dich vor Exit-Argumente. Lies dazu den Link "Wo ist Gott", siehe unten und
Snippet #202
Angenommen du hast einen Job, der dir einigermaßen gefällt. Das Problem ist nur, dass das Geschäftsmodell der Firma davon lebt, dass man Kunden mehr oder weniger über den Tisch zieht. So manche Versicherungspolice würde mir hier zum Beispiel einfallen.
Du kannst nun entweder sagen: "Egal, ich arbeite weiter" oder aber nach einem anderen Job suchen. Tatsache ist, dass du ja die Versorgung (das Gehalt) zum Leben brauchst. Im Job verstehen wir, dass wir das Was (welcher Job) oder das Wie (wie mache ich diesen Job) durchaus ändern können und hin und wieder sollten - dass das Wofür aber immer dasselbe sein wird: Geldverdienen. Und im Idealfall auch Freude und Erfüllung finden.
Mit der Spiritualität ist es genauso. Es mag sein, dass deine jetzige Gemeinde, Konfession, dein "Bild" von Gott (das man sich eben aus genau dem Grund, nicht wie ein Bild zu erstarren, nicht machen soll), nicht mehr deinem spirituellen Wachstumsprozess entspricht. Dann ändere das Was und das Wie. Das Wofür allerdings - nämlich die Wahrheit über Gott herauszufinden - solltest du niemals aus den Augen verlieren.
Die Wahrheit ist nämlich: Es gibt nicht diese oder jene "richtige" Religion. Nicht dieses oder jenes "richtige" (finale) Bild von Gott. Es gibt aber durchaus die richtige Weise, sich Gott zu nähern: Lebenslange, neugierige (wie ein Kind) Suche nach ihm. Echtes Interesse. Hohe/höchste Priorität (weil du erkennst, dass alles andere im Leben sich daraufhin ergibt). Offenheit. Wandlungsfähigkeit. Stetes Brechen (der alten Schale) und erneutes Wachsen, Brechen und erneutes Wachsen, Brechen und ... usw. Sich stets neu (er)finden - für manche ein Alptraum. Für andere das ewige Leben.
Politik und Kirche, wie Bob Marley schon sagte, können dir vielleicht nicht lange dabei helfen, die Antworten zu finden, die du brauchst. Politik bewegt sich ja noch nicht einmal ansatzweise auf spirituellem Terrain (weswegen sie auch keine Lösungen für unsere durch Gottlosigkeit entstandenen Probleme finden kann). Und Kirche - sie ist leider oftmals einfach zu weit vom Göttlichen entfernt und viel zu starr an ihre Traditionen gebunden, als dass sie sich, stets neu inspiriert, genügend schnell im Wie und Was evolutionieren könnte - ohne am ewigen Wofür zu kratzen. Denn das ist nicht nur möglich, sondern auch nötig.
Das alles heißt aber gerade nicht, dass du die Suche aufgeben oder das Thema Gott als überholt, lächerlich und unnötig ad acta legen solltest. Denn auch wenn du es nicht in jeder Epoche deines Lebens spürst, meistens weil gerade alles ganz gut läuft: Du brauchst spirituelle Versorgung und Connection noch weit mehr als jeden Gehaltsscheck.
Andauernd ist sie in den Schlagzeilen. Die (katholische) Kirche. Und meist nicht mit guten News. Auch andere Religionen schlagen "im Namen ...
Gottes" manchmal buchstäblich ein, wie eine Bombe. Kein Wunder, bestätigt und erhärtet sich dadurch für viele der Gedanke, dass Religion nur Unheil, (Macht-)Missbrauch, Terror und teils sogar Kriege hervorbringt, sich ohnehin nur scheinheilig verhält und dass sie am besten verboten gehört. Schnell ist man dann auch aus der Kirche ausgetreten.
Mir ist es egal, ob jemand in der Kirche ist oder nicht. Ich selbst bin evangelisch getauft, bin nicht ausgetreten, gehe aber in der Regel nur zu Beerdigungen oder Hochzeiten in die Kirche, oder aber, wenn ich auf irgendeiner Wanderschaft einer begegne. Dann betrete ich sie für ein paar Minuten. Ganz für mich. Ganz im Stillen. So mancher intensive Moment kam dadurch schon zustande ... Ich betrete dann aber nicht die Institution Kirche. In "... ist wie ein neues Leben", Teil 1 der Erinnerungs-Trilogie, gibt es ein Kapitel zum Thema.
Ich schäre auch nicht alle Pfarrer und Pfarrerinnen über einen Kamm. Es gibt international gesehen durchaus grandiose Predigten. Mich stören viele andere Dinge an der Kirche mehr. Uralte Lieder beispielsweise. Oder Outfits, Rituale, Bräuche, die manche als "verlässliche, ewig gültige Traditionen" zelebrieren und hoch schätzen, ich jedoch meist nur als Ausdruck von "Schaut her, wie tot wir sind" betrachten kann. Denn hier hält das Was (machen wir) und das Wie (machen wir es) weit mehr die Gemeinde zusammen, als das Wofür (machen wir es eigentlich).
Nach meinem Empfinden kann - und sollte! - sich nämlich durchaus das Was und das Wie stets verändern - solange das Wofür das Ewige bleibt. Wer oder was im "Was" oder im "Wie" stehenbleibt (beispielsweise durch zu viele unreflektierte Traditionen), zeigt für mich oft: "Ich habe das Wofür nicht verstanden, daher wage ich es auch nicht, die Aktualität des Was und des Wie zu hinterfragen oder gar der spirituellen Erkenntnis-Entwicklung der Menschheit zuliebe Veränderungen zu bewirken". (Wie gesagt: Im Was und Wie. Niemals im Wofür!)
Ich kann daher Desinteresse an Kirche nachvollziehen. Aber Vorsicht, schütte das Kind nicht mit dem Bade aus!
Wenn du beispielsweise sagst: "Den Quatsch, den sie mir dort erzählen, glaubt doch kein Mensch", und dann dem Thema Spiritualität im Allgemeinen mehr oder weniger abschwörst, hörst du eventuell weit mehr auf die Kirche als du denkst und gibst ihr womöglich sogar völlige Macht über dich - und dein Seelenheil. Obwohl du das ja gerade ausschließen wolltest. Aber warum ist das so?
Weil du in dem Moment sagst: "Wenn das Gott ist, dann nein danke, das ist nichts für mich". Damit drückst du aus: "Ich glaube euch, Kirche (jeglicher Konfession), zwar eure Erklärungen und was ihr sagt, aber ich lehne das alles ab." - Das kannst du tun. Aber tu es reflektiert und argumentiert. Denn das Problem könnte sein: Du kennst Gott nicht und bist daher nicht in der Lage, selbst zu erkennen, ob das, was dort vorne erzählt wird, oder ob die Behauptung "Wir mussten diese Disko leider in die Luft sprengen - im Namen Gottes" tatsächlich sein kann - oder eben nicht.
Wenn du weder Banane noch Kiwi kennst, kann dir jeder erzählen, das krumme, Gelbe sei eine Kiwi. Ohne Gott selbst zu kennen, wird dich jede(r) mit Leichtigkeit von ihm abbringen und in die Irre führen können. In die spirituelle oder auch politische. Denn nicht zuletzt hat auch eine politische Bewegung, Partei oder Staatsführung mitunter sogar großes Interesse daran. Vieles auf ihrer Agenda könnte sie so niemals durchziehen, würde das Volk das Wesen Gottes kennen. Doch dazu später einmal mehr, beim Thema Antagonisten.
Wenn du der Kirche den Rücken zuwendest, ist das eine Sache. Eine andere ist es, wenn du im gleichen Zuge dem Thema Gott, Glaube, Spiritualität abschwörst. Dann hast du zugelassen, dass diese von dir gering geschätzte Institution Kirche nachhaltig deinen Draht zum Göttlichen und somit dein spirituelles Wachstum blockiert. Mehr Macht über dich - in negativer Richtung - kannst du der Kirche ja gar nicht geben! Hüte dich vor Exit-Argumente. Lies dazu den Link "Wo ist Gott", siehe unten und
Snippet #202Angenommen du hast einen Job, der dir einigermaßen gefällt. Das Problem ist nur, dass das Geschäftsmodell der Firma davon lebt, dass man Kunden mehr oder weniger über den Tisch zieht. So manche Versicherungspolice würde mir hier zum Beispiel einfallen.
Du kannst nun entweder sagen: "Egal, ich arbeite weiter" oder aber nach einem anderen Job suchen. Tatsache ist, dass du ja die Versorgung (das Gehalt) zum Leben brauchst. Im Job verstehen wir, dass wir das Was (welcher Job) oder das Wie (wie mache ich diesen Job) durchaus ändern können und hin und wieder sollten - dass das Wofür aber immer dasselbe sein wird: Geldverdienen. Und im Idealfall auch Freude und Erfüllung finden.
Mit der Spiritualität ist es genauso. Es mag sein, dass deine jetzige Gemeinde, Konfession, dein "Bild" von Gott (das man sich eben aus genau dem Grund, nicht wie ein Bild zu erstarren, nicht machen soll), nicht mehr deinem spirituellen Wachstumsprozess entspricht. Dann ändere das Was und das Wie. Das Wofür allerdings - nämlich die Wahrheit über Gott herauszufinden - solltest du niemals aus den Augen verlieren.
Die Wahrheit ist nämlich: Es gibt nicht diese oder jene "richtige" Religion. Nicht dieses oder jenes "richtige" (finale) Bild von Gott. Es gibt aber durchaus die richtige Weise, sich Gott zu nähern: Lebenslange, neugierige (wie ein Kind) Suche nach ihm. Echtes Interesse. Hohe/höchste Priorität (weil du erkennst, dass alles andere im Leben sich daraufhin ergibt). Offenheit. Wandlungsfähigkeit. Stetes Brechen (der alten Schale) und erneutes Wachsen, Brechen und erneutes Wachsen, Brechen und ... usw. Sich stets neu (er)finden - für manche ein Alptraum. Für andere das ewige Leben.
Politik und Kirche, wie Bob Marley schon sagte, können dir vielleicht nicht lange dabei helfen, die Antworten zu finden, die du brauchst. Politik bewegt sich ja noch nicht einmal ansatzweise auf spirituellem Terrain (weswegen sie auch keine Lösungen für unsere durch Gottlosigkeit entstandenen Probleme finden kann). Und Kirche - sie ist leider oftmals einfach zu weit vom Göttlichen entfernt und viel zu starr an ihre Traditionen gebunden, als dass sie sich, stets neu inspiriert, genügend schnell im Wie und Was evolutionieren könnte - ohne am ewigen Wofür zu kratzen. Denn das ist nicht nur möglich, sondern auch nötig.
Das alles heißt aber gerade nicht, dass du die Suche aufgeben oder das Thema Gott als überholt, lächerlich und unnötig ad acta legen solltest. Denn auch wenn du es nicht in jeder Epoche deines Lebens spürst, meistens weil gerade alles ganz gut läuft: Du brauchst spirituelle Versorgung und Connection noch weit mehr als jeden Gehaltsscheck.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Bob Marley   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Kirche - Glaube - Böse - Bewusstsein - Antagonisten - Exit-Argumente
Bob Marley   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Kirche - Glaube - Böse - Bewusstsein - Antagonisten - Exit-Argumente
gelesen markieren 

Angst vor dem Licht
#154 • Platon •
2:41 min
2:41 min
Dieses Zitat des griechischen Philosophen klingt zunächst ganz unspektakulär (und natürlich noch total ungegendert). Doch ...
es beschreibt ein wirkliches Drama, unter dem die Welt heute massiv leidet: Angst vor der Wahrheit. Und das betrifft bei Weitem nicht nur Männer.
Es beginnt schon damit, dass leider nicht Wenige bereits das Wort "Wahrheit" infrage stellen. Was ist "die" Wahrheit? Oft wird nämlich einfach davon ausgegangen, dass man "die eine und einzige" Wahrheit ohnehin nicht finden könne. "Wahrheit" sei Epochen, kulturellen Backgrounds und anderen Prägungen unterlegen und ohnehin eine völlig individuelle Angelegenheit.
Für manche ist das Thema damit dann auch schon beendet. Doch ganz so einfach darf man es sich nicht machen. Schließlich stellt unsere Überzeugung von Wahrheit die Weichen für das gesamte Leben und beeinflusst nahezu alle Entscheidungen, die wir treffen. Und nicht zuletzt entscheidet unsere Definition von Wahrheit auch darüber, ob uns so manche Entwicklungen in der Welt wundern oder gar ängstigen können und noch so vieles mehr.
Und was geschieht, wenn wir alle nach verschiedenen Wahrheiten leben, je nachdem, welche gerade bequem ist, sehen wir ja: Chaos (=griechisch: "Kluft, Spaltung"). Das Gegenteil von Kosmos (=griechisch: "Ordnung, Weltordnung, geordnetes Ganzes").
Ich denke, wir alle akzeptieren die Naturgesetze. Die Schwerkraft beispielsweise. Die Naturgesetze der Elektrizität nutzen wir sogar sehr gerne zu unserem Vorteil. Weshalb machen wir es mit den spirituellen nicht genauso? Es gibt ganz natürliche Gesetze, natürliche Wahrheiten. Wäre nur ein einziges dieser Gesetze jemals auch nur für den Bruchteil einer Sekunde außer Kraft getreten gewesen in den letzten 14 Milliarden Jahren, wäre das gesamte Universum wohl bereits kollabiert (ähnliche jenem Kollaps, der der Menschheit zunehmend droht, verursacht durch Chaos).
Natürliche Wahrheiten (nicht menschgemachte!) sind elementare Bausteine des Lebens. Damit sich etwas in Ruhe entwickeln kann, müssen verlässliche Faktoren existieren.
Ich denke, einer der Gründe dafür, dass manche Menschen deswegen ganz gerne glauben möchten, dass es "die Wahrheit" sowieso nicht gibt, ist der, damit sie sich aus (jeglicher) Verantwortung ziehen können. Ohne faktische Wahrheit gibt es auch kein faktisches Richtig oder Falsch. Kein Gut oder Böse. Keinen besseren oder schlechteren Weg. Man kann so sein und so bleiben wie man ist und wie man will.
Seltsam nur, dass dann auch jene dennoch probieren, die Welt nach gut und böse, richtig und falsch einzuordnen. Und ohne die elementaren, natürlichen Wahrheiten von Bedeutung, zieht man dann recht fragwürdige Kriterien heran. Schnell ist man somit beim Versuch, Menschen einzuteilen nach Hautfarbe, Herkunft, sexueller Orientierung, politischer Gesinnung, Religion, Lieblingsvereinen, Vermögen, Ansehen, Status, ... Und dann haben wir am Ende sogar recht: Diese Wahrheiten sind tatsächlich sowohl individuell, als auch vollkommen vergänglich, somit instabil und unverlässlich und allem voran: unvollständig. Sie sind nicht natürlichen Ursprungs und somit gänzlich ungeeignet, um eine stabile Gesellschaft darauf zu gründen.
Macht man Menschen dann - egal wie vorsichtig - darauf aufmerksam, ihre Meinung über das Thema "unvergängliche, spirituelle Wahrheiten" doch eventuell noch einmal zu überdenken, blocken viele ab, einige werden sogar schnell aggressiv - oft in Folge von Angst.
Bei Dia:Log findest du dazu einen persönlicheren Eintrag (siehe unten Dia:Log #8).
Das denke ich mir nicht aus. Das fiel etlichen Menschen vor mir schon auf. Vergleiche dazu auch einfach einmal andere Zitate. Siehe die unten verlinkten MindSnippets. Beispielsweise das von George Orwell ("Vom Hassen der Wahrheit") oder auch von Winston Churchill (
Snippet #47). Die rote Pille / blaue Pille Thematik aus Teil 1 der Matrix Filmreihe meint exakt dasselbe (siehe
Snippet #149, unten).Doch warum ist das so? Man sollte doch meinen, dass Menschen sich vom Licht angezogen fühlen. Leider ist das tatsächlich sogar eher die Seltenheit. Die wenigsten suchen sogar regelrecht nach Wahrheit, nach der roten Pille. Eckhart Tolle erklärt das in seinen Büchern mit der Angst, das eigene Ego zu verlieren. Denn wenn man auf der einen Seite eine ("neue") Wahrheit entdeckt, heißt das im Umkehrschluss natürlich auch, dass man (Lebens)Lügen aufdecken könnte. Für viele eine unvorstellbare Horrorvorstellung.
Tragisch - wie Platon bereits erkannte. Dabei ist die Angst davor vollkommen unbegründet! Sie ist total verständlich. Im ersten Moment. Doch wenn du magst, lass mich dir zeigen, wieso Angst hier wirklich völlig fehl am Platz ist. Mit spirituellen Wahrheiten gewinnst du IMMER mehr, als du verlierst. Du kannst hierbei nur Wertiges gewinnen und nur Unwichtiges verlieren - denn was auch immer für dich wichtig bleiben sollte, kannst du ja durchaus weiter behalten. Bei einem Coaching oder zunächst einem kostenlosen Walk & Talk zum Kennenlernen können wir das vertiefen.
Urheber d. einleitenden Zitates:
Platon   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Wahrheit - Licht - Dunkelheit - Matrix - Ego - Angst - Sinn des Lebens
Platon   (Irrtum melden)
Probiere auch:
Wahrheit - Licht - Dunkelheit - Matrix - Ego - Angst - Sinn des Lebens
gelesen markieren 

Hier noch ein paar völlig irrelevante Statistiken:
294 Snippets insgesamt
ø 0,19 neue pro Tag
265 Zitate+Gedanken
29 nur-Gedanken
937994 Zeichen ≙ ca. 2,76 Buchumfänge
QuickUrl: christopher-schmitt.org/Snippet • #MindSnippet • MindSnippets V2.0 coded by Chris Schmitt • Bug melden
1Falls nicht anders angegeben ist die Quelle von Zitaten berühmter Persönlichkeiten in der Regel: "Das große Handbuch der Zitate: 25.000 Aussprüche & Sprichwörter von der Antike bis zur Gegenwart", Hans-Horst Skupy Hrsg., Bassermann Verlag, 4. Edition – Irrtümer vorbehalten. Die meisten Fotos und Illustrationen von Social Media Postings stammen von stock.adobe.com – Nennung der jeweiligen Künstler/Produzenten auf meinem Instagram-Kanal.
Diese Page weiterempfehlen:
Weiter zu ➤Meine Bücher
Bildquellen: quickshooting • freshidea @ stock.adobe.com
Clip anschauen





















Die MindSnippets meinen ...